Das “Problem der Probleme”

Schon lange vor der Jahrhundertwende war das Prinzip der elektromagnetischen Zündung bekannt: Siemens & Halske lieferten solche Systeme bereits 1877 an die Hersteller von stationären Gasmotoren. Doch mit den niedrigen elektrischen Spannungen ließ sich ein kurzer, zeitlich genau definierter Funke kaum erzeugen. Deshalb blieb die Drehzahl der Motoren begrenzt. Automobile mit schneller rotierenden Motoren hatten außerdem das Problem, dass sie für die Zündung nicht an große Generatoren angeschlossen werden konnten. Die von Gottlieb Daimler eingesetzten Glühzündrohre brachten eine zuverlässige Zündung jedenfalls nicht zustande. Der Automobilpionier Carl Benz stand daher vor dem “Problem der Probleme”: Wie können schnell drehende Motoren zuverlässig gezündet werden?




