Ein Netz für Forscher
Ende 1990 gab es bereits die erste Demo-Version eines Software-Prototyps für ein Basissystem. Die ersten Webserver standen damals alle in europäischen Physik-Laboren. Nur wenige User hatten Zugriff auf die NeXT-Plattform, auf der der erste Browser installiert war. CERN legte allerdings schnell nach und lieferte einen einfacheren Browser, der auf jedem System lief.
In 1991 kam ein frühes www-System heraus. Es enthielt drei entscheidende Punkte, und zwar zur Formatierung (html), zu den Verknüpfungen (links) und zur Sprache (http). Nur wenig später war es allgemein verfügbar über das Internet.
Weltweit! – ein neuer Browser
In dieser Phase – ein Browser für die NeXT-Maschine und einer mit begrenzter Leistung und Nutzerfreundlichkeit – stieß CERN an seine Kapazitätsgrenzen und suchte über das Internet Unterstützung bei der Entwicklung eines neuen Browsers. Sie kam aus aller Welt in Form von Browsern wie MIDAS, Viola und Erwise.
Anfang 1993 brachte die University of Illinois den Mosaic Browser heraus, der auf Windows-Umgebung lief. Kurz danach folgte Netscape sowie Versionen der NCSA (National Center for Supercomputing Applications) für PC- und Apple Macintosh-Umgebungen. Sie boten erstmals grafische Möglichkeiten.
Nutzerfreundliche Browser auf weit verbreiteten Computern: Nun konnte sich das World Wide Web ungehindert über die ganze Welt spinnen. Im April 1993 gab das Cern die Software zum Betreiben des Netzes für die Allgemeinheit frei. Ende 1993 waren über 500 Web Server bekannt. Das WWW machte damals gerade mal 1 Prozent Internet Traffic aus. In Deutschland begann das Web-Zeitalter schließlich auf der Funkausstellung 1995.

