Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Technik & Mobilität/Artikel
30 Jahre Tschernobyl: Der größte Atomunfall der Geschichte
Bildquelle nicht angegeben
Technik & Mobilität

30 Jahre Tschernobyl: Der größte Atomunfall der Geschichte

Die Atomkatastrophe von Tschernobyl beruht auf einer Verkettung fataler Umstände – wie oft bei solchen Ereignissen. Schwachstellen im Reaktorkonzept, Sicherheitsverstöße der Bedienmannschaft und Fehleinschätzungen der Situation führen am 26. April 1986 dazu, dass ein Sicherheitstest am Reaktorblock 4 des Kraftwerks…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Technik & Mobilität
Artikelbild

Mond / CC-by-sa 3.0

Die Atomkatastrophe von Tschernobyl beruht auf einer Verkettung fataler Umstände – wie oft bei solchen Ereignissen. Schwachstellen im Reaktorkonzept, Sicherheitsverstöße der Bedienmannschaft und Fehleinschätzungen der Situation führen am 26. April 1986 dazu, dass ein Sicherheitstest am Reaktorblock 4 des Kraftwerks plötzlich außer Kontrolle gerät. Eigentlich wollen die Ingenieure nur testen, ob die Turbinen bei einem Stromausfall lange genug laufen, um die Kühlung so lange in Gang zu halten, bis die Diesel-Notstromgeneratoren starten.

Doch das Experiment geht fatal schief: Um 01:32 Uhr nachts ist der Reaktor so überhitzt, dass der Schichtleiter eine Notabschaltung veranlasst. Aber zu spät. Bevor die Steuerstäbe die Kettenreaktionen stoppen können, ereignen sich zwei schnell aufeinanderfolgende Explosionen aus. Ihre Wucht hebt die rund 3.000 Tonnen schwere Abdeckplatte des Reaktors in die Höhe, zerstört das Dach des Gebäudes und schleudert mehrere Tonnen radioaktiven Kernbrennstoffs vermischt mit verseuchten Trümmern in die Umgebung.

Die Hitze entzündet nun das Graphit und der gesamte Reaktorblock beginnt zu brennen. Der uranhaltige Kernbrennstoff schmilzt und bildet eine glühende radioaktive Lava am Grund des Reaktors – die Kernschmelze ist eingetreten. Der Aufstrom heißer Luft aus dem Reaktor reißt radioaktive Partikel bis zu 2.000 Meter weit in die Höhe. Zehn Tage lang strömen dadurch Cäsium-137, Jod-31, Strontium-90 und 23 weitere Radionuklide nahezu ungehindert in die Atmosphäre.

Artikelbild

Sting; Bearbeitungen: Luxo, Devil m25, Enricopedia /  CC BY-SA 2.5

Trotz verzweifelter Versuche, die Brände und die Strahlung unter Kontrolle zu bekommen, dauert es zehn Tage, bis Kraftwerksarbeiter und Militär zumindest die weitere Freisetzung von radioaktivem Fallout halbwegs eindämmen können. Die Bilanz ist fatal: Insgesamt wird nach Schätzungen von Experten eine radioaktive Fracht von gut fünf Trillionen Becquerel freigesetzt. Allein vom radioaktiven Cäsium-137 und Iod-131 sind es die zehnfache Menge des Atomunfalls von Fukushima im März 2011.

Der vorherrschende Südostwind bläst den radioaktiven Fallout zunächst nach Nordwesten in Richtung Skandinavien, dann nach Mitteleuropa und auf den Balkan. Insgesamt werden 40 Prozent Europas allein durch Cäsium-137 mit mehr als 4.00 Becquerel pro Quadratmeter kontaminiert. In Süddeutschland erreichen die Werte stellenweise bis zu 75.000 Becquerel pro Quadratmeter. Die International Atomic Energy Agency (IAEA) stuft das Atomunglück von Tschernobyl als ersten Atomunfall überhaupt in die höchste Kategorie sieben ein - damit ist dieses Ereignis offiziell die größte Nuklearkatastrophe der Geschichte.

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Technik & Mobilität

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Technik & Mobilität.

Alle Technik & Mobilität-Artikel
Musiker Dan Saks startet Bilderbuch-Launch per Fahrrad durch die Niederlande
Technik & Mobilität

Musiker Dan Saks startet Bilderbuch-Launch per Fahrrad durch die Niederlande

5. Oktober 2026

Der Pädagoge und Musiker Dan Saks veröffentlicht sein Kinderbuch "On Our Bikes" mit einer Familienreise durch das niederländische Radwegenetz – dokumentiert als Musikvideo und Vlog.

Wissenstest: Magnetismus-Quiz
Technik & Mobilität

Wissenstest: Magnetismus-Quiz

8. März 2026

Zehn Fragen zum Magnetismus. – Magnete finden sich in den einfachsten ebenso wie in den komplexesten Geräten unseres Alltags. Sie sind heute von der Türklingel bis zum Smartphone in praktisch jedem elektrisch…

Wissenstest: Holz-Quiz - Wie gut kennen Sie den nachhaltigen Werkstoff?
Technik & Mobilität

Wissenstest: Holz-Quiz - Wie gut kennen Sie den nachhaltigen Werkstoff?

8. März 2026

Zehn Fragen zum Werkstoff Holz. – Bis vor etwa 200 Jahren diente Holz nicht nur als Brennstoff für Haushalt, Handwerk und Industrie, sondern war auch der Werkstoff für den Großteil der Dinge des täglichen Bedarfs. Aber…

Wissenstest: Fotografie-Quiz – Wie gut kennen Sie sich mit Kameras und Fotografie aus?
Technik & Mobilität

Wissenstest: Fotografie-Quiz – Wie gut kennen Sie sich mit Kameras und Fotografie aus?

8. März 2026

Egal ob mit dem Smartphone oder einer Spiegelreflex, analog oder digital, als Selfie oder als ästhetisches Gesamtkunstwerk – mit Fotos halten wir Erinnerungen auf ewig fest. Moderner Technik sei Dank, lassen sich auch…

← Zurück zu Technik & MobilitätZur Startseite