Achtung beim Eiersuchen: Osterzeit ist bereits Zeckenzeit
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Achtung beim Eiersuchen: Osterzeit ist bereits Zeckenzeit

Bild: Foto: Dirk Liesch, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Zecken sind im Frühjahr schon sehr zeitig aktiv: Sobald die Temperatur an mehreren Tagen hintereinander über sieben Grad steigt, erwachen sie aus ihrer Winterstarre. Nach dem langen Winter machen sich die kleinen Spinnentiere nun auf Jagd nach einer Blutmahlzeit. Entgegen der landläufigen Meinung fallen Zecken dabei nicht vom Baum, sondern warten an den Spitzen von Gräsern oder an Büschen bis in etwa eineinhalb Meter Höhe auf einen vorbeikommenden Wirt.

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Zecken sind im Frühjahr schon sehr zeitig aktiv: Sobald die Temperatur an mehreren Tagen hintereinander über sieben Grad steigt, erwachen sie aus ihrer Winterstarre. Nach dem langen Winter machen sich die kleinen Spinnentiere nun auf Jagd nach einer Blutmahlzeit. Entgegen der landläufigen Meinung fallen Zecken dabei nicht vom Baum, sondern warten an den Spitzen von Gräsern oder an Büschen bis in etwa eineinhalb Meter Höhe auf einen vorbeikommenden Wirt.

Lauern im Gras und Gebüsch

Jetzt an Ostern bedeutet das: Die hungrigen Blutsauger lauern genau da, wo die Kinder nach den mit Süßigkeiten gefüllten Osternestern suchen – in Wiesen, zwischen Unkräutern oder in Büschen. Kommt ein Kind dabei mit seiner Kleidung oder der Haut in Reichweite der Zecke, klammert diese sich schnell fest und wird so unerkannt mitgetragen. Einmal auf seinem Objekt der Begierde angekommen, krabbelt der kleine Blutsauger dann solange herum, bis er eine passende Hautstelle für den Biss gefunden hat.

Deshalb ist es wichtig, dass die Kinder beim Ostereier-Suchen möglichst lange Kleidung und geschlossene Schuhe tragen. Auch sollten die Socken über die Hose gezogen oder Gummistiefel getragen werden, um es den Zecken schwerer zu machen, an den Kinderbeinen hochzukrabbeln. Wer sich zusätzlich schützen möchte, kann Kleidung und Hautteile mit speziellen insektenabweisenden Mitteln, sogenannten Repellents, einsprühen.

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Was tun gegen den Zeckenbiss?

Dass die Zecke auf uns herumkrabbelt oder sogar schon unser Blut saugt, merken wir oft nicht. Denn mit seinem Speichel injiziert der Blutsauger auch Substanzen, die den Schmerz betäuben und das verräterische Jucken einer Entzündung hemmen. Daher ist es wichtig, die Kinder – und gegebenenfalls auch sich selbst - nach der Ostereiersuche auf Zecken abzusuchen. Häufig sitzen diese bei den Kleinen am Hals oder auf dem Kopf. Aber auch hinter den Ohren, im Leistenbereich, in den Kniekehlen und Zehenzwischenräumen sollten Eltern gründlich nachsehen.

Wird ein Stich entdeckt, sollte die Zecke schnellstmöglich und sehr vorsichtig mit einer Zeckenzange oder Pinzette entfernt werden. Am besten ist es, das Tier dabei gerade herauszuziehen, ohne die Zecke stark zu quetschen oder gar zu drehen. Dadurch vermeidet man, dass der Blutsauger aus Panik Speichel und Blut in die Wunde abgibt und so eventuell vorhandene Krankheitserreger gleich mit.

Welche Krankheiten übertragen die Zecken?

Denn der Biss einer Zecke ist nicht per se schädlich, er kann aber Krankheiten übertragen. Relativ flächendeckend in Deutschland verbreitet ist dabei die Borreliose, eine von Bakterien verursachte Erkrankung. Rund ein Drittel aller Zecken tragen diese Erreger in sich. Diese Erkrankung kann gut durch Antibiotika behandelt werden - vor allem wenn sie frühzeitig erkannt wird. Typische Warnzeichen ist eine größer werdende Rötung rund um die Bissstelle und grippeähnliche Symptome.

In Teilen Süddeutschlands besteht dagegen eine erhöhte Gefahr für die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). Diese Virenerkrankung kann Fieber und in schweren Fällen eine Entzündung von Gehirn und Hirnhäuten verursachen. Neben der richtigen Kleidung, dem Einsprühen mit Repellents und dem gründlichen Absuchen der Haut nach Zecken, kann gegen FSME nur eine Impfung schützen. Empfohlen wird sie für Kinder, die viel im Freien spielen und die min den Risikogebieten für FSME wohnen. Wo diese liegen, kann man unter anderem beim Robert-Koch-Institut (RKI) erfahren.

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