Achtung Blow-Ups! Gefährliche Hitzeschäden auf den Straßen
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Achtung Blow-Ups! Gefährliche Hitzeschäden auf den Straßen

Bild: Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Folge ist ein sogenannter Blow-Up. "Im Laufe der Zeit härtet die Fugenfüllung zwischen den Betonplatten aus", erklärt Nico Hartlep, TÜV Rheinland-Experte für Straßenbau. "Da kann sich die Platte in der Sommerhitze nicht mehr wie geplant ausdehnen. Im Extremfall wölbt sich die Platte, platzt auf oder springt sogar aus der verdübelten Verankerung." Am Flughafen Hannover sind die Schäden inzwischen wieder beseitigt. Um weitere Blow-Ups zu vermeiden, wird nun die Rollbahn regelmäßig von der Flughafenfeuerwehr mit Wasser besprüht.

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Die Folge ist ein sogenannter Blow-Up. "Im Laufe der Zeit härtet die Fugenfüllung zwischen den Betonplatten aus", erklärt Nico Hartlep, TÜV Rheinland-Experte für Straßenbau. "Da kann sich die Platte in der Sommerhitze nicht mehr wie geplant ausdehnen. Im Extremfall wölbt sich die Platte, platzt auf oder springt sogar aus der verdübelten Verankerung." Am Flughafen Hannover sind die Schäden inzwischen wieder beseitigt. Um weitere Blow-Ups zu vermeiden, wird nun die Rollbahn regelmäßig von der Flughafenfeuerwehr mit Wasser besprüht.

Aber auch auf Autobahnen und anderen Straßen gibt es im Moment immer wieder Hitzeschäden. Denn auch der Asphalt verformt sich bei der Gluthitze und kann sogar schmelzen. Als Folge bilden sich Beulen und Schlaglöcher, die für Motorrad- und Autofahrer gefährlich werden können. "Aufwölbungen oder Schlaglöcher können urplötzlich entstehen, was sie bei höheren Geschwindigkeiten zu einem unfallträchtigen Hindernis macht, erklärt Steffen Mißbach vom TÜV Rheinland.

In weichem Asphalt können sich durch den Schwerlastverkehr zudem schnell Spurrillen bilden, die manchmal schwer zu sehen sind. "Nach Sommergewittern mit kräftigen Regengüssen besteht durch die Vertiefungen erhöhte Aquaplaning-Gefahr", erklärt Mißbach. Ein weiterer Gefahrenpunkt ist, dass bei hohen Temperaturen die Asphalt-Fahrbahn schneller verschleißt und dadurch die Griffigkeit der Fahrbahn schwindet. "Dies führt zu verlängerten Bremswegen, einer verringerten Seitenhaftung in Kurven und erhöht somit Schleudergefahr", erläutert Mißbach.

Bei Straßen aus Betonplatten, wie beispielsweise älteren Autobahnabschnitten, kann es auch zum Blow-Up kommen, ähnlich wie auf der Flughafen-Startbahn von Hannover. Nach Angaben des ADAC liegt der Anteil der Betonfahrbahnen bundesweit immerhin noch bei rund 30 Prozent.

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Runter vom Gas!

Damit solche Hitzeschäden nicht zur Gefahr werden, wurde schon jetzt bei einigen Autobahn-Abschnitten eine Geschwindigkeitsbegrenzung eingeführt. So gilt auf Teilen der A7 und A8 in Baden-Württemberg Tempo 80, um mögliche Unfälle durch Fahrbahnschäden zu vermeiden. "Bei niedrigerer Geschwindigkeit lassen sich Schlaglöcher oder Blow-Ups deutlich besser erkennen", sagt Mißbach. Die Experten empfehlen aber auch ohne explizite Geschwindigkeitsbegrenzung, auf älteren Straßenabschnitten vorsichtig und langsamer als sonst zu fahren. Das gilt gerade für Motorradfahrer, deren Maschinen bei Straßenschäden besonders leicht außer Kontrolle geraten können, wie der ADAC warnt.

Hitzeschäden im Asphalt oder Beton lassen bei sehr hohen Temperaturen nicht gänzlich vermeiden. "Durch gründlichen und rechtzeitigen Unterhalt der Straßen können jedoch die Hitzeschäden verringert werden. Bei Fahrbahnen aus Betonplatten kommt es maßgeblich die Fugenpflege an, die leider oft vernachlässigt wird", sagt Hartlep.

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