Achtung Unfallgefahr: Fatale Ablenkung durch Navi, Handy und Co.
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Achtung Unfallgefahr: Fatale Ablenkung durch Navi, Handy und Co.

Bild: Foto: Wikitarisch, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons

Dank Navigationssystem ist es heute meist kein Problem mehr, mit dem Auto an sein Ziel zu gelangen. Dem Navi zu sagen, wohin man möchte, kann allerdings einige Aufmerksamkeit erfordern. Trotzdem vergessen viele Autofahrer, dieses Programmieren schon vor dem Losfahren zu erledigen und tippen dann während er Fahrt auf dem Navi herum. Man sieht ja aus den Augenwinkeln trotzdem noch, was auf der Straße passiert – so glauben jedenfalls die meisten.

Dank Navigationssystem ist es heute meist kein Problem mehr, mit dem Auto an sein Ziel zu gelangen. Dem Navi zu sagen, wohin man möchte, kann allerdings einige Aufmerksamkeit erfordern. Trotzdem vergessen viele Autofahrer, dieses Programmieren schon vor dem Losfahren zu erledigen und tippen dann während er Fahrt auf dem Navi herum. Man sieht ja aus den Augenwinkeln trotzdem noch, was auf der Straße passiert – so glauben jedenfalls die meisten.

Navi ist am schlimmsten

Doch das täuscht. Denn bei Tempo 100 reicht schon eine Sekunde Unaufmerksamkeit, um fast 30 Meter der Fahrt zu verpassen. Das ist lange genug, um dem Vordermann in den Kofferraum zu fahren oder in den Gegenverkehr zu geraten. Kein Wunder, dass geschätzt jeder zehnte Verkehrsunfall mit Personenschaden heute durch Unachtsamkeit verursacht wird. Vor allem Smartphones und Navigationsgeräte lenken vom Verkehrsgeschehen ab. Aber auch vermeintlich harmlose Tätigkeiten wie Essen und Trinken können zu verheerenden Unfällen führen.

Welche Tätigkeiten beim Fahren wie stark ablenken, hat nun der ADAC in einem Experiment getestet. Im ersten Versuch testeten sie, wie lange Probanden abgelenkt waren, wenn sie verschiedenen Tätigkeiten beim Fahren ausführten. Dabei zeigte sich: Am meisten Aufmerksamkeit forderte das Eintippen einer Adresse in ein Navigationsgerät, gefolgt vom Telefonieren mit dem Handy und der Entnahme einer Brille aus dem Etui. Nur kurz schweifte der Blick dagegen von der Fahrbahn ab, wenn die Testfahrer ein Spielzeug vom Boden aufhoben oder aus einer Wasserflasche tranken.

Im Blindflug aufs Hindernis

Im zweiten Versuch sollten die Teilnehmer eine bestimmte Zielangabe in ihr Navi tippen, während sie auf einer Versuchstrecke führen. Was sie nicht wussten: Die ADAC-Mitarbeiter stellten ihnen während der Fahrt ein unvorhersehbares Hindernis in den Weg. Das Ergebnis: Drei Viertel der Testfahrer war so mit Eintippen beschäftigt, dass sie auf das Hindernis auffuhren. Das aber hätte im Stadtverkehr auch ein Fußgänger oder Radfahrer sein können. Denn wer bei Tempo 50 nur fünf Sekunden auf sein Handy oder Navigationsgerät blickt, ist bereits 70 Meter im Blindflug unterwegs.

Wie die ADAC-Experten erklären, ist Hauptproblem dabei, dass Autofahrer die Gefahr durch Ablenkung nach wie vor unterschätzen. Für viele ist Autofahren zudem Routine, weshalb sie sich während der Fahrt eher unterfordert fühlen – jedenfalls solange alles gut geht. Deshalb greifen viele zum Handy, telefonieren ohne Freisprechanlage, oder tippen sogar mal eine SMS. Das kann allerdings teuer werden, denn der Griff zum Smartphone während der Fahrt ist verboten.

26.06.2015

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