Agenda 21 und Lokale Agenda 21
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Agenda 21 und Lokale Agenda 21

Bild: Foto: Friedrich Gahlbeck, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

“Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Gesicht der Erde verändern.“ Afrikanisches Sprichwort

“Viele kleine Leute an vielen kleinen Orten, die viele kleine Dinge tun, werden das Gesicht der Erde verändern.“ Afrikanisches Sprichwort

Aktionsprogramm für eine bessere Welt

Die Agenda 21 ist das zentrale, rechtlich allerdings nicht verbindliche Abschlussdokument der UN-Konferenz von Rio de Janeiro. Sie richtet sich an alle Staaten der Welt, sowohl an Industrie- als auch an Entwicklungsländer und deren Bürgerinnen und Bürger. Wörtlich übersetzt bedeutet das lateinische Wort Agenda “das, was zu tun ist“. Die Agenda ist also als Arbeitsprogramm zu sehen. Der Zusatz “21“ verdeutlicht, dass dieses Programm die Richtung in das 21. Jahrhundert weisen soll.

Das Papier stellt ein Aktionsprogramm für eine “bessere“, zukunftsfähige Welt im 21. Jahrhundert dar. In 40 Kapiteln trifft die Agenda 21 wichtige Feststellungen zu Themen wie Armutsbekämpfung, Bevölkerungspolitik, Stadtentwicklung, Landwirtschaft, Boden- und Waldschutz, Meeresverschmutzung, Handel und Umwelt, Abfall-, Chemikalien-, Luftreinhalte- und Energiepolitik, zu Finanzen, Forschung und Technologie.

Die Agenda 21 ruft die Regierungen auf, nationale Strategien für eine nachhaltige Entwicklung entsprechend ihren Möglichkeiten und gemäß der Grundsätze der Rio-Deklaration zu erarbeiten und umzusetzen. Dabei sollen alle Hand in Hand arbeiten: internationale Organisationen, Unternehmen, staatliche und kommunale Behörden, private Organisationen, Bürgerinnen und Bürger. Jeder Einzelne kann somit zur Agenda 21 beitragen. Auf diesen Aspekt verweist insbesondere die “Lokale Agenda 21“. Im Kapitel 28 fordert die Agenda 21 die Unterzeichner-Staaten auf, ihren Städten und Gemeinden die Erarbeitung einer Lokalen Agenda 21 zu empfehlen. Nur durch umfassende Aktivitäten auf der lokalen und regionalen Ebene können internationale Vereinbarungen für eine soziale und umweltgerechte Entwicklung erfolgreich umgesetzt werden. Auf Deutsch: Selbst kleine Beiträge, vom lokalen Umweltwettbewerb bis hin zum Stromsparen, können und sollen zur Sicherung der Lebensgrundlagen beitragen.

Alexander Stahr/Lesestein.de

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