Ammoniten
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Ammoniten

Bild: Foto: Wilhelm Zimmerling PAR, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Bereits der römische Geschichtsschreiber Plinius der Ältere führte den Begriff „Ammonus Coruae“ - Ammonshörner - für die Ammoniten ein. Namensgeber war der griechische Gott Amun, dessen heiliges Tier der Widder mit seinen Widderhörnern an die eingedrehte Form der Versteinerungen erinnerte.

Der Name - ein Ausflug zu den Göttern

Bereits der römische Geschichtsschreiber Plinius der Ältere führte den Begriff „Ammonus Coruae“ - Ammonshörner - für die Ammoniten ein. Namensgeber war der griechische Gott Amun, dessen heiliges Tier der Widder mit seinen Widderhörnern an die eingedrehte Form der Versteinerungen erinnerte.

Dabei hatte man eigentlich nur das feste Gehäuse der Tiere im Stein gefunden. Auch wenn die Form der Versteinerungen an das Gehäuse von Schnecken oder eben an Widderhörner erinnert, handelt es sich bei diesen Kopffüßlern um eine eigene Tiergruppe, deren nächste heute noch lebende Verwandten die Tintenfische und der Nautilussind.

Wie genau die Ammoniten ausgesehen haben, ist bis heute noch nicht eindeutig belegt. Einzelne Funde lassen vermuten, dass die Tiere mit bis zu 10 Tentakeln ausgestattet waren und über Kiemen verfügten. Oft wurden auch Schalen bei den Gehäusen gefunden, die vermuten lassen, dass sie damit den „Eingang“ ihrer Gehäuse verschließen konnten. Neuere Untersuchungen gehen aber teilweise auch davon aus, dass diese Schalen Reste des Mundapparates sein könnten.

Ein Leben im Meer

So groß wie die Verbreitung, so unterschiedlich war auch die Lebensweise der Ammoniten. Zu Hause in den Tiefen der Meere ebenso wie in flacheren Gewässern, passten sie Ihre Ernährung den jeweiligen Lebensumständen an. Sie verzehrten Muscheln, Krebstiere und Fische - manche dürfte sich auch als Kannibalen an der eigenen Verwandtschaft gütlich getan haben.

Die unterschiedlichen Gehäuseformen lassen vermuten, dass die Tiere verschieden gute Schwimmer waren. Wahrscheinlich bewegten sie sich ähnlich wie der noch lebende Nautilus fort, der mit einem Trichter zum Wasserausstoß einen Rückstoß erzeugt.

Die Urzeit im Volksglauben

Durch ihre Form erregten die steinernen Reste der Ammoniten die Aufmerksamkeit der Menschen und so ist es wenig verwunderlich, dass sie bald zu begehrten Talismanen wurden.

Bauern legten sie bei geringer Milchleistung der Kühe in den Milcheimer, um den Teufel aus dem Stall zu vertreiben oder sie dienten, eingemauert in ein Haus, dem Schutz der Bewohner vor allem Übel. Und manch einer glaubt noch heute, dass ein Ammonit durch sein hohes Alter einen Blick in die Vergangenheit erlaubt.

Doch selbst wer sich derlei fantastischen Ideen nicht anschließen möchte, erhält durch einen Blick auf diese urzeitlichen Lebewesen einen Einblick in die Formenvielfalt längst vergangener Zeiten.

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