Ausgestorbene Tiere
Natur & Umwelt

Ausgestorbene Tiere

Bild: Foto: Sten Porse, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Vor 600.000 Jahren herrschte auf der nördlichen Erdhälfte eine Eiszeit. Damals waren große Gebiete mit Gletschern bedeckt. Im Laufe der Erdgeschichte wechselten immer wieder Kaltzeiten mit Warmzeiten ab. Viele Tiere, die sich nicht an die Änderungen des Klimas anpassen konnten, starben aus. Vor rund 70.000 Jahren begann die letzte große Eiszeit auf der Nordhalbkugel der Erde. Mehrmals schoben sich gewaltige Gletscher vor und zogen sich wieder zurück. Diese letzte Eiszeit ging erst vor etwa 10.000 Jahren zu Ende.

... vor 10.000 Jahren

Vor 600.000 Jahren herrschte auf der nördlichen Erdhälfte eine Eiszeit. Damals waren große Gebiete mit Gletschern bedeckt. Im Laufe der Erdgeschichte wechselten immer wieder Kaltzeiten mit Warmzeiten ab. Viele Tiere, die sich nicht an die Änderungen des Klimas anpassen konnten, starben aus. Vor rund 70.000 Jahren begann die letzte große Eiszeit auf der Nordhalbkugel der Erde. Mehrmals schoben sich gewaltige Gletscher vor und zogen sich wieder zurück. Diese letzte Eiszeit ging erst vor etwa 10.000 Jahren zu Ende.

Tiere der Eiszeit

Während der Eiszeiten waren gewaltige Mengen an Wasser gefroren. Dies hatte zur Folge, dass die Meeresspiegel sanken. Flache Meere trockneten aus. Die Tiere konnten nun von einem Erdteil zum anderen ziehen. So wanderten zum Beispiel Urpferde aus Nordamerika nach Asien ein. Aus Asien wiederum gelangten die Mammuts nach Amerika. Die Lebensräume der Tiere änderten sich im Abstand von einigen tausend Jahren ständig. Riesige Gletscher bildeten oft unüberwindliche Hindernisse. In den abgeschlossenen Gebieten entstanden auch viele neue Tierarten. Es entwickelten sich Riesenformen von Säugetieren.

Am größten war das Mastodon. Dieses Riesenmammut hatte gewaltige Stoßzähne und lebte in Amerika. Das europäische Mammut war kaum kleiner. Das Riesenfaultier war schwerer als ein Elefant. Es lebte am Boden, da es nicht mehr auf Bäume steigen konnte. Die Biber wurden damals so groß wie heute die Bären. Und der Höhlenbär war verglichen mit einem Grizly ein wahrer Koloss. In Europa lebte auch das 1,50 m lange Wollnashorn, das zwei Hörner hatte. Das gefährlichste Raubtier aber war der Säbelzahntiger. Er besaß ein schreckliches Gebiss mit bleistiftlangen Dolchzähnen.

Das große Sterben

Mit dem Ende der Eiszeit vor 10.000 Jahren starben fast alle Säugetierriesen aus. Sie konnten sich den veränderten Lebensbedingungen nicht anpassen. Nur die Moschusochsen, die es damals schon gab, überlebten bis heute in der Arktis. Als das Eis schmolz und es wärmer wurde, versanken manche Säugetierriesen im Morast. In dem dauernd gefrorenen Boden der Tundra werden immer wieder gut erhaltene Mammuts und vor allem ihre riesigen Stoßzähne gefunden.

Viele Tiere wurden auch von den Jägern der Steinzeit ausgerottet. Die Menschen jagten damals nicht nur das Mammut, sondern auch den Höhlenbären und das Wollnashorn. Die großen Säugetiere wie Elefanten, Kamele und Nashörner waren einst über die ganze Erde verbreitet. Heute leben sie nur noch in Teilen Afrikas und Asiens und sind vom Aussterben bedroht.

Mehr aus Natur & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Natur & Umwelt.

Alle Natur & Umwelt-Artikel
Der Ozean kommt außer Atem: Warum unser größter Klimapuffer schwächelt
Natur & Umwelt

Der Ozean kommt außer Atem: Warum unser größter Klimapuffer schwächelt

29. Oktober 2026

Der Ozean hat fast 30 Prozent des CO2 geschluckt, das wir je emittiert haben – doch durch die Erderwärmung nimmt er bereits sechs Prozent weniger auf als möglich. Was dieser versteckte Kipppunkt für uns bedeutet.

Rechtspersönlichkeit für Ökosysteme: Mar Menor klagt in Spanien
Natur & Umwelt

Rechtspersönlichkeit für Ökosysteme: Mar Menor klagt in Spanien

23. Oktober 2026

Die spanische Lagune Mar Menor hat seit 2022 Rechtspersönlichkeit – als erstes Ökosystem Europas. Felix Aiwanger vom Max-Planck-Institut erklärt, wer künftig klagen könnte und wie Deutschland im internationalen…

Hummelähnliche Insektenart nach 150 Jahren in Frankreich wiederentdeckt
Natur & Umwelt

Hummelähnliche Insektenart nach 150 Jahren in Frankreich wiederentdeckt

21. Oktober 2026

Eine hummelähnliche Insektenart, die seit rund 150 Jahren in Frankreich als verschwunden galt, wurde im Raum Paris erneut gesichtet. Forschende sehen den Fund als Beleg für eine globale Taxonomie-Krise.

Wie die Ölindustrie den Zweifel am Klimawandel erfand
Natur & Umwelt

Wie die Ölindustrie den Zweifel am Klimawandel erfand

19. Oktober 2026

Ein neuer Bericht dokumentiert, wie fossile Konzerne systematisch Desinformation über die menschengemachte Erderwärmung verbreiteten. Klimaforscher Stefan Rahmstorf empfiehlt die Lektüre dringend.

← Zurück zu Natur & UmweltZur Startseite