Das Amphibien-Auto
Die Autos der Zukunft - seit Jahren kommen sie aus England. Es sind die Fahrzeuge des Geheimagenten James Bond 007, die ihrer Zeit immer
voraus sind. Angefangen beim legendären Aston Martin DM 5, der bereits in den 60er Jahren kugelsicher war, und später beim BMW 750 il aus "Der Morgen stirbt nie", der vom Handy ferngesteuert werden konnte. Der BMW Z8 aus "Die Welt ist nicht genug" war bereits mit einem perfekten Navigationssystem ausgestattet und der Aston Martin V12 aus "Stirb an einem anderen Tag" hatte Reifen mit ausfahrbaren Spikes, um auch auf Eis fahren
zu können. Aber keines der Autos von Ingeneur "Q" hatte so viel zu bieten wie der Lotus Esprit aus "Der Spion, der mich liebte". Der konnte nämlich nicht nur schwimmen, er war auch ein Unterwasser-Boot. Kein Wunder also, dass es ein Engländer war, der jüngst ein Schwimmauto konstruiert hat, das neue Maßstäbe setzt. "Aquada" nennt Chefingeneur Neil Jenkins sein Amphibienauto, das auf dem Wasser immerhin über 50 Stundenkilometer schnell ist. Das Besondere an Aquada gegenüber seinen Vorgängern: Seine Reifen falten sich hydraulisch in die Radkästen und so entsteht ein glatter Bootsrumpf, der ein hohes Tempo möglich macht.
Ähnlich wie bei den Wagen der Formel 1 hat das Amphibienauto einen Aluminiumrahmen und eine Fieberglashaut. Das macht ihn stabil und leicht. 100 Exemplare sollen 2004 verkauft werden. Der Stückpreis liegt bei 150.000 englischen Pfund, also rund 220.000 Euro.
Für die meisten Ingeneure, die an Autos von morgen arbeiten, geht es allerdings um etwas Anderes. Autos der Zukunft sollen umweltfreundlich, sparsam und möglichst unfallsicher sein. Und: Ihren Weg sollen diese High-Tech-Fahrzeuge selbst finden - durch ein elektronisches Navigationssystem, gesteuert über GPS-Satellit.
Das Elektro-Auto
Autos mit Strom zu fahren, erscheint auf den ersten Blick als eine viel versprechende Idee. Man spart Benzin, verschmutzt beim Fahren nicht die Luft und ist ungemein leise unterwegs. Doch andererseits muss der Strom zum Fahren durch Kraftwerke erzeugt werden, die eine Menge Abgase erzeugen. Außerdem sind die Batterien sehr schwer und man kann mit ihnen nur rund 100 Kilometer weit fahren. Für den Stadtverkehr, Naturschutzgebiete oder Luftkurorte können Elektro-Autos dennoch zukünftig von Bedeutung sein.
Das Solar-Auto
Seit den 70er Jahren wird daran geforscht, Sonnenergie für den Antrieb von Autos zu nutzen. Die Fahrzeuge mit dem farbig glitzernden Solardach produzieren zwar keine Abgase und Geräusche. Doch aufgrund des heutigen Entwicklungsstandes, müssen sie sehr leicht konstruiert sein und bieten meist nur Platz für eine Person. Autos normalen Zuschnitts mit Sonne zu tanken - das ist noch Zukunftsmusik.
Wasserstoffantrieb und Brennstoffzelle
Den größten Fortschritt für die Autos der Zukunft versprechen sich die Fahrzeugingenieure vom Wasserstoffantrieb und der Brennstoffzelle. Die Vorteile beim Wasserstoffantrieb: Wasserstoff ist als Bestandteil von Wasser unbegrenzt vorhanden und es verbrennt umweltfreundlich, nämlich abgasfrei. Allerdings kostet die Gewinnung von Wasserstoff aus Wasser und Sauerstoff bisher noch zu viel Energie.
Auch bei Brennstoffzellen reicht die Erzeugung von Energie heute noch nicht ganz aus, um Autos anzutreiben.
Der Wasserstoff-Brennstoffzellen-Elektromotor ist für das Auto der Zukunft allerdings wie geschaffen: er ist sauber, günstig und hat sogar für lange Strecken genug Energie. Doch noch sind die Tanks für Wasserstoff zu groß und zu schwer und das Tanken selbst dauert noch viel zu lange - nämlich bis zu einer Stunde.
Die Zukunft hat begonnen
Dennoch hat die Zukunft des Autofahrens bereits begonnen. Schon heute sind PKWs und LKWs mit einem elektronischen Navigationssystem ausgestattet. Ein im Auto installierter kleiner Computer mit Bildschirm zeigt dem Fahrer auf einer elektronischen Karte Weg und Ziel. Das eigene Auto erscheint auf dem Display als wandernden Punkt. Einige dieser Navigationssysteme lotsen den Fahrer sogar per Computerstimme.
In Verbindung mit "GPS", dem "Global Positioning System" steht der Empfänger im Auto über Funk sogar mit Satelliten in Verbindung. Ein Atlas ist nicht mehr nötig - und auch auf Staus weist das Navigationssystem rechtzeitig hin und gibt sogar eine Ausweichstrecke an.
Was die Technik der Zukunft darüber hinaus verspricht, ist Lenken, Bremsen und Federung über elektrische Impulse ("by-wire") und den Einsatz von Abstandsensoren, die wie ein Autopilot im Flugzeug eingesetzt werden und Auffahrunfälle verhindern sollen.

