Barometer Benzinpreis
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Barometer Benzinpreis

Bild: Foto: Markusmachtphotos, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

... eine zweimalige einseitige Senkung der Listenpreise für Erdöl durch die internationalen Erdölkonzerne gewesen war? Diese Preissenkungen durch die Öl-Multis in den Jahren 1959 und 1960 hatten massive Einnahmeverluste für die Förderländer zur Folge. Durch die Regulierung der Fördermengen im Rahmen der OPEC sollten solch gravierende Umsatzverluste für die Mitgliedsländer in Zukunft vermieden werden. Seit 1970 wurden strikte Förderquoten für jedes Mitglied festgelegt.

Wussten Sie schon, dass Auslöser für die Gründung der OPEC ...

... eine zweimalige einseitige Senkung der Listenpreise für Erdöl durch die internationalen Erdölkonzerne gewesen war? Diese Preissenkungen durch die Öl-Multis in den Jahren 1959 und 1960 hatten massive Einnahmeverluste für die Förderländer zur Folge. Durch die Regulierung der Fördermengen im Rahmen der OPEC sollten solch gravierende Umsatzverluste für die Mitgliedsländer in Zukunft vermieden werden. Seit 1970 wurden strikte Förderquoten für jedes Mitglied festgelegt.

Wussten Sie schon, dass Ecuador ...

... eines von zwei südamerikanischen Ländern ist, das zur OPEC gehört? Neben den Gründungsmitgliedern -Venezuela, Saudi Arabien, Irak, Iran und Kuwait - sind inzwischen auch Algerien, Angola, Indonesien, Katar, Libyen, Nigeria und die Vereinigten Arabischen Emirate OPEC-Staaten. Gabun dagegen schied 1994 aus dem Kartell aus. Ecuador war bereits einmal von 1973 bis 1992 OPEC-Mitglied, war jedoch wegen Streitigkeiten um Förderbegrenzungen und Schulden aus der OPEC ausgetreten. 2007 trat das Land wieder als zahlendes Mitglied ein.

Wussten Sie schon, dass die UNO-Stadt Genf ...

.... während der ersten fünf Jahre Sitz der OPEC war? Am 1. September 1965 verlegte die Organisation ihren Weltsitz jedoch nach Wien. Im März 2010 bezog das Kartell ein neues Hauptquartier im ersten Bezirk der österreichischen Hauptstadt. Die 150 Mitarbeiter, darunter 60 Österreicher, hatten auf höhere Sicherheitsstandards gepocht. Die Mietkosten von 1,8 Millionen Euro teilen sich die Stadt Wien sowie das Land Österreich jeweils zur Hälfte.

Wussten Sie schon, dass der OPEC-Hilfefonds ...

... humanitäre Hilfe leistet? Der 1976 ins Leben gerufene "OPEC Fund for International Development" vergibt zinsgünstige Kredite und Zuschüsse an Entwicklungsländer. Ende Juli 2010 betrug die aus dem Fonds geleistete Entwicklungshilfe insgesamt 12,2 Milliarden US-Dollar. 127 Länder aus Afrika, Asien, Lateinamerika, der Karibik, des Mittleren Ostens und Europa haben davon profitiert.

Wussten Sie schon, dass die bisher größte Ölkrise ...

... durch den 4. israelisch-arabischen Krieg im Herbst 1973 ausgelöst wurde? Die Erdöl fördernden arabischen Staaten - auch die nicht unmittelbar am Krieg beteiligten - erhöhten die Ölpreise drastisch, fuhren die Produkion herunter und verhängten einen Lieferboykott gegenüber die pro-israelisch eingestellten USA und Niederlanden. Erstmals kam mit dieser Preisexplosion die mögliche Handelsmacht der Rohstoff exportierenden Länder deutlich zum Ausdruck. Der Lieferboykott wirkte sich auch auf die übrigen westeuropäischen Staaten aus. Die OPEC zog ihrerseits mit ihrer Preispolitik nach: Der Rohölpreis, der 1970 noch 1,40 US-Dollar pro Barrel (= 158,8 Liter) betragen hatte, vervierfachte sich 1973. Die westlichen Ölkonzerne verstanden es, die Verknappung des Ölangebots für sich auszunutzen, und erzielten kräftige Gewinnsteigerungen. Doch besonders die Entwicklungsländer litten unter der drastischen Verteuerung des Rohstoffes: Um ihre Industrieproduktion aufrecht erhalten zu können, mussten sie die Erdölimporte mit immer neuen Krediten finanzieren. In der Bundesrepublik bestand die unmittelbare Reaktion auf die Ölkrise in einer Einschränkung des Energieverbrauchs, in der Verordnung von vier autofreien Sonntagen im November/ Dezember 1973 und in der zeitweisen Einführung von Geschwindigkeitsbeschränkungen (Tempo 100 auf Autobahnen). Schlagartig wurde damit der breiten Öffentlichkeit die Abhängigkeit von den Erdölimporten und die begrenzte Verfügbarkeit des Rohstoffes Öl deutlich. Die Ölkrise war einer der auslösenden Faktoren für die schwerste Wirtschaftskrise seit Kriegsende, von der ab 1973/74 die westlichen Industriestaaten betroffen waren.

Wussten Sie schon, dass ein Terrorkommando ....

... am 21. Dezember 1975 die Kartell-Zentrale in Wien überfallen und eine Konferenz der OPEC gestürmt hat? Das sechsköpfige Terrorkommando unter Leitung des Venezolaners Illich Ramirez Sanchez alias "Carlos" alias "der Schakal" tötete dabei drei Menschen. Die Geiselnehmer erzwangen die Verlesung einer anti-israelischen Erklärung im Rundfunk und konnten Österreich unbehelligt verlassen. Ihre 70 Geiseln, darunter mehrere Ölminister der OPEC-Länder, ließen sie schließlich frei.

Wussten Sie schon, dass der Rohölpreisrekord ...

... im Juli 2008 146 Dollar pro Barrel betrug? Nachdem im Januar 2008 Rezessionsängste auf dem amerikanischen Wirtschaftsmarkt zu einem Crash der US-Aktienmärkte geführt hatten, flüchteten viele Anleger aus dem Dollar in das vermeintlich rezessionssichere Rohöl. Zur Jahresmitte kippte dann aber der Trend. Das überteuerte Öl bremste die Weltwirtschaft. Es setzte ein beispielloser Down-Trend der Ölpreise ein. Als im September zahlreiche amerikanische Banken in die Krise stürtzen, fielen die Ölnotierungen sofort unter die 100 Dollar Marke zurück. Die Bankenkrise machte auch vor Europa und Asien nicht halt. Weltweite Rezessionssorgen gewannen die Oberhand: Die Ölpreise brachen weiter ein. Bis Dezember reduzierten sich die Rohölpreise um 73 Prozent und lagen zum Jahresende bei 40 Dollar por Barrel. Die Rekordpreise für Rohöl hatten die Spritpreise in Deutschland zur Jahresmitte rasant steigen lassen. Im Juni 2008 lag der Durchschnittspreis für Diesel bei 1,53 Euro je Liter. Aus Wut über die unbezahlbaren Spritpreise zündete ein Mann in Frankfurt seinen BWM an. Bei den Treibstoffpreisen könne er sich den Wagen nicht mehr leisten, begründete er die Tat.

Wussten Sie schon, dass über drei Viertel der globalen Erdölreserven....

... auf dem Gebiet der OPEC-Länder liegen? Da sie selbst nur einen relativ geringen Eigenverbrauch haben, werden rund zwei Drittel des OPEC-Öls auf dem Weltmarkt gehandelt. 50,9 Prozent des Weltölexports erfolgten Stand 2005 aus OPEC-Staaten. Wie sich der Einfluss des Rohöl-Kartells auf den Weltmarkt in Zukunft entwickeln wird, ist angesichts des wachsenden Einflusses von Ölförderstaaten wie Nigeria und Russland und die verstärkte Hinwendung der Abnehmerländer zu erneuerbaren Energien nicht vorherzusagen. Der steigende Ölbedarf Chinas und vieler sich entwickelnder Länder spricht jedoch dafür, dass die Macht des Kartell ungebrochen bleibt.

Wussten Sie schon, dass der Ölverbrauch in Deutschland ...

...seit Jahren zurückgeht? 2009 verbrauchten die Deutschen nach Angaben des Mineralölwirtschaftsverbands (MWV) 20,2 Millionen Tonnen Benzin, das waren 3,2 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Nachfrage nach Diesel steigt dagegen stetig an. 2009 wurden 30,9 Millionen Tonnen Diesel verbraucht, das war ein Plus von 3,4 Prozent im Vergleich zu 2008. Laut MWV haben die Deutschen im Jahr 2009 20,5 Millionen Tonnern Heizöl verbraucht und damit 14 Prozent weniger als im Vorjahr.

Dabei lagen die Rohölimporte Deutschlands 2009 bei 98 Millionen Tonnen - ein Minus von 6,8 Prozent. Russland ist das wichtigste der insgesamt 28 Lieferländer: 34,6 Millionen Tonnen des nach Deutschland importierten Rohöls wurden 2009 laut MWV in Russland gewonnen. Während Russland und die GUS-Staaten als Öllieferanten für Deutschland immer wichtiger werden, sinken die Rohöleinfuhren aus den OPEC-Staaten kontinuierlich und decken (Stand 200) mit 19,1 Millionen Tonnen nur noch 20 Prozent des heimischen Bedarfs.

Wussten Sie schon, dass in Strumpfhosen, Inlineskates und DVDs...

... Erdöl steckt? Tatsächlich werden knapp 90 Prozent aller Chemieprodukte, allen voran Kunststoff, aus diesem wandelbaren Rohstoff gewonnen. Aus der ältesten synthetischen Faser, die aus Rohöl gewonnen wird, dem Polyamid, werden zum Beispiel Strumpfhosen hergestellt. Aus dem stoßfesten Kunsttoff Polyethylen lassen sich hingegen Butterbrotdosen oder Computergehäuse herstellen, während in CDs und DVDs, aber auch in Schutzhelmen, Visieren und Spielzeugen der farblose Kunststoff Polycarbonat verarbeitet ist. Das Destillationsprodukt Bitumen dagegen wird nach Beimischung von Mineralien und anderen Füllstoffen zu Asphalt.

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