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Besuch am Jupiter: Raumsonde Juno erreicht den Gasriesen
Bildquelle nicht angegeben
Natur & Umwelt

Besuch am Jupiter: Raumsonde Juno erreicht den Gasriesen

Doch so prominent der Jupiter am Himmel ist, so rätselhaft ist er noch immer. Obwohl die NASA-Raumsonde Galileo ab 1995 mehrere Jahre lang Bilder und Daten vom Gasriesen und seinen Monden zur Erde schickte, ließen diese viele Fragen offen. Woher nimmt der so weit von der Sonne entfernte Planet beispielsweise seine…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Natur & Umwelt
Artikelbild

NASA / JPL-Caltech

Erster Besuch nach rund 20 Jahren

Doch so prominent der Jupiter am Himmel ist, so rätselhaft ist er noch immer. Obwohl die NASA-Raumsonde Galileo ab 1995 mehrere Jahre lang Bilder und Daten vom Gasriesen und seinen Monden zur Erde schickte, ließen diese viele Fragen offen. Woher nimmt der so weit von der Sonne entfernte Planet beispielsweise seine Wärme? Was treibt die Stürme in seiner Atmosphäre an? Besitzt er überhaupt einen festen Kern im Zentrum? Und wie erzeugt der Gasriese sein enormes Magnetfeld?

All dies soll nun die NASA-Raumsonde Juno klären. Ihr Name ist dabei Programm: In der römischen Mythologie war Juno die Gemahlin des Jupiter und der Sage nach die einzige, die den Nebel durchschauen konnte, mit dem sich Jupiter gerne bei seinen Seitensprüngen und Streichen verhüllte. Um daran zu erinnern, hat die Raumsonde Juno drei winzige Lego-Figuren mit an Bord: eine vom Göttervater Jupiter, eine von Juno und eine vom Astronomen Galileo Galilei, der die vier großen Monde entdeckte.

Artikelbild

NASA / JPL-Caltech / LEGO

Während ihres mindestens eineinhalb Jahre dauernden Besuchs am Jupiter soll die Raumsonde die Zusammensetzung und Struktur der Atmosphäre bis tief unterhalb der Wolkendecke bestimmen, den inneren Aufbau des Gasplaneten durchleuchten und sein Magnetfeld untersuchen. Ihre Daten könnten so das Wissen über die größte und stärkste Magnetosphäre unseres Sonnensystems erweitern.

Als wissenschaftliche Nutzlast trägt Juno ein Mikrowellen-Radiometer, mit dem sie Bewegungen und Struktur der Gase in der Jupiteratmosphäre kartieren kann. Auch die dort vorkommenden Elemente und Moleküle kann dieses Gerät bestimmen. Mit einem UV- und Infrarot-Spektrograph analysiert sie die obere Atmosphäre. Um das Magnetfeld und die Polarlichter des Jupiter zu untersuchen, nutzt Juno ein Magnetometer, spezielle Teilchendetektoren und eine Thermokamera. Natürlich ist auch eine normale Kamera mit an Bord, die faszinierende Nahaufnahmen der Jupiterwolken und -stürme liefern wird.

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