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Brennwerttechnik und wie sie funktioniert
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Technik & Mobilität

Brennwerttechnik und wie sie funktioniert

Brennwerttechnik ist im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen sehr effizient. Sie holt aus dem Brennstoff das Optimum an Energie heraus, maximiert den Energieertrag und schont damit letztendlich die Umwelt. Sie bietet Nutzern ökologische und zugleich wirtschaftliche Vorteile. Sie können bei maximalem Wohn- und…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
4 Minuten
Rubrik
Technik & Mobilität
Artikelbild

pixabay, Seregas (CC0)

Brennwerttechnik ist im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen sehr effizient. Sie holt aus dem Brennstoff das Optimum an Energie heraus, maximiert den Energieertrag und schont damit letztendlich die Umwelt. Sie bietet Nutzern ökologische und zugleich wirtschaftliche Vorteile. Sie können bei maximalem Wohn- und Warmwasserkomfort bis zu 15 Prozent der Energiekosten und der Emissionen einsparen.

Der Grund: Der Brenner gewinnt die Wärme nicht nur aus der eingesetzten Energie, sondern auch aus den Abgasen, die bei der Verbrennung entstehen.

Artikelbild

pixabay, Free-Photos (CC0)

Bei der Brennwerttechnik handelt es sich um eine effizientere Methode, die mehr Heizwärme aus Brennstoff produziert. Die Vorteile sind beachtlich: Der Brennwerteffekt macht sich bei der Verwendung von fossilen Energieträgern wie Heizöl und Erdgas besonders stark bemerkbar. Die Wärmeerzeugung ist zuverlässiger und effizienter als mit anderen Technologien. Ein Vergleich zwischen einer älteren Heizanlage und der Brennwerttechnologie zeigt: Nutzer können rund 30 Prozent Energie sparen. Durch den hohen Nutzungsgrad reduzieren sich die CO2-Emissionen drastisch, was der Umwelt nachhaltig zugutekommt. Sie lässt sich optimal mit regenerativen Energien kombinieren.

Nachteile hat die Brennwerttechnik nicht viele. Allerdings ist es beim Tausch einer alten Heizanlage meistens notwendig, auch gleich den Schornstein zu sanieren. Denn die Brennwerttechnik stellt ganz andere Anforderungen an den Rauchabzug. Rußbeständigkeit und Feuchteunempfindlichkeit müssen hier ebenso berücksichtigt werden, wie die Säurebeständigkeit. Denn der Schwefelsäuregehalt des Abgases wird durch Brennwerttechnik deutlich erhöht. Speziell hierfür wurden Keramik- und Kunststoffrohre entwickelt, die den Anforderungen am besten gerecht werden und eine sehr hohe Lebensdauer besitzen. In der Regel kann das Rohr von einem Fachmann in den bereits existierenden Schornstein eingebaut werden.

Macht Gas oder Öl einen Unterschied?

Hohe Abgasverluste gibt es dank der Brennwerttechnik nicht mehr. Gasheizungen nutzen die verfügbare Energie maximal aus. Gasthermen erzeugen das benötigte Heizwasser auf engstem Raum, was ein großer Vorteil ist. Sie sind dadurch bestens auch für eine kleine Wohnung geeignet, da sie sich beispielsweise in der Küche oder einer Nische installieren lassen. Außerdem sind sie sehr leicht zu bedienen und haben eine stufenlose Regelung. Für diejenigen die sich nicht sicher ist, ob sie ihre Heizung erneuern sollten, hat Thermondo alles zur Gastherme in einer Übersicht gesammelt.

Die Alternative zu Gasheizungen sind Ölheizungen. Sie gelten als leise, energieeffizient und sehr leicht zu bedienen. Sie arbeiten zuverlässig und lassen sich schnell und einfach warten. Der Nutzungsgrad eines Ölbrennwertkessels erreicht bis zu 104 Prozent. Ein Schornstein ist nicht mehr notwendig. Eine einfache Abgasleitung ist vollkommen ausreichend. Zwar mögen die Investitionskosten ungefähr gleich ausfallen, aber Heizen mit Gas gilt bei 6,27 Cent pro Kilowattstunde noch immer günstiger als Heizöl mit 6,77 Cent pro Kilowattstunde.

Allerdings ist damit zu rechnen, dass die Energiepreise weiterhin steigen, so das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) auf seiner Internetseite deutschland-machts-effizient.de. Um die Anlage noch wirtschaftlicher zu machen, ist die Kombination mit einer Solarthermie-Anlage zur Unterstützung eine echte Alternative, um langfristig Geld und CO2 einzusparen.

Unter welchen Voraussetzungen lässt sich die Brennwerttechnik nutzen?

Die Brennwerttechnik kann den hohen Wirkungsgrad nur erreichen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Es muss gewährleistet sein, dass das Wasser in den Abgasen auch wirklich kondensiert. Erst dann kann die in den Abgasen verborgene Energie frei werden und ist nutzbar. Eine weitere Voraussetzung ist eine niedrige Rücklauftemperatur von 50 bis 55 Grad Celsius. Diese Temperatur lässt sich leicht durch den Einsatz einer Flächenheizung, wie Wand- oder Fußbodenheizung, oder den Einsatz eines großen Heizkörpers erreichen.

Ein Ölbrennwertkessel muss in einem speziellen Raum für Kessel stehen und die Kondensat-Ableitung muss gewährleistet sein. Das heißt, der Kessel braucht unbedingt einen Abfluss. Mit einer Schornsteinsanierung wird die Abgasanlage überdruckdicht und zugleich unempfindlich gegenüber Feuchtigkeit.

Brennwerttechnik für alte Gebäude

Die Brennwerttechnik ist nicht nur in gut gedämmten neuen Häusern lohnenswert, sondern auch in Altbauten. Der Austausch einer alten Heizanlage ist immer empfehlenswert und trägt dazu bei, die Heizkosten zu senken. Im Bestandsgebäude muss lediglich ein Öltank oder ein Gasanschluss zur Verfügung stehen, um die Investitionskosten durch die vorhandene Infrastruktur niedrig zu halten. Eine gute Dämmung ist ebenfalls wichtig, um die Heizkosten weiter zu senken. Denn eine energetische Gebäudesanierung kann den Wärmebedarf stark reduzieren.

Staatliche Förderung für die umweltverträgliche Heiztechnik

Für Brennwerttechnologie gibt es Fördermittel vom Staat. Hauseigentümer können bei verschiedenen Stellen Fördermittel beantragen. So hat das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) einen Plan aufgelegt, der eine klimafreundliche Solarthermieanlage zusätzliche fördert, und im Detail unter bafa.de nachzulesen ist. Auch mit den Kommunen und den Stadtwerken können Hauseigentümer rechnen. Sie bieten ebenfalls Fördermittel an.

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