Dazu suchen Carrotmob-Aktivisten Ladenbesitzer, die bereit sind, einen bestimmten Anteil ihrer Einnahmen in die energetische Sanierung ihres Betriebs zu investieren. Den Zuschlag erhält der Höchstbietende. Die Aktivisten rühren dann die Werbetrommel und rufen dazu auf, an einem bestimmten Zeitpunkt in eben diesem Geschäft etwas einzukaufen. Durch einen Carrotmob hat der Ladenbesitzer die Chance, sein Image aufzupolieren, seinen Bekanntheitsgrad zu erhöhen, seinen Umsatz zu steigern und sein Geschäft klimafreundlicher zu gestalten.
Ein Carrotmob funktioniert also wie ein umgekehrter Boykott. Statt einen Unternehmer durch Nichtkonsum zu schädigen, werden ausgewählte Geschäftsbetreiber für ihr Umwelt-Engagement durch erhöhten Konsum belohnt. "Klima sucht Schutz", eine Kampagne des Bundesumweltministeriums, der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) und lokale Gruppen stellen dafür eigene Energieberater. Diese ermitteln gemeinsam mit den teilnehmenden Unternehmern mögliche Energiesparpotenziale in den Geschäften.




