Wie wird ein Rettungsschwimmer ausgebildet?
Beim Training geht es vor allem um Ausdauerschwimmen und Tauchen. Gelernt werden aber auch Abwehrgriffe, weil sich Schwimmer in Panik meist an ihren Retter klammern, und Abschleppgriffe, wenn das Opfer schließlich an Land gebracht werden muss. Darüber hinaus gehört auch noch der SAN A Schein dazu. Das ist eine Ausbildung zum Sanitätshelfer und geht über die Inhalte eines Erste-Hilfe-Lehrgangs noch hinaus.
Welche Maßnahmen werden ergriffen, wenn ein Schwimmer bewusstlos aus dem Wasser geborgen wird?
Nach dem Überprüfen der Vitalfunktionen - also Bewusstsein, Atmung und Kreislauf - leistet der Rettungsschwimmer die entsprechende Erste Hilfe. Ein Beispiel ist eine Herz-Lungen-Wiederbelebung.
Ausrüstung, Tipps und typische Fehler von Badegästen
- Zur festen Ausrüstung eines Rettungsschwimmers gehört eine rote Boje. Daran kann sich der Schwimmer bei einer Rettungsaktion festklammern, um nicht seinen eigenen Retter in Gefahr zu bringen. Eine gelbe Trage – das Spine-Board – ist ein schwimmfähiges Rettungsbrett. Es wird allerdings nur im Einsatz zu zweit verwendet.
- Trotz der Warnungen cremen sich noch immer viele Badegäste nicht ein und bleiben viel zu lange in der Sonne. Manche schlafen am Strand ein. Ein Sonnenbrand, manchmal auch einen Sonnenstich oder sogar einen Hitzeschlag ist häufig die Folge.
- Dass man nicht in unbekannte Gewässer springen soll, ist eine alte Baderegel. Dennoch wird sie von vielen Badegästen missachtet. Sie springen von Bootsanlegern, klettern auf Steinmolen oder tauchen unter Booten und Dampfern hindurch. Dieses leichtsinnige Verhalten ist natürlich absolut verboten.
- Die Selbstüberschätzung von Badegästen ist grundsätzlich ein bekanntes Phänomen für einen Rettungsschwimmer. Daher die Warnung: Die Entfernungen auf dem Wasser sind schwer abzuschätzen. Im Meer, wo immer wenigstens ein bisschen Wellengang oder Brandung herrscht, ist es viel anstrengender zu schwimmen als im Freibad.
- Und noch eine alte Baderegel: Nach einer Mahlzeit sollte man eine Stunde warten, bevor es wieder in die Fluten geht.
Voraussetzungen für einen Einsatz als Rettungsschwimmer
Wer in Deutschland als ehrenamtlicher Rettungsschwimmer arbeiten möchte, muss die Prüfung zum Deutschen Rettungsschwimmabzeichen (DRSA) abgelegt haben. Das DRSA gibt es in den Stufen Bronze, Silber und Gold. Für den Wach-Einsatz an der Küste benötigt ein Rettungsschwimmer mindestens das Abzeichen in Silber. Weiter muss er einen Erste-Hilfe-Ausweis nach § 8b STVZO besitzen. Damit ist er ausgebildet, Personen aus Notlagen im und am Wasser zu befreien und die medizinische Erstversorgung durchzuführen.


