Delfine - verspielte Akrobaten
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Delfine - verspielte Akrobaten

Bild: Foto: Bärbel Miemietz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Delfine bilden eine große Familie mit 26 Arten, von denen eine in Gestalt des Fernsehdelfins "Flipper" geradezu Berühmtheit erlangt hat. Das ist der Große Tümmler. Er gehört zur Ordnung Wale und ist ein Säugetier. Er ist auch der typische Delfin der Delfinarien, da er verhältnismäßig leicht gehalten werden kann.

Merkmale: Tümmler werden 1,9-4 m lang und bis zu 650 kg schwer. Oberseits sind sie gewöhnlich schwarz, bläulich oder grau gefärbt, die Bauchseite ist heller. Charakteristisch ist die kurze, rundliche und gut abgesetzte Schnauze. 20-26 Zähne stehen in jeder Kieferhälfte und weisen den Tümmler als Zahnwal aus.

Verbreitung und Lebensraum: Tümmler bewohnen die gemäßigt kalten bis tropischen Meere, und zwar sowohl die Küstenbereiche als auch die Hochsee. Sie sind im Mittelmeer und Schwarzen Meer verbreitet sowie im Atlantik von der Nordsee bis Südargentinien und Südafrika. Sie kommen an den Küsten des Indischen Ozeans von Südostasien bis Nordjapan und an den australischen Küsten vor sowie rings um Neuseeland und entlang der Pazifikküste von Kalifornien bis Chile. Über die Verbreitung auf hoher See ist sehr viel weniger bekannt.

Lebensweise: Tümmler leben gesellig in Schulen von weniger als hundert bis zu mehreren hundert Tieren aller Altersstufen zusammen. Ihr sozialer Zusammenhalt ist stark ausgeprägt. So verfügen sie über eine Vielzahl von Ausdrucksbewegungen und Lautäußerungen, mit denen sie sich verständigen. Zärtlicher Körperkontakt zwischen Mutter und Kind und auch zwischen Erwachsenen spielt eine große Rolle. Verletzte Artgenossen und Neugeborene werden behutsam mit der Schnauze an die Wasseroberfläche getragen, damit sie Luft holen können und nicht ertrinken.

Tümmler sind kraftvolle Schwimmer, die man manchmalspielerisch auf den Bugwellen von Schiffen reiten sehen kann und die immer wieder - wie es scheint aus purer Lebensfreude - mehrere Meter aus dem Wasser schnellen.

In Gefangenschaft erweisen sich Tümmler als spielfreudig und lernfähig. Schnell haben sie ihre Dressuraufgaben "begriffen".

Nahrung: Tümmler ernähren sich von Fischen, Kalmaren und Kraken, wobei sie zu gemeinsamer, koordinierter Jagd fähig sind.

Fortpflanzung: Männliche Tümmler werden mit 10-13 Jahren geschlechtsreif, weibliche Tiere mit 9-10 Jahren. Nach 12 Monaten Tragzeit bringen Tümmler im Frühjahr oder Sommer ein etwa 1 m langes und 30 kg schweres Junges mit der Schwanzflosse voran zur Welt. Es wird bis zu 18 Monate lang gesäugt. Nur etwa alle 2-3 Jahre gibt es bei den Tümmlern Nachwuchs.

Häufigkeit: Mit Ausnahme einiger bejagter Populationen scheinen Tümmler in ihrem Verbreitungsgebiet häufig vorzukommen.Gejagt werden Tümmler zu Nahrungszwecken und von Fischern, die in ihnen Nahrungskonkurrenten sehen. Eine gewisse Bedeutung für den Bestand einzelner Populationen haben unbeabsichtigte Fänge in den Reusennetzen der Küstenfischer.

Arten: Zur Familie der Delfine gehört auch der Gewöhnliche Delfin (Delphinus delphis), der Delfin des klassischen Altertums, der auf zahlreichen antiken Darstellungen abgebildet ist. Er hat Ähnlichkeit mit dem Tümmler, weist aber auf den Flanken eine sanduhrförmige Zeichnung mit einem cremefarbenen Fleck auf. Gewöhnliche Delfine leben in tropischen und gemäßigt warmen Gewässern, vielfach kommen sie neben dem Tümmler vor. Auch der Amazonas-Sotalia (Sotalia fluviatilis), der große Flüsse und flache Küstengewässer im nordöstlichen Südamerika bewohnt, gehört zu dieser Familie ebenso wie der Schlankdelfin (Stenella attenuata), der Ostpazifische Delfin (Stenella longirostris), der Weissseitendelfin (Lagenorhynchus acutus), der Weißschnauzendelfin (Lagenorhynchus albirostris) und der Rundkopfdelfin (Grampus griseus), um nur einige Vertreter diese großen Familie zu nennen.

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