Der Cocktailparty-Effekt
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Der Cocktailparty-Effekt

Bild: Foto: Gras-Ober, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Menschen haben die Fähigkeit, sich selektiv auf etwas zu konzentrieren und Störgeräusche um sich herum auszublenden. Besonders auffällig ist dies beim sogennanten Cocktailparty-Effekt.

Die Aufmerksamkeit des Menschen ist beschränkt. Man kann nur eine bestimmte Anzahl von Dingen gleichzeitig wahrnehmen, für die übrigen ist man im gleichen Moment „blind“. So übersehen wir zum Beispiel vieles um uns herum, wenn unsere Aufmerksamkeit auf eine bestimmte Aufgabe gerichtet ist. Dies zeigt sich eindrucksvoll in einer US-amerikanischen Studie: Hier sahen die Versuchsteilnehmer einen kurzen Videofilm, in dem die Spieler zweier Teams einen Basketball hin und her warfen. Es sollten nun die Ballwechsel des einen Teams gezählt werden. Dabei übersah die Hälfte der Teilnehmer einen Gorilla, der deutlich sichtbar durch das Bild lief. Diesen Effekt bezeichnen Psychologen auch als Unaufmerksamkeitsblindheit.

Geschickte Ablenkungsmanöver

Ein verwandtes Phänomen ist die so genannte Veränderungsblindheit. Diese besagt, dass wir – oft überraschend große – Veränderungen übersehen, wenn wir für kurze Zeit abgelenkt sind. So fiel 75 Prozent der Teilnehmer in einer anderen Studie nicht auf, dass der Hauptdarsteller eines kurzen Films nach einem Szenenwechsel eine gänzlich andere Person war. Bereits eine kurze Ablenkung kann dazu führen, dass uns die Veränderung entgeht – zum Beispiel, wenn wir einen Moment lang wegschauen oder wenn eine Person für kurze Zeit verdeckt ist. Die meisten Menschen sind sich dieser Einschränkungen selbst gar nicht bewusst – die Mehrheit ist überzeugt, dass sie einen so auffälligen Reiz wie einen Gorilla im Bild oder einen Wechsel des Schauspielers höchstwahrscheinlich bemerken würde. Zauberer machen sich diese psychologischen Besonderheiten geschickt zunutze, um die Aufmerksamkeit ihrer Zuschauer auf einen bestimmten, zumeist unwichtigen Aspekt ihres Handelns zu lenken. Sie schwenken zum Beispiel mit der einen Hand effektvoll ein Tuch hin und her, während sie mit der anderen unbemerkt einen Gegenstand verschwinden lassen.

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