Der Dieselmotor
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Der Dieselmotor

Bild: Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Hätte Rudolf Diesel, der Erfinder des Dieselmotors, ahnen können, dass sein Name heute mehr in aller Munde ist als zu seiner Zeit? Wie ist es um die Zukunft des Kraftstoffs Diesel bestellt?

Am 23.2.1893 erhält der Ingenieur Rudolf Diesel (1858-1913) das Patent auf den wirtschaftlichsten Verbrennungsmotor überhaupt. Der Dieselmotor findet bald millionenfach im Kraftfahrzeug- und Schiffsverkehr, in der Schwerindustrie sowie in Maschinen unterschiedlichster Art als stationäres Strom-Aggregat Verwendung.

Dem neuen Motortyp liegt das Prinzip der “Selbstzündung“ zugrunde: Im Zylinder wird die angesaugte Luft durch den Kolben so hoch verdichtet (bis zu 50 bar) und dadurch erhitzt (etwa 800 °C), dass sich der eingespritzte Kraftstoff von selbst entzündet. Dann steigen Druck und Termperatur im Brennraum, der Kolben wird nach unten getrieben und leistet Arbeit.

Im März nimmt Rudolf Diesel in der Maschinenfabrik Augsburg mit finanzieller Unterstützung von der Firma Krupp die Entwicklungsarbeit an dem neuen Motortyp auf. Nach zahlreichen Fehlschlägen ist der Motor 1897 endlich betriebsreif und geht darauf international in Serie. 1908 werden die ersten Lastwagen-, Lokomotiven- und Kleindieselmotoren gebaut.

Konkurrenz zwischen den Antriebsarten

Mit der Erfindung Rudolf Diesels kommt der “Wettlauf der Motoren“ zu Anfang des 20. Jahrhunderts erst richtig in Schwung, nachdem die Gasmaschinen bereits durch die Entwicklung der Ottomotoren ins Abseits gedrängt wurden. Nach der Ausweitung des Energienetzes setzen sich die Elektromotoren durch und werden zu einer Konkurrenz für die Verbrennungsmaschinen.

Elektromotoren

Ihre Wirkungsweise beruht darauf, dass Magnetfelder infolge Induktion auf elektrische Ströme Kräfte ausüben. Daraus ergeben sich Beschränkungen: Wechselstrommotoren arbeiten meist mit konstanter Umdrehungszahl. In Fällen, wo ein Betrieb mit variabler Geschwindigkeit notwendig ist, z.B. in Fahrzeugen, müssen Gleichstromotoren zur Anwendung kommen.

Große Aggregate erzielen ausgezeichnete Wirkungsgrade bis zu 95%. Allerdings ist die Belastbarkeit bei Dauerbetrieb durch die hohe Erwärmung begrenzt.

Ottomotoren

Vorteile dieser von Nikolaus August Otto erfundenen Benzinmotoren sind zum einen die einfache Konstruktion, zum anderen die Möglichkeit, kurzfristig und aus dem Stand sehr hohe Umdrehungszahlen bei nur geringem Gewicht zu erzielen.

Derartige Aggregate eignen sich als Antrieb für Kraftfahrzeuge, weil sie mit nahezu beliebiger Leistung als leichte Zwei- oder Viertakter preisgünstig gebaut werden können.

Dieselmotoren

Sie arbeiten zumeist nach dem Viertakt-Verfahren, sehr kleine und sehr große Ausführungen auch als Zweitakter. Die Leistungen reichen dabei vom Kleinstmotor mit 0,5 PS bis zum schweren Schiffsdieselmotor mit bis zu 50 000 PS.

Die Vorteile des Dieselmotors gegenüber dem Benzinmotor sind der erheblich höhere Wirkungsgrad , der weit geringere Treibstoffverbrauch sowie die Verwendung preiswerter und kaum zur Explosion neigender Kraftstoffe wie Roh- bzw. Schweröl. Praktisch am Dieselmotor ist auch der Verzicht auf die komplizierte Zündanlage des Ottomotors.

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