Der Flug des Adlers
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Der Flug des Adlers

Bild: Foto: Valtingojer, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Bereits Tage vor dem geplanten Starttermin strömen zahlreiche Besucher in die nähere Umgebung des Abschussgeländes von Kap Kennedy. Im Umkreis von 100 km sind die Hotelzimmer schon seit Monaten ausgebucht. Mehr als eine Million Menschen kommen schließlich, um den Start des Mondfluges aus der Nähe zu erleben. Über 500 Millionen Menschen verfolgen das Ereignis vor dem Fernsehgerät.

Bereits Tage vor dem geplanten Starttermin strömen zahlreiche Besucher in die nähere Umgebung des Abschussgeländes von Kap Kennedy. Im Umkreis von 100 km sind die Hotelzimmer schon seit Monaten ausgebucht. Mehr als eine Million Menschen kommen schließlich, um den Start des Mondfluges aus der Nähe zu erleben. Über 500 Millionen Menschen verfolgen das Ereignis vor dem Fernsehgerät.

Der Flug von "Apollo 11" ist der Höhepunkt des seit acht Jahren laufenden Mondlandeprogramms der USA. Am 25. Mai 1961 hatte der damalige US-Präsident John F. Kennedy in einer Rede vor dem Kongress die Nation zu verstärkten Anstrengungen aufgerufen, damit noch vor Ablauf des Jahrzehnts Menschen auf dem Mond landen könnten. Die USA standen damals unter dem Schock des erfolgreichen sowjetischen Raumfahrtunternehmens "Wostok 1". Am 12. April 1961 war es der Sowjetunion überraschend gelungen, mit Juri A. Gagarin den ersten Menschen ins Weltall zu befördern. Bei einer Flugzeit von einer Stunde und 48 Minuten vollzog er mit seinem Raumschiff eine Erdumkreisung.

Das Apollo-Programm

Die USA führten ab 1966 verschiedene Erprobungsflüge mit Raumschiffen der "Apollo"-Serie durch. Mit "Apollo 5" kam 1968 erstmals die Mondlandefähre zum Einsatz. Am 27. Januar geriet bei einem Test ein Raumschiff in Brand, was drei Astronauten das Leben kostete. Erst im Oktober 1968 gelang mit "Apollo 7" der erste bemannte Flug im Apollo-Programm. "Apollo 8" mit den Astronauten Frank Bormann, William Anders und James A. Lovell an Bord umkreiste am 24. Dezember 1968 zum ersten Mal den Mond. Bei der am 3. März gestarteten "Apollo 9"-Mission wurde vor allem die Mondlandefähre intensiv erprobt. Am 18. Mai 1969 schließlich absolvierten die Astronauten Eugene Cernan, John Young und Thomas Stafford mit "Apollo 10" die Generalprobe für die Mondlandung.

Der Flugplan

Die ersten Vorbereitungen für das Mondlandeunternehmen begannen im Januar 1969. Aus 50 Astronauten wählte die NASA die dreiköpfige Besatzung aus. Für die Ersatzmannschaft wurden James A. Lovell, William Anders und Fred Haise bestimmt. Am 19. Januar trafen die ersten Bauteile des Raumschiffs auf dem Montagegelände von Kap Kennedy ein. In den folgenden Wochen wurden die Trägerraketen, die Kapsel und die Landefähre montiert. Am 27. März gab die NASA den 16. Juli als Starttermin bekannt. Die Besatzung probte währenddessen intensiv jede Phase des bevorstehenden Fluges und der Landung. So übten Armstrong und Aldrin beispielsweise die Arbeit auf dem Mond in einem Wassertank. Auf diese Weise konnte die geringe Schwerkraft, die auf dem Mond herrscht, simuliert werden. Am 5. Juli fand eine letzte Pressekonferenz statt. Die Astronauten waren dabei in einem Plastikzelt vor einem direkten Kontakt mit den Journalisten geschützt, um möglichen Ansteckungen vorzubeugen. Während der Pressekonferenz wurden die Namen der Raumfähre und des Mutterschiffs bekanntgegeben: "Eagle" (Adler) und "Columbia".

Wenige Stunden vor dem Start wurden die Tanks der Trägerrakete mit ca. dreieinhalb Millionen Liter Treibstoff gefüllt. Für die gesamte "Apollo-11"-Mission werden Kosten in Höhe von ca. 350 Millionen Dollar veranschlagt. Als größter Posten schlägt dabei die Saturn-V-Trägerrakete mit 185 Millionen Dollar (740 Mio. DM) zu Buche.

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