Wendiger Summvogel
Doch nicht nur seine Schnelligkeit ist bemerkenswert, auch seine enorme Wendigkeit: Der Kolibri kann auf der Stelle fliegen, aber auch vor- und rückwärts, seitwärts, auf- und abwärts. Seine Flügelbewegungen malen dabei eine liegende acht. Die Flügel selbst bleiben allerdings steif; sie werden über ein Kugelgelenk in der Schulter gekreist. Die hohe Frequenz des Flügelschlags verursacht ein summendes Geräusch. Diesem verdankt der Kolibri den Beinamen "Summvogel".
Vielfraß und Leichtgewicht
Der Schwirrflug ist zwar wunderschön anzusehen, kostet den Vogel aber enorm viel Energie, so dass er ständig Nahrung aufnehmen muss. Seine Fähigkeit, auf der Stelle zu fliegen, kommt ihm dabei zugute. Er kann im Flug seinen langen Schnabel in eine frei hängende Blüte stecken und mit seiner langen Zunge den Nektar sowie kleinere Insekten aufnehmen.
Kolibris sind echte Leichtgewichte. Sie bringen zwischen 2 und 20 Gramm auf die Waage. Dafür sind sie umso größere Esser und vertilgen täglich ungefähr das zweifache ihres eigenen Körpergewichts.
Nachts kommt ihr Stoffwechsel zur Ruhe. Dafür kühlt ihr Körper auf 10° Celsius ab, die Atmung setzt zum Teil aus. Das nennt man auch Torpor, ein Phänomen zur Regulierung des Energiehaushalts, das mit einer Kältestarre zu vergleichen ist.
Doppelrekordler
Die Bienenelfe als kleinste Kolibri-Art hält sogar einen Doppelrekord: Sie ist mit 2 Gramm Körpergewicht und einer Größe von knapp 7 Zentimetern (gemessen von der Schnabelspitze bis zum Schwanzende) der kleinste Vogel auf der Erde.
Über den Globus verteilt
Insgesamt gehören mehr als 300 Arten zu der Familie der Kolibris. Sie leben ausschließlich in freier Wildbahn, und das auch nur in Amerika, von Alaska im Norden bis nach Feuerland im Süden.

