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Der Sternenhimmel im Mai
Bildquelle nicht angegeben
Natur & Umwelt

Der Sternenhimmel im Mai

Im Mai ist auch am Himmel der Frühling voll ausgebrochen: Deutlich ist nun das Frühlings-Dreieck aus drei hellen Sternen zu sehen. Unter den Planeten nimmt in diesem Monat der Saturn die Starrolle ein. Er steht in Opposition und ist daher besonders hell. Aber auch der Merkur ist momentan gut sichtbar.
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Natur & Umwelt

Der Star des Monats: Ringplanet Saturn

Artikelbild

Im Mai verlieren Mars und Jupiter, die in den letzten beiden Monaten den Nachthimmel dominierten, allmählich an Helligkeit. Dafür hat der Ringplanet Saturn nun einen prominenten Auftritt. Er steht am 10. Mai in Opposition – also von uns aus gesehen genau der Sonne entgegengesetzt. Am Nachthimmel findet er sich in der ersten Maihälfte noch im Sternbild Waage. Dieses liegt unterhalb des Fuhrmanns und östlich der Jungfrau. Mitte Mai wandert der gelblich leuchtende Saturn dann hinüber in das Sternbild Jungfrau und steht dann neben dem hellen Stern Spica.

Mit einen Fernglas kann man zurzeit sogar den größten Mond des Saturn, den Titan, mit einer Magnitude von 8,2 entdecken. Um die Ringe des Planeten auszumachen, benötigt man ein Teleskop mit einer Vergrößerung von mindestens dem 25-Fachen. Dann aber bieten sie einen großartigen Anblick, weil sie im Moment leicht gegenüber unserer Sichtachse gekippt sind. Sogar die große Cassini-Lücke zwischen den A- und B-Ringen ist dann sichtbar.

Merkur und ein kleiner Komet

Artikelbild

Im Mai ist auch der Merkur gut am Abendhimmel zu sehen. Der innerste Planet ist kurz nach Sonnenuntergang knapp über dem westlichen Horizont zu sehen. Hilfe beim Auffinden des Planeten geben der Planet Jupiter und der Stern Capella: Beide stehen fast in einer Linie, der Merkur steht mittig darunter und bildet mit ihnen fast ein gleichschenkeliges Dreieck.

Am 25. Mai erreicht der Merkur seinen höchsten Stand über den Horizont – rund 15 Grad bei Sonnenuntergang und immerhin noch 10 Grad bei Ende der Dämmerung. Am 30. Mai lohnt ein Treffen von Merkur und Mond einen Blick in den Abendhimmel: Etwa eine Stunde nach Sonnenuntergang steht der innerste Planet direkt neben der schmalen Mondsichel. Beide sind knapp über dem nordwestlichen Horizont zu sehen.

Im Mai passiert der Komet C/20112 K1 (Pan STARRS) unser Sichtfeld. Ab Mitte Mai ist er als schwach leuchtender Lichtpunkt per Fernglas oder Teleskop im Sternbild Großer Bär zu sehen. Am 18. und 19. liegt er dabei nahe am Stern Chi Ursa majoris, dieser bildet das Hinterteil des Bären. Blickt man zum Großen Wagen auf, der ein Teil des Bären ist, dann liegt Chi Ursa majoris etwas unterhalb der Vorderachse. Bis Ende Mai wandert der Komet weiter zum nächsten Stern, Psi Ursa majoris.

Das Frühlingsdreieck und die Nördliche Krone

Bei den Sternen hat sich inzwischen einiges getan. Die großen Wintersternbilder sind fast alle aus unserem Blickfeld gewandert, nur noch Zwillinge, Fuhrmann und Kleiner Hund stehen knapp über dem Nordwest-Horizont. Dafür ist jetzt das Frühlingsdreieck gut sichtbar:  Kurz nach Sonnenuntergang bilden die hellen Sterne Regulus im Löwen, Arkturus im Bärenhüter und Spica in der Jungfrau dieses große Dreieck am Südhimmel. Der Arkturus ist besonders gut zu erkennen, der er ist einer der hellsten Sternen am Abendhimmel und leuchtet zudem rötlich.

Das Sternbild Löwe ist noch immer gut hoch am südlichen Himmel zu sehen. Im Osten steht direkt neben dem Bärenhüter die Nördliche Krone, ein kleines, aber sehr prägnantes und schönes Frühlings-Sternbild. Sie besteht aus einer Reihe von eng stehenden Sternen, die einen halbmondförmigen Bogen bilden. Er ähnelt einer Krone oder einer Kette mit funkelnden Diamanten. Hilfe beim Finden gibt auch der Große Wagen: Seine Deichsel zeigt in Richtung der Nördlichen Krone.

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