Der Sturm als Jungbrunnen
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Der Sturm als Jungbrunnen

Bild: Foto: Patrick Dobler, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons

Die Windböen auf dem Wendelstein in Bayern erreichten 202 Stundenkilometer. Auf dem Harzer Brocken pustete es mit 198 Stundenkilometern. Eine Belastungsprobe für die Waldbestände. Ob ein Baum dem Druck durch den Wind standhält, ist abhängig von seiner Wurzeltiefe. Je tiefer der Baum in der Erde verwurzelt ist, umso größer ist seine Chance. Auch der Standort spielt eine Rolle. Bäume auf Bergkuppen sind einem Orkan mit einer ganz anderen Wucht ausgesetzt als Obstbäume im Schutz einer Häusersiedlung. Weiter zählt auch die Bestandshöhe mit zu den entscheidenden Faktoren: Die Windgeschwindigkeit steigt nämlich mit der Höhe über dem Erdboden. Nadelbäume sind grundsätzlich im Nachteil gegenüber Laubbäumen. Im Winter, wenn sie ihre Blätter verloren haben, bieten Laubbäume dem Wind weniger Angriffsfläche als Nadelbäume. Denn weniger Oberfläche bedeutet ganz einfach weniger Angriffsfläche. Dem entsprechend sind Mischwälder besser gewappnet als reine Nadelwälder.

Vorteil für Mischwälder

Die Windböen auf dem Wendelstein in Bayern erreichten 202 Stundenkilometer. Auf dem Harzer Brocken pustete es mit 198 Stundenkilometern. Eine Belastungsprobe für die Waldbestände. Ob ein Baum dem Druck durch den Wind standhält, ist abhängig von seiner Wurzeltiefe. Je tiefer der Baum in der Erde verwurzelt ist, umso größer ist seine Chance. Auch der Standort spielt eine Rolle. Bäume auf Bergkuppen sind einem Orkan mit einer ganz anderen Wucht ausgesetzt als Obstbäume im Schutz einer Häusersiedlung. Weiter zählt auch die Bestandshöhe mit zu den entscheidenden Faktoren: Die Windgeschwindigkeit steigt nämlich mit der Höhe über dem Erdboden. Nadelbäume sind grundsätzlich im Nachteil gegenüber Laubbäumen. Im Winter, wenn sie ihre Blätter verloren haben, bieten Laubbäume dem Wind weniger Angriffsfläche als Nadelbäume. Denn weniger Oberfläche bedeutet ganz einfach weniger Angriffsfläche. Dem entsprechend sind Mischwälder besser gewappnet als reine Nadelwälder.

Von den Pionieren unter den Bäumen

Durch Naturkatastrophen wie Orkane oder Brände wird ein natürlicher Entwicklungsprozess in Gang gesetzt. Die Bezeichnung dafür lautet Naturverjüngung. Wenn sich die Natur verjüngt, entsteht ein neuer Pflanzenbestand aus den restlichen Jungpflanzen der vorherigen Bestände – soweit vorhanden - und aus den ausgekeimten Samen des Oberbodens sowie den Samen, die durch den Wind aus benachbarten Beständen zugetragen werden. Verschiedene Pflanzen konkurrieren nun um ein Stück Lebensraum, das sich in diesem frühen Stadium erst einmal durch viel Licht auszeichnet. Sobald sich die ersten Gehölze ansiedeln, verdrängen sie durch Beschattung andere kleinere Pflanzen. Die Baumartenanteile verändern sich gegenüber der vorherigen Besiedelung. Vogelbeeren und Weiden sind Beispiele solcher so genannten Pionierbaumarten: Im ersten Schritt siedeln sie sich stark an, später werden sie dann wieder verdrängt von beispielsweise Birken oder Kiefern. Diese Form der Waldsukzession fördert die Artenvielfalt der Pflanzen und der Tiere.

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