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Der Grund für diese verheerende Wirkung: Schadstoffe und mikroskopisch kleine Schwebstoffe in der Atemluft dringen tief in die Lunge ein und können die Gesundheit auf gleich mehrfache Weise schädigen: So erhöht eine hohe Luftverschmutzung das Lungenkrebsrisiko und fördert Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Aber auch indirekte Folgen wie vermehrtes Übergewicht oder eine gesteigerte Antibiotikaresistenz von Viren stehen in der Diskussion.
In Deutschland hat man die Gefahr längst erkannt. Mit strengen Grenzwerten und leistungsstarken Filtertechnologien sind die Feinstaubemissionen hier im internationalen Vergleich eher gering. Allerdings gibt es auch hier noch immer Stadtgebiete, in denen nahezu täglich die zulässigen Höchstwerte überschritten werden. Doch in vielen anderen Regionen der Erde sieht es noch viel schlimmer aus. Eine Auswahl einiger "Spitzenreiter" in Bezug auf Luftverschmutzung hat die Organisation A3M aus Tübingen zusammengestellt:
In Indiens Hauptstadt ist Smog ein berüchtigtes Dauerthema. Besonders schlecht ist die Luft im Herbst nach dem Diwali-Fest mit seinen großen Feuerwerken. Zudem brennen die Bauern im Umland ihre Felder ab, um das Land für die nächste Aussaat vorzubereiten. Im Winter verbrennen die Menschen in Delhi oftmals Müll, um sich zu wärmen. Hinzu kommt Luftverschmutzung durch Industrie und Autos.
Auch die Aufstellung von Mumbai als zweites indisches Paradebeispiel für schlechte Luft dürfte wenig überraschen. Zwar ist der öffentliche Nahverkehr dort vergleichsweise gut ausgebaut, aber ein enormer Auto-, Bus- und Rikschaverkehr trägt zu hoher Luftverschmutzung bei. Hinzu kommt eine ausgeprägte Industrie. Diese sorgt zusammen mit der hohen Einwohnerzahl neben Smog auch für schädliche Abwasser und große Mengen von Müll.

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Mit mehr als neun Millionen Einwohnern zählt die ägyptische Hauptstadt ebenfalls zu den Städten mit extrem schlechter Luft. Der enorm dichte Verkehr sorgt insbesondere in Verbindung mit hohen Ozonwerten im Sommer für eine große Belastung der Atemwege. Immerhin sinkt die Ausgabe von bleihaltigem Benzin, so gehen die Werte zumindest prinzipiell zurück.




