Die Explosion der "Challenger"
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Die Explosion der "Challenger"

Bild: Foto: Asurnipal, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die Explosion der "Challenger" war das schwerste Unglück der bemannten Raumfahrt und läutete das Ende der Shuttle-Flüge ein. Wie kam es zur Katastrophe?

Mit zwei Stunden Verspätung startet am 28. Januar 1986 um 11.38 Ortszeit die amerikanische Raumfähre "Challenger" ins All. An Bord befinden sich zwei Frauen und fünf Männer im Auftrag der NASA. Zunächst geht noch alles nach Plan, doch nur 73 Sekunden nach dem Start kommt es zu einer Explosion. Im Himmel über Florida bei einer Höhe von gut acht Kilometern und einer Fluggeschwindigkeit von 3180 Stundenkilometern zerfetzt die Rakete. Die gesamte Besatzung kommt dabei ums Leben. Noch lange nach dem Verglühen des Flugkörpers regnen Wrackteile vom Himmel. Als Ursache der schrecklichen Explosion wird ein Fehler bei den Feststoffraketen angenommen. Vermutlich hat sich eine der Feststoffraketen aus ihrer Halterung gelöst und ist in den Außentank der "Challenger" eingebrochen, der daraufhin explodiert.

Längst wissen Experten der US-Raumfahrtbehörde NASA von der Störanfälligkeit dieser Raketen. Einen erneuten Aufschub des Starts, der auch vom Raketenhersteller Morton Thiokol empfohlen wird, lehnen die Sachverständigen ab. Zu oft mußten sie in der letzten Zeit schon Starts ihrer Raumfähren in letzter Minute absagen. Gründe dafür sind schlechtes Wetter und Probleme mit der Türverriegelung. Eine erneute Verzögerung hätte den Terminplan des gesamten amerikanischen Raumfahrtprogramms in Frage gestellt. Schließlich aber hat der Absturz der "Challenger" genau diese Wirkung. Alle 15 für das Jahr 1986 noch geplanten Shuttle-Flüge werden abgesagt. NASA-Generaldirektor Philip Culbertson wird in der Folge im Februar 1986 fristlos entlassen.

Der US-Präsident Ronald Reagan spricht den Hinterbliebenen der Astronauten sein tiefes Beileid aus und bezeichnet die sieben Opfer der Katastrophe als "Helden" im Ringen um den Fortschritt: "Die Zukunft gehört nicht den Kleinmütigen, sondern den Wagemutigen. Die Besatzung der Challenger hat uns der Zukunft näher gebracht."

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