Die kuriosesten Uhren der Welt
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Die kuriosesten Uhren der Welt

Bild: Foto: Joy-of-Nature, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Die größte Kuckucksuhr der Welt steht - natürlich im Schwarzwald. Die Genaueste geht in 100 Billionen Jahren gerade mal eine Sekunde nach und der Traum aller Taucher hält dicht bis 12.000 Meter Wassertiefe. Im Lauf der Jahrhunderte hat so mancher Tüftler seinen ganz eigenen Traum von der Messung der Zeit verwirklicht.

Uralte Vorbilder

Stellen Sie sich vor, Sie sind Erfinder und wollen eine außergewöhnliche Uhr bauen. Schön wäre sicherlich eine Sonnenuhr. Stecken Sie einen Stab in den Boden, beobachten Sie den wandernden Schatten und schon lässt sich der Tag in seine Stunden zerlegen - zumindest bei schönem Wetter funktioniert das ausgezeichnet. Doch vielleicht wäre eine Wasseruhr ja praktischer: Messen Sie, wie viel Wasser während eines Tages durch ein kleines Loch aus einem Eimer in einen anderen fließt. Oder gar eine Feueruhr! Stellen Sie fest, wie viele Kerzen innerhalb eines Tages abbrennen. Ihr Tagesablauf würde dann von der Kerze bestimmt: Sie stehen um “drei Kerzen“ auf, gehen bis “14 Kerzen“ arbeiten und legen sich um “24 Kerzen“ schlafen.

Sagen Sie jetzt nicht, das wäre absurd, denn derlei Erfindungen erschienen den Chinesen, Sumerern und Ägyptern bereits vor rund 5000 Jahren durchaus praktisch. Sogar Uhren, die mittels Räderwerk funktionieren, gibt es seit fast 2000 Jahren. Das soll die Entdeckung eines seltsamen Apparates aus einem antiken Schiffswrack vor der Küste der Ägäisinsel Antikythera belegen. Dieser war offenbar in der Lage, allerlei Regelmäßigkeiten der Gestirne anzuzeigen: Sonnenauf- und -untergänge, Monate und verschiedene Mondphasen.

Sie sehen also, viel Grundlegendes gibt es leider nicht mehr zu erfinden. Sogar schwingende Kristalle und Atome macht man sich schon seit fast 50 Jahren zunutze. Sie müssen sich also etwas anderes einfallen lassen, um den Olymp der Uhrenerfinder zu erklimmen - etwas Kurioses, eine Rekorduhr sozusagen. Doch auch auf diesem Gebiet waren andere schon lange vor Ihnen aktiv.

Denken Sie nur an Platons Wassereinlauf-Uhr (ca. 389 v.Chr.), die einer kleinen Figur durch Luftkompression die “Flötentöne“ beibrachte. Oder an den Kalifen Harun Al Raschid, der Karl dem Großen eine prachtvoll ausgestattete Wasseruhr mit Schlagwerk und beweglichen Figuren schenkte. Es wird außerdem schwierig für Sie werden, die genaueste Uhr der Welt zu übertreffen, denn die soll bereits 20-mal genauer gehen als herkömmliche Atomuhren. Sie “tickt“ auf der Basis eines schwingenden Quecksilber-Ions und wurde an der University of Colorado entwickelt. Zu kompliziert? Dann versuchen Sie es doch mit der größten Kuckucksuhr der Welt! Wenn Sie eine bauen, deren Kuckuck größer als 4,60 Meter und schwerer als 150 Kilo ist, dann haben Sie das Prunkstück des Uhrenparks im Schwarzwälder Ort Schonach übertroffen. Oder aber Sie konstruieren schließlich eine Taucheruhr, die in 12.001 Metern Wassertiefe noch immer dicht hält. Nur: Für den Test dieser Uhr müssten Sie leider unseren Planeten verlassen, denn seine Wassertiefen reichen nur bis etwa 11.000 Meter.

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