
Ein Jahr, ein Leben
Einjährige Pflanzen haben gewissermaßen nur ein Leben. Nach einer Vegetations- beziehungsweise Kulturperiode binnen einen Jahres sterben sie ab. Die meisten bunten „Sommerblumen“, die Hobbygärtner in der warmen Jahreszeit so erfreuen, keimen im Frühjahr, blühen im Sommer und verwelken im Herbst – der Pflanzenkörper bleibt also nicht erhalten. Deshalb nennt man sie auch die Sommerannuellen. Aber: Die Blumen bilden vorher Samen – und die sind so robust, dass sie problemlos im Boden überwintern können. Nach dieser Samenruhe geht die Vegetationsperiode der Nachkömmlinge dann im Frühjahr von vorne los. Das Wort einjährig ist übrigens nur begrenzt wörtlich zu nehmen: Einige Sommerblumen haben sogar eine weit kürzere Vegetationszeit.
Kurzlebigkeit durch fehlende Organe


Die meisten sommerannuellen Pflanzen können problemlos an sehr hellen, sonnigen Plätzen gesät werden und sind somit ideal geeignet für offene Wiesen, sonnige (Vor-)Gärten und Südbalkone. Auf letzteren sollte man jedoch häufig für Wasser-Nachschub sorgen, wenn er dort nicht durch Regenfall gewährleistet wird. Doch Vorsicht: Die Sommerannuellen sind aufgrund der fehlenden Überdauerungsorgane sehr kälteempfindlich. Da gerade in kalten Jahren bis Mitte Mai mit Nachtfrost gerechnet werden kann, sollte man mit dem Kauf bereits gekeimter Sommerblumen in Gärtnereien lieber geduldig sein!




