Ei, ei, ei - ein Märchen!
Natur & Umwelt

Ei, ei, ei - ein Märchen!

Bild: Foto: Dietmarsekanina, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Sie glauben wohl noch an den Osterhasen? Die Frage: „Wer war zuerst da, das Ei oder der erhöhte Cholesterinspiegel?“ fällt eindeutig unter die Gattung Ernährungsmärchen.


Sie glauben wohl noch an den Osterhasen? Die Frage: „Wer war zuerst da, das Ei oder der erhöhte Cholesterinspiegel?“ fällt eindeutig unter die Gattung Ernährungsmärchen.


Richtig ist: Die runden Dinger strotzen in der Tat von dem heute so verpönten Fettstoff - pro Ei rund 250 Milligramm. Das entspricht etwa dem Tagesbedarf eines Erwachsenen.


Aber: die ganze Dröhnung geht nicht automatisch ins Blut. Wissenschaftliche Studien beweisen: Testesser, die sich täglich zwei Eier in die Pfanne hauten, hatten dadurch keinen wesentlichen Anstieg des Cholesterinspiegels. Und Mammutstudien mit 50.000 bzw. 120.000 Testpersonen ergaben kein erhöhtes Herzinfarkt- oder Schlaganfallsrisiko für Eierfans.


Ein Ei oder zwei machen also das Blut nicht fett. Viel gefährlicher sind tierische Nahrungsfette: täglich Schweinekrustenbraten oder üppig Butter unter der Salami sind eindeutig zuviel.


Fetter Fisch wie Makrele oder Lachs und ein gutes, kaltgepresstes Pflanzenöl wie Lein- oder Rapsöl sind dagegen reich an den wertvollen ungesättigten Omega-3-Fettsäuren. Die verbessern die Blutzirkulation, halten unsere Zellen elastisch und sorgen dafür, dass sich in den Gefäßen weniger Schlacken ablagern (worüber man sich allerdings in Wissenschaftlerkreisen heute auch nicht mehr ganz einig ist).


Ein ernährungsphysiologisch perfektes Essen sind z.B. Pellkartoffeln mit Leinöl-Kräuterquark. Und wer’s mag, streut ein paar gehackte, hart gekochte Eier drüber.

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Mehr aus Natur & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Natur & Umwelt.

Alle Natur & Umwelt-Artikel
Der Ozean kommt außer Atem: Warum unser größter Klimapuffer schwächelt
Natur & Umwelt

Der Ozean kommt außer Atem: Warum unser größter Klimapuffer schwächelt

29. Oktober 2026

Der Ozean hat fast 30 Prozent des CO2 geschluckt, das wir je emittiert haben – doch durch die Erderwärmung nimmt er bereits sechs Prozent weniger auf als möglich. Was dieser versteckte Kipppunkt für uns bedeutet.

Rechtspersönlichkeit für Ökosysteme: Mar Menor klagt in Spanien
Natur & Umwelt

Rechtspersönlichkeit für Ökosysteme: Mar Menor klagt in Spanien

23. Oktober 2026

Die spanische Lagune Mar Menor hat seit 2022 Rechtspersönlichkeit – als erstes Ökosystem Europas. Felix Aiwanger vom Max-Planck-Institut erklärt, wer künftig klagen könnte und wie Deutschland im internationalen…

Hummelähnliche Insektenart nach 150 Jahren in Frankreich wiederentdeckt
Natur & Umwelt

Hummelähnliche Insektenart nach 150 Jahren in Frankreich wiederentdeckt

21. Oktober 2026

Eine hummelähnliche Insektenart, die seit rund 150 Jahren in Frankreich als verschwunden galt, wurde im Raum Paris erneut gesichtet. Forschende sehen den Fund als Beleg für eine globale Taxonomie-Krise.

Wie die Ölindustrie den Zweifel am Klimawandel erfand
Natur & Umwelt

Wie die Ölindustrie den Zweifel am Klimawandel erfand

19. Oktober 2026

Ein neuer Bericht dokumentiert, wie fossile Konzerne systematisch Desinformation über die menschengemachte Erderwärmung verbreiteten. Klimaforscher Stefan Rahmstorf empfiehlt die Lektüre dringend.

← Zurück zu Natur & UmweltZur Startseite