Ein Leben für die Forschung
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Ein Leben für die Forschung

Bild: Foto: JaGa, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Charles Darwin sorgte mit seiner Evolutionstheorie für eine der größten Umwälzungen der Wissenschaftsgeschichte. Leben und Werk des großen Biologen.

Charles Darwin wurde am 12. Februar 1809 als Sohn eines Arztes geboren und nach dem frühen Tod seiner Mutter 1817 von seinen beiden Schwestern aufgezogen. Von Kindheit an hatte sich Darwin mit der Natur beschäftigt und war mit ihr sehr vertraut. Der eher ängstliche Junge fischte, jagte, sammelte verschiedenste Steine, Insekten und Muscheln, suchte nach Vogeleiern und wollte wissbegierig jeden Pflanzennamen erfahren. Dennoch ging er 1825 auf Wunsch seines Vaters, den er immer gerne auf Krankenbesuchen begleitet hatte, zur Universität von Edinburgh, um dort Medizin zu studieren. Darwin war jedoch für das Medizinstudium nicht zu begeistern. So lernte er bald naturwissenschaftlich interessierte Studenten kennen und trat der "Plinian Society" bei, einer Runde wissbegierig über naturwissenschaftliche Themen diskutierender Studenten. 1828 kam er nach Cambridge, um dort Theologie zu studieren. Zu dieser Zeit gehörten die meisten Naturforscher dem Klerus an. Es waren Menschen, die die Welt im göttlichen Zusammenhang begreifen wollten. In Cambridge lernte er, vermittelt durch seinen Mentor, den Geistlichen und Botaniker Professor John Henslow, Captain Fitzroy kennen, der ihm vorschlug, als naturwissenschaftlicher Beobachter auf der "Beagle", einem Forschungs- und Vermessungsschiff, eine Weltreise mitzumachen.

Darwins Forschungsreise

Diese Weltreise, die vom 27. Dezember 1831 bis 29. Oktober 1836 dauerte, war entscheidend für Darwins Entwicklung. Auf dieser Reise betrieb er geologische Forschungen und beschrieb die Lebensgewohnheiten vieler Tiere. Nach seiner Rückkehr ließ er sich als Wissenschaftler in London nieder. Von 1838 bis 1841 war Darwin Sekretär der Geologischen Gesellschaft und begann mit dem Buch "Über den Bau und die Verbreitung der Korallenriffe". 1859 erschien dann sein Lebenswerk "The Origin of Species" ("Über den Ursprung der Arten"), in dem er seine Selektionstheorie darlegte und die daraus abgeleitete Erkenntnis, dass alle Lebewesen von einem gemeinsamen Vorfahren abstammen. Er stellte sich damit gegen die Anhänger der biblischen Schöpfungslehre, von der er selbst einst überzeugt gewesen war. Dass er auch den Menschen in diese Vorstellungen einbezog, führte zu heftigen Kontroversen und brachte ihm Hohn und Spott ein. Allerdings wurden seine Ausführungen, dass der Mensch und die heutigen Menschenaffen wie Gorilla und Schimpanse von einem gemeinsamen Vorfahren, einem "Uraffen" gewissermaßen, abstammen, von den meisten Zeitgenossen missverstanden und darauf verkürzt, "der Mensch stamme von Affen ab".

1839 heiratete er seine Cousine Emma Wedgwood und zog sich 1842 in das südlich von London gelegene Dorf Dawn zurück. Bis 1846 befasste er sich hier noch mit biologischen Arbeiten, nach 1859 überwiegend mit botanischen Forschungen. Charles Darwin starb am 19. April 1882. Beigesetzt wurde er in der Westminster Abbey.

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