Elektrogeräte: Finger weg von Billigprodukten aus dem Internet
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Elektrogeräte: Finger weg von Billigprodukten aus dem Internet

Bild: Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Finger weg von Elektro-Billigprodukten aus dem Netz, warnen jetzt Experten des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE). Denn immer mehr Billigprodukte mit gravierenden Sicherheitsmängeln fluten den Online-Handel. "Heute kann der Verbraucher dank kreativer Bildbearbeitung gar nicht mehr unterscheiden, welches Produkt qualitativ hochwertig und damit sicher ist", warnt Ansgar Hinz, Vorstandsvorsitzender des VDE.

Hannibal / VDE

Finger weg von Elektro-Billigprodukten aus dem Netz, warnen jetzt Experten des Verbands der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (VDE). Denn immer mehr Billigprodukte mit gravierenden Sicherheitsmängeln fluten den Online-Handel. "Heute kann der Verbraucher dank kreativer Bildbearbeitung gar nicht mehr unterscheiden, welches Produkt qualitativ hochwertig und damit sicher ist", warnt Ansgar Hinz, Vorstandsvorsitzender des VDE.

1-1111/ CC-by-sa 3.0

Erschreckend oft ist das Misstrauen gegenüber Billigprodukten gerechtfertigt: Bis zu 50 Prozent der Billigprodukte fallen bei der Prüfung durch den VDE durch – und das sind Produkte, die freiwillig von den Herstellern eingereicht wurden. Der Grund für die schlechten Ergebnisse: Oft verwenden die Hersteller von Billigprodukten entweder ungeeignete Materialien, sparen an der Verarbeitung oder berücksichtigen wichtige Sicherheitsaspekte nicht ausreichend – mit fatalen Auswirkungen für Gesundheit und Leben der Verbraucher. Die in Tests gefundenen Mängel bergen unter anderem Brandgefahr, Gefahr eines elektrischen Schlages sowie Funktionsstörungen.

So haben Sicherheitsprüfungen des VDE unter anderem ergeben, dass einige der in Deutschland gehandelten LED-Lampen für Verbraucher sogar lebensgefährlich werden können. Sechs von sieben untersuchten Stichproben entsprachen nicht den gültigen Sicherheitsanforderungen. Bei den geprüften Geräten handelte es sich um eine Unterbauleuchte und LED-Lampen, die unter anderem als Ersatz für Halogenstäbe in Außenleuchten und Baustrahlern genutzt werden können.

Was viele nicht wissen: Das CE-Zeichen ist kein Prüfsiegel. Damit zeigt der Hersteller zwar an, dass das Gerät die EU-Vorschriften und Normen erfüllt. Doch das Kennzeichen vergibt er dabei selbst. Eine Pflicht zu einer unabhängigen Prüfung gibt es nicht. "Ob das überprüft wurde, erkennt daher keiner", warnt VDE-Experte Hinz.

Big Brother is watching you

Gefährlich können auch vermeintliche "Schnäppchen" bei smarten Geräten und Produkten werden. Solche "intelligenten" Geräte können über WLAN und Internet gesteuert werden und so beispielsweise ihrem Besitzer bequem den Fernzugriff über das Netz ermöglichen. Er kann so die Heizung schon mal anschalten, wenn er vom Büro nach Hause aufbricht oder über die Webcam schauen, ob zuhause alles in Ordnung ist.

Doch die Verbindung dieser Geräte oder sogar des gesamten Heimnetzwerks mit dem Internet kann auch Hackern den Zugriff erleichtern. "Kann das Produkt nicht mit Hilfe etablierter Sicherheitsmethoden geschützt werden und kann neue, sicherere Software nicht upgedated werden, öffnet das Hackern Tür und Tor ins eigene Zuhause", warnt Hinz. Kriminelle können dann ihre Opfer unbemerkt überwachen oder Malware auf die Geräte aufspielen.  "Es wurden bereits mehrere Millionen vernetzte Heimgeräte von Privatnutzern, oftmals unbemerkt, gekapert und das ist erst der Anfang", so der Experte.

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