Energieeffizienz - auf die Etikette achten!
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Energieeffizienz - auf die Etikette achten!

Bild: Foto: Hermann und Adolph Schlagintweit, Public domain, via Wikimedia Commons

Wer seinen Energieverbrauch senken möchte, sollte sich energieeffizientere Geräte anschaffen. Das EU-Energieetikett zeigt, welche Geräte einen geringen Energieverbrauch haben.

Verbraucherrechte

Für umwelt- und kostenbewusste Verbraucher, die beim Kauf ihrer neuen "weißen Ware" auf den Energieverbrauch achten wollen, gibt es eine einfache Hilfe:

Das "Energieetikett" (EU-Label) informiert über den Strombedarf der Geräte, eingestuft nach Effizienzklassen von "A" (sparsam) bis "G" (verschwenderisch).


Hersteller und Handel in der Europäischen Union sind verpflichtet,

  • Kühl- und Gefrierschränke
  • Waschmaschinen
  • Waschtrockner
  • Wäschetrockner
  • Spülmaschinen
  • Haushalts- und Leuchtstofflampen
  • Fernsehgeräte

mit dem Energieetikett gut sichtbar zu kennzeichnen (siehe Abbildung).

Elektronikgeräte wie Computer, Faxgeräte und Kopierer fallen bislang nicht unter die Kennzeichnungspflicht. Zahlreiche freiwillige oder private Initiativen versuchen, diese Lücke zu schließen (z. B. das als "Blauer Engel" bekannte Umweltzeichen).


Verbraucher-Tipps

Wer Haushaltsgeräte der Effizienzklasse "A" wählt, zahlt zunächst in der Regel mehr als für ein Gerät geringer Energieeffizienz. Doch es macht sich für Ihre Haushaltskasse bezahlt, wenn Sie auf die Betriebskosten achten: Über die Lebensdauer betrachtet sind die Stromkosten bei vielen Geräten deutlich höher als die Mehrkosten beim Kauf. Die Deutsche Energieagentur hat errechnet, dass eine handelsübliche Waschmaschine aus dem Jahr 1990 jährliche Strom- und Wasserkosten von stattlichen 110 Euro verursachen kann. Mit einem Neugerät der Effizienzklasse A können demgegenüber bis zu 60 Euro Wasser- und Stromkosten eingespart werden.

Eine sparsame Waschmaschine verbraucht heute für eine Trommel 60 Grad-Wäsche weniger als eine Kilowattstunde Strom und weniger als 50 Liter Wasser. Trotzdem sind immer noch Neugeräte auf dem Markt, die dafür bis zu drei Kilowattstunden und über 100 Liter Wasser pro Waschgang benötigen.

Im Lauf der Jahre läppern sich diese Unterschiede: So kostet nur eine halbe Kilowattstunde Stromverbrauch pro Waschgang in 15 Jahren rund 180 Euro. Und 20 Liter mehr Wasserverbrauch summieren sich auf über 190 Euro.

Wichtig ist, Geräte gleicher Bauart zu vergleichen, also den Kühlschrank mit einem (***)-Fach von Firma X mit einem Kühlschrank mit (***)-Fach von Firma Y. Denn: Die Effizienzklassen geben nur Spannen des Stromverbrauchs an. So ist es zwar möglich, auf einen Blick Stromsparer von Energieschleudern zu unterschieden. Doch innerhalb der Klasse A sind immer noch große Schwankungen möglich. Hier lohnt es sich, den jeweiligen Verbrauch im Detail zu beachten.


Aus Alt mach Neu

Die Energieeffizienz von Kühl- und Gefriergeräten – in der Regel die größten Stromfresser in deutschen Haushalten - wurde in den letzten Jahren deutlich verbessert. Selbst Geräte, die erst einige Jahre alt sind, verbrauchen wesentlich mehr Strom als Neugeräte. Wer die Umwelt und seinen Geldbeutel schonen möchte, nutzt ein Gerät der höchsten Energieeffizienzklasse A+++. Dieses verbraucht etwa 60 Prozent weniger Strom, als ein Gerät, das die Klasse A nur knapp erreicht.

Aus ökologischen und ökonomischen Gründen empfiehlt sich ein Neukauf der Energieeffizienzklasse A+, wenn der vorhandene Kühlschrank oder die Kühl-Gefrier-Kombi ca. zehn Jahre alt ist. Hat die Neuanschaffung die höchste Effizienzklasse A++ lohnt sich sogar bereits der Austausch von ca. sechs Jahre alten Modellen.

Eine Ausnahme sind jedoch Gefriertruhen. Sie arbeiten relativ energieeffizient und können deshalb bis zu 25 Jahre in Betrieb bleiben.

Eine gute Einkaufshilfe für Kühl- und Gefriergeräte, Waschmaschinen, Trockner oder Geschirrspüler bietet die Online-Datenbank der Initiative EnergieEffizienz. Fragen zur Energieeinsparung beantworten die Mitarbeiter der Deutschen Energie Agentur (dena; kostenloses Info-Telefon, Mo-Fr 7-20 Uhr: Tel.0 80 00 /736 734).

Kompetent beraten außerdem die Energieberatungsstellen der Verbraucherzentralen.

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