Erdgasantrieb
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Erdgasantrieb

Bild: Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Europaweit sind heute über eine halbe Million Autos mit Erdgasantrieb auf den Straßen unterwegs. Sie helfen, Mobilität und Luftbelastung besser in Einklang zu bringen. Durch den Einsatz von Erdgas als Kraftstoff wird der Ausstoß von Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid und Partikeln nahezu vollständig vermieden.

Europaweit sind heute über eine halbe Million Autos mit Erdgasantrieb auf den Straßen unterwegs. Sie helfen, Mobilität und Luftbelastung besser in Einklang zu bringen. Durch den Einsatz von Erdgas als Kraftstoff wird der Ausstoß von Kohlenmonoxid, Schwefeldioxid und Partikeln nahezu vollständig vermieden.

Auch bei der Kohlendioxid-Bilanz weist Erdgas von allen fossilen Energieträgern bei der Verbrennung das günstigste Verhältnis auf: Im Vergleich zu Benzin verursacht Erdgas z. B. bis zu 25 Prozent weniger Kohlendioxid und trägt bis zu 80 Prozent weniger zur Smogbildung bei.

Gegenüber Dieselmotoren sind die Umweltvorteile von Erdgasantrieben noch größer. Insbesondere der Ausstoß von Rußpartikeln, zu dem hauptsächlich Dieselfahrzeuge beitragen, wird bei Erdgasfahrzeugen praktisch vollständig vermieden.

Ökologisch und ökonomisch vorteilhaft

Zum 1. Januar 2005 wurde in Deutschland eine Richtlinie der Europäischen Union zur Erfüllung anspruchsvoller Luftqualitätsziele umgesetzt, die insbesondere in dicht besiedelten Gebieten nur erfüllt werden können, wenn z. B. Dieselfahrzeuge mit Rußfilter ausgestattet und vermehrt Erdgasfahrzeuge eingesetzt werden. Ansonsten drohen verkehrsbeschränkende Maßnahmen, besonders für schadstoffintensive Flotten im Nutzfahrzeug- und Wirtschaftssegment.

Nach den EU-Vorschriften dürfen seit 2005 die Grenzwerte von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter maximal an 35 Tagen im Jahr überschritten werden. Beispiel: Schon im Jahr 2002 wurden in manchen Berliner Stadtteilen Überschreitungen an 91 Tagen festgestellt. Die Stadt London hat - um die Luftqualität in der Innenstadt zu verbessern - bereits eine City-Maut eingeführt, von der Erdgasfahrzeuge ausgenommen sind. In Italien wurden Sonntagsfahrverbote verhängt.

Günstiger Unterhalt

Ein klares Argument für ein Fahrzeug mit Erdgasantrieb ist auch der günstige Unterhalt: Ein Kilogramm Erdgas entspricht in etwa dem Energiegehalt von 1,5 Litern Benzin. Bei einem durchschnittlichen Kilogrammpreis für Erdgas von 70 Cent ergibt sich umgerechnet auf einen Liter Benzin ein vergleichbarer Erdgaspreis von 47 Cent. Damit sind die Kraftstoffkosten eines Erdgasfahrzeugs gegenüber einem Benzin- oder Dieselfahrzeug erheblich niedriger.

Dazu trägt u. a. die reduzierte Mineralölsteuer auf Erdgas bei, die noch bis Ende 2020 gelten wird. Bis Ende 2005 gab es sogar noch eine Kfz-Steuerbefreiung in Höhe von maximal 307 Euro für Fahrzeuge, die die Abgasnorm Euro 4/D4 erfüllen. Ferner bieten nun lokale Gasversorgungsunternehmen häufig finanzielle Unterstützung beim Kauf eines Erdgasfahrzeugs an, entweder als Zuschuss zum Kaufpreis oder über Freikontingente in Form von Erdgaskraftstoff. Unterm Strich rechnet sich also die Anschaffung eines Pkw mit Erdgasantrieb trotz eines in der Regel höheren Anschaffungspreises von 1.500 bis 3.500 Euro im Vergleich zu einem Benzinfahrzeug.

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