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Die Einsatzmöglichkeiten für Etikettendrucker könnten vielfältiger nicht sein. Klassischerweise kommen Etiketten und entsprechend spezialisierte Drucker in diesen Branchen zum Einsatz: im Einzelhandel, in der Pharmaindustrie, im Gesundheitswesen, in Produktionsstätten, im Lager, im Kosmetikbereich, in der Lebensmittelbranche, bei der Auszeichnung von Pflanzen, für Schmuck und in der Elektrotechnik (Schaltschrankbau).
Etiketten dienen dabei als Plattform, um wichtige Verbraucherinformationen einheitlich und selbsterklärend darzustellen. Ein Beispiel: Der Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e.V. (kurz: BLL) weist online diese Pflichtangaben der Lebensmittelkennzeichnung aus:

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Mit welchem Drucker und welchem Verfahren können Etiketten gedruckt werden?
Je nach dem gewünschten Einsatzgebiet gibt es verschiedene Druckermodelle, die vor allem anhand ihres Druckverfahrens in Thermotransferdrucker und Thermodirektdrucker eingeteilt werden.
Variante 1: Thermotransferdruck
Thermotransferdrucker kommen beim Druck von Versandaufklebern beispielsweise dazu verwendet, Etiketten mit einem entsprechenden Barcode zu bedrucken. Auch im Lebensmittelbereich, im Gesundheitswesen, bei AUTO-ID-Anwendungen und für Produktschilder im Bereich Lager und Logistik kommen Thermotransferdrucker zum Einsatz. Der Thermotransferdrucker braucht eine sogenannte Thermotransferfolie (auch Farbband genannt), um ein Druckergebnis liefern zu können.
Das muss kein Nachteil sein, sondern bietet den Vorteil, aus einer großen Materialvielfalt an bedruckbaren Etikettenmaterialien auszuwählen. Durch die Farbbänder sind langlebige Farbdrucke vergleichsweise einfach und in hoher Geschwindigkeit möglich. Eine Einschränkung gibt es allerdings: Mehrfarbige Bilder lassen sich nur mit speziellen Druckern in mehreren Druckvorgängen realisieren.
Variante 2: Thermodirektdruck
Thermodirektdrucker hingegen finden Anwendung bei Kassensystem im Einzelhandel, zur Ausstellung von Tickets und Quittungen, bei Events sowie beim Druck von Parkscheinen, Preisetiketten und Strafzetteln. Ein Thermodirektdrucker funktioniert so: Das Druckbild wird dadurch erzeugt, dass sich die Heizelemente erwärmen und das thermoempfindliche Etikettenmaterial am Druckkopf vorbeiläuft. Dabei verfärbt es sich und es kommt ein einfarbiges Druckbild zum Vorschein.
Vor allem mit Blick auf den Kostenfaktor sind Thermodirektdrucker eine attraktive Lösung. Die Bedienung ist simpel. Die Druckgeschwindigkeit ist hoch. Allerdings gibt es auch Nachteile bei diesem Drucker und dem dazugehörigen Druckverfahren: Gedruckt wird nur in schwarz-weiß, die Haltbarkeit des Papiers, das bedruckt wird, ist deutlich geringer. Das heißt, ein auf diese Weise bedrucktes Papier eignet sich eher für kurzzeitige Anwendungen, da es deutlich empfindlicher auf UV und Wärme reagiert.
Welche Druckvariante und welches Etikett eignen sich für welchen Bereich?
Nicht nur das Druckermodell gilt es zu unterscheiden, auch gibt es im Fachhandel eine große Auswahl an unterschiedlichen Etiketten-Modellen. Papier-Etiketten sind gut und günstiger als andere Materialien. Die gilt allerdings nur, wenn das Etikett später keiner Feuchtigkeit ausgesetzt ist. Polyester-Etiketten sind das Outdoor-Pendant, das besonders widerstandsfähig ist sowie Wind und Wetter problemlos standhält. Polypropylen-Etiketten sind feuchtigkeitsbeständige Thermotransfer-Etiketten für den Indooreinsatz und werden gerne für Produktkennzeichnung eingesetzt. Polyethylen-Etiketten sind besonders umweltverträgliche Labels und kommen daher häufig im Lebensmittelbereich zum Einsatz.
Vinyl-Etiketten überzeugen dadurch, dass sie auch dort haften, wo andere Etiketten versagen. Sie sind sehr flexibel und lassen sich auch um Ecken, Kanten sowie enge Radien verkleben. Gewebe-Etiketten punkten mit Widerstandskraft und Flexibilität. Auch auf strukturierten Untergründen haften sie zuverlässig und dauerhaft. Inkjet-Etiketten ermöglichen den Druck von besonders hochwertige Etiketten in Vollfarbe. Hochtemperatur-Etiketten werden in der Industrie benötigt, um beispielsweise elektronische Bauteile auszuzeichnen, die hohen Temperaturen ausgesetzt werden. Sogenannte Sicherheits-Etiketten lassen sich rein optisch und auf den ersten Blick nicht von anderen Etiketten unterscheiden. Wer sie allerdings unerlaubt abziehen möchte, hinterlässt deutliche Spuren, was diese Etikettenart zum Sonderling in der Reihe der Etiketten macht.
Sie sehen, die Liste verschiedenster Etikettenarten ist lang und könnte beliebig weitergeführt werden. Lassen Sie sich daher für Ihre spezielle Anwendung stets von einem Fachmann beraten und schildern Sie hierbei die Art der von Ihnen gewünschten Anwendung. Folie oder Papier? Außen- oder Innenbereich? Besondere Temperaturschwankungen, Chemikalien oder mechanische Beanspruchung? Sicher ist: Auch für Ihre Anwendung gibt es das passende Etikett am Markt!




