Eier schmecken lecker, ob als Spiegelei, Frühstücksei oder Rührei. Jährlich werden bei uns über 18 Milliarden Hühnereier verspeist. Sicher weißt du, wie so ein Ei aufgebaut ist: Es besteht aus einer dünnen Schale, der innen anliegenden Eihaut, dem Eiweiß und dem von einem dünnen Dotterhäutchen umhüllten Eigelb.
Schau dir das Ei einmal genauer an!
Du brauchst:
- rohe und gekochte Eier
- Gläser
- Wasser
- Löffel
- Kochsalz
- Essig
- Klebeband
- Messer
- Bücher oder Holzbretter als Gewichte
Experiment 1: Ein Ei lernt schwimmen
Gib ein Ei in ein Wasserglas. Das Ei sinkt zu Boden, weil es schwerer als Wasser ist. Gib nun löffelweise Salz hinzu. Rühre nach jeder Portion Salz vorsichtig um, bis es sich aufgelöst hat. Nach einigen Wiederholungen ist das Wasser sehr salzhaltig und: Das Ei hat schwimmen gelernt und bleibt an der Wasseroberfläche.
Das Ei sinkt wie die meisten massiven Gegenstände zu Boden, weil es schwerer ist als Wasser, das es dabei verdrängen muss. Wenn du im Wasser viel Salz aufgelöst hast, ist das Wasser schwerer geworden. Das Salzwasser lässt sich durch das Gewicht des Eis nicht mehr verdrängen und das Ei erhält genug Auftrieb, um zu schwimmen. Beim Ei hat sich also nichts verändert, nur das umgebende Wasser bekam eine größere Dichte.
Experiment 2: Dünne Schale – große Kraft
Eierschale ist ein Wunderwerk der Natur. Sie ist luftdurchlässig, denn ein heranwachsendes Küken muss atmen können. Sie ist stabil, um beim Brüten das Gewicht des Huhns auszuhalten. Doch die Schale ist gleichzeitig sehr dünn (0,3 bis 0,4 Millimeter), denn das Küken muss sie von innen aufpicken können.
Probier einmal aus, was die Eierschale tatsächlich aushalten kann: Koche mindestens zwei Eier. Klebe um die gekochten Eier in der Mitte einen Klebestreifen. Dieser verhindert, dass die Schalenränder ausfransen. Schneide sie dann mit dem scharfen Messer vorsichtig in der Mitte durch und entferne den Klebestreifen. Jetzt kannst du dich erst mal stärken und sie auslöffeln.
Lege die vier Schalenhälften auf einen Tisch und stapele Gewichte darauf. Lege Bücher oder Holzbretter (eins nach dem anderen) auf die Schalen, bis sie brechen. Du wirst staunen, was die dünnen Wunderwerke aushalten können!
Experiment 3: Die Gummihaut
Innen an der Eierschale liegt noch eine dünne Eihaut, die Eiweiß und Eigelb umschließt. Normalerweise bekommst du sie höchstens zu Gesicht, wenn du ein Frühstücksei pellst. Es gibt aber noch einen Weg, an sie heran zu kommen.
Fülle ein Glas mit Essig und lege ein rohes Ei hinein. Schon nach kurzer Zeit bilden sich auf der Schale viele Bläschen. Folgendes geschieht: Die Säure Essig ist in der Lage, den Kalk der Eierschale aufzulösen. Nach einigen Stunden hat sich die Schale im Essigbad vollständig aufgelöst. Jetzt hält nur noch das zarte Eihäutchen das Ei zusammen.
Du kannst das Ei mit seiner Gummihaut nun vorsichtig aus dem Essig nehmen. Spüle es mit klarem Wasser ab und halte es gegen das Licht, dann siehst du den Dotter im Eiweiß schwimmen. Drücke auch mal mit dem Finger dagegen, bevor es als Spiegelei in der Pfanne endet.

