Experiment: Rund ums Ei
Natur & Umwelt

Experiment: Rund ums Ei

Bild: Foto: Wilhelm Zimmerling PAR, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Eier sind faszinierende Werke der Natur. Mit diesen Experimenten kannst du viel über die besonderen Eigenschaften von Eiern erfahren.


Eier schmecken lecker, ob als Spiegelei, Frühstücksei oder Rührei. Jährlich werden bei uns über 18 Milliarden Hühnereier verspeist. Sicher weißt du, wie so ein Ei aufgebaut ist: Es besteht aus einer dünnen Schale, der innen anliegenden Eihaut, dem Eiweiß und dem von einem dünnen Dotterhäutchen umhüllten Eigelb.
Schau dir das Ei einmal genauer an!

Du brauchst:

  • rohe und gekochte Eier
  • Gläser
  • Wasser
  • Löffel
  • Kochsalz
  • Essig
  • Klebeband
  • Messer
  • Bücher oder Holzbretter als Gewichte

Experiment 1: Ein Ei lernt schwimmen

Gib ein Ei in ein Wasserglas. Das Ei sinkt zu Boden, weil es schwerer als Wasser ist. Gib nun löffelweise Salz hinzu. Rühre nach jeder Portion Salz vorsichtig um, bis es sich aufgelöst hat. Nach einigen Wiederholungen ist das Wasser sehr salzhaltig und: Das Ei hat schwimmen gelernt und bleibt an der Wasseroberfläche.

Das Ei sinkt wie die meisten massiven Gegenstände zu Boden, weil es schwerer ist als Wasser, das es dabei verdrängen muss. Wenn du im Wasser viel Salz aufgelöst hast, ist das Wasser schwerer geworden. Das Salzwasser lässt sich durch das Gewicht des Eis nicht mehr verdrängen und das Ei erhält genug Auftrieb, um zu schwimmen. Beim Ei hat sich also nichts verändert, nur das umgebende Wasser bekam eine größere Dichte.

Experiment 2: Dünne Schale – große Kraft

Eierschale ist ein Wunderwerk der Natur. Sie ist luftdurchlässig, denn ein heranwachsendes Küken muss atmen können. Sie ist stabil, um beim Brüten das Gewicht des Huhns auszuhalten. Doch die Schale ist gleichzeitig sehr dünn (0,3 bis 0,4 Millimeter), denn das Küken muss sie von innen aufpicken können.

Probier einmal aus, was die Eierschale tatsächlich aushalten kann: Koche mindestens zwei Eier. Klebe um die gekochten Eier in der Mitte einen Klebestreifen. Dieser verhindert, dass die Schalenränder ausfransen. Schneide sie dann mit dem scharfen Messer vorsichtig in der Mitte durch und entferne den Klebestreifen. Jetzt kannst du dich erst mal stärken und sie auslöffeln.

Lege die vier Schalenhälften auf einen Tisch und stapele Gewichte darauf. Lege Bücher oder Holzbretter (eins nach dem anderen) auf die Schalen, bis sie brechen. Du wirst staunen, was die dünnen Wunderwerke aushalten können!

Experiment 3: Die Gummihaut

Innen an der Eierschale liegt noch eine dünne Eihaut, die Eiweiß und Eigelb umschließt. Normalerweise bekommst du sie höchstens zu Gesicht, wenn du ein Frühstücksei pellst. Es gibt aber noch einen Weg, an sie heran zu kommen.

Fülle ein Glas mit Essig und lege ein rohes Ei hinein. Schon nach kurzer Zeit bilden sich auf der Schale viele Bläschen. Folgendes geschieht: Die Säure Essig ist in der Lage, den Kalk der Eierschale aufzulösen. Nach einigen Stunden hat sich die Schale im Essigbad vollständig aufgelöst. Jetzt hält nur noch das zarte Eihäutchen das Ei zusammen.

Du kannst das Ei mit seiner Gummihaut nun vorsichtig aus dem Essig nehmen. Spüle es mit klarem Wasser ab und halte es gegen das Licht, dann siehst du den Dotter im Eiweiß schwimmen. Drücke auch mal mit dem Finger dagegen, bevor es als Spiegelei in der Pfanne endet.

Mehr aus Natur & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Natur & Umwelt.

Alle Natur & Umwelt-Artikel
Der Ozean kommt außer Atem: Warum unser größter Klimapuffer schwächelt
Natur & Umwelt

Der Ozean kommt außer Atem: Warum unser größter Klimapuffer schwächelt

29. Oktober 2026

Der Ozean hat fast 30 Prozent des CO2 geschluckt, das wir je emittiert haben – doch durch die Erderwärmung nimmt er bereits sechs Prozent weniger auf als möglich. Was dieser versteckte Kipppunkt für uns bedeutet.

Rechtspersönlichkeit für Ökosysteme: Mar Menor klagt in Spanien
Natur & Umwelt

Rechtspersönlichkeit für Ökosysteme: Mar Menor klagt in Spanien

23. Oktober 2026

Die spanische Lagune Mar Menor hat seit 2022 Rechtspersönlichkeit – als erstes Ökosystem Europas. Felix Aiwanger vom Max-Planck-Institut erklärt, wer künftig klagen könnte und wie Deutschland im internationalen…

Hummelähnliche Insektenart nach 150 Jahren in Frankreich wiederentdeckt
Natur & Umwelt

Hummelähnliche Insektenart nach 150 Jahren in Frankreich wiederentdeckt

21. Oktober 2026

Eine hummelähnliche Insektenart, die seit rund 150 Jahren in Frankreich als verschwunden galt, wurde im Raum Paris erneut gesichtet. Forschende sehen den Fund als Beleg für eine globale Taxonomie-Krise.

Wie die Ölindustrie den Zweifel am Klimawandel erfand
Natur & Umwelt

Wie die Ölindustrie den Zweifel am Klimawandel erfand

19. Oktober 2026

Ein neuer Bericht dokumentiert, wie fossile Konzerne systematisch Desinformation über die menschengemachte Erderwärmung verbreiteten. Klimaforscher Stefan Rahmstorf empfiehlt die Lektüre dringend.

← Zurück zu Natur & UmweltZur Startseite