Schnelle Fließbewegungen bezeichnet man als Schuttstromfließen, sehr schnelle als Erd- oder → Schuttgang. Letzterer unterscheidet sich von einer → Mure dadurch, dass sein Wasseranteil noch geringer ist als der Feststoffanteil. Fließbewegungen können aber auch in völlig trockenem Gesteinsschutt und feinkörnigen Lockergesteinen stattfinden. Hier spielt die Kompression der eingeschlossenen Luft eine wesentliche Rolle. Man hat dies bei Bergstürzen und Erdbeben beobachtet. In Tonablagerungen der Küstengebiete Skandinaviens oder anderer subpolarer Gebiete, den so genannten Quicktonen, treten bei Erschütterungen großflächige Fließbewegungen auf, die man auch als Setzungsfließen bezeichnet (s. a. → Thixotropie).




