Fußball-WM 2018 - die Sache mit dem Ball
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Fußball-WM 2018 - die Sache mit dem Ball

Bild: Foto: Eva Brueggmann, CC BY-SA 3.0 de, via Wikimedia Commons

Der erste offizielle WM-Ball war mit seinen schwarzen Fünf- und weißen Sechsecken eine echte Design-Revolution. Man nannte ihn "Telstar" - nach dem gleichnamigen Satelliten und, weil er gut im Fernsehen zu sehen war. Optisch mochte dieser neue Ball zwar anders sein, in Sachen Material blieben er und seine Nachfolger jedoch noch sechzehn Jahre lang der Tradition treu: Erst seit 1986 ist das Spielgerät der Fußball-Weltmeisterschaften nicht mehr aus Leder, sondern aus Kunststoff.

Der erste offizielle WM-Ball war mit seinen schwarzen Fünf- und weißen Sechsecken eine echte Design-Revolution. Man nannte ihn "Telstar" - nach dem gleichnamigen Satelliten und, weil er gut im Fernsehen zu sehen war. Optisch mochte dieser neue Ball zwar anders sein, in Sachen Material blieben er und seine Nachfolger jedoch noch sechzehn Jahre lang der Tradition treu: Erst seit 1986 ist das Spielgerät der Fußball-Weltmeisterschaften nicht mehr aus Leder, sondern aus Kunststoff.

Bitte schön rund

Für das diesjährige WM-Turnier hat Adidas den "Telstar 18" entwickelt: Der zukünftige Star auf dem russischen Rasen kommt top-modern und mit optimierter Oberflächenstruktur für die bestmögliche Spielbarkeit und den perfekten Grip daher. Doch nicht nur das: Dank eines integrierten NFC-Chips ist dieser Ball wohl auch der technisch innovativste aller Zeiten - eine Spielerei für Fans, die zuhause mit dem Spielball interagieren wollen.

Für die Fußballprofis dürfte dieses Gimmick eher uninteressant sein. Für sie ist wichtiger, wie sich die Kugel auf dem Spielfeld verhält. Um Profiansprüchen genügen zu können, muss jeder offizielle WM-Ball eine ganze Reihe von Kriterien erfüllen: Sein Umfang muss zwischen 68,5 und 69,5 Zentimeter betragen, sein Gewicht zwischen 420 und 455 Gramm liegen und seine Form perfekt kugelförmig sein. Außerdem darf der Ball nur wenig Druck verlieren und nur minimale Mengen an Flüssigkeit aufnehmen. Ob all dies gegeben ist, wird im Vorfeld eingehend getestet.

Doch obwohl der "Telstar 18" diese Tests mit Bravour bestanden hat, gibt es von Spielerseite Kritik. Auch das gehört mittlerweile fast schon dazu, wenn ein neuer Ball auf den Markt kommt. So kritisierte der damalige deutsche Nationaltorwart, Jens Lehmann, etwa bei der WM 2006: Der Ball sei zu schnell, werde bei Regen zu glitschig und gerate leicht ins Flattern. Letzteres werfen einige Torhüter nun auch dem "Telstar 2018" vor - unter anderem Spaniens Torwart David De Gea und der Deutsche Mark-Andre ter Stegen, die den Ball bereits testen durften.

Doch was ist dran an diesen Vorwürfen? Nichts, sagen Wissenschaftler um Martin Camenzid von der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (Empa) - einem schweizerischen Institut, das seit 22 Jahren im Auftrag der FIFA offizielle Turnierfußbälle testet. Die Experten sind überzeugt: Die vermeintliche Flatterhaftigkeit ist eine optische Täuschung. Denn der "Telstar 18" ist nicht aus den bekannten Sechs- und Fünfecken aufgebaut, sondern aus unregelmäßigen Elementen, die unsymmetrisch bedruckt sind.

So könne der fliegende Ball bei entsprechenden Lichtverhältnissen durchaus ein ungewohnter Anblick sein: "Wir konnten in einer Studie mit einem computergesteuerten Fuß zeigen, dass Bälle, bei denen ein flatterndes Flugverhalten bemängelt wurde, sich im Experiment bei definierten Verhältnissen keineswegs so verhielten", berichtet der Ingenieur. Kurzum: Der "Telstar 18" verhält sich so wie er soll.

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