Gänsebraten
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Gänsebraten

Bild: Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Kennen Sie das Märchen vom Schlaraffenland? Dort fliegen die gebratenen Hühner, Gänse und Enten in der Luft. Wer Hunger hat, braucht nur seinen Mund zu öffnen. Die leckeren Happen kommen mitten hinein geschwirrt.

Wahrhaft fette Zeiten müssen das gewesen sein in dem märchenhaften Land. Ein Wunder, dass dessen Bewohner nicht unter ihrem Cholesterinspiegel litten. Denn leider ist so ein knuspriger Vogel eine ziemlich ungesunde Sache. Tierisches Fett besteht nämlich aus gesättigten Fettsäuren. Und die treiben das schädliche LDL-Cholesterin in die Höhe. Jenes gefährliche Blutfett, das sich in unseren Adern ablagert und das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall erhöht.

Trotzdem müssen Sie auf den knusprigen Vogel nicht verzichten. Wenn Sie nicht regelmäßig Gesottenes und Gebratenes essen, können Sie zwischendurch schon einmal schlemmen. Vor allem, wenn Sie ein paar Kniffe beherzigen:

  • Ziehen Sie dem gegrillten Vogel die Haut ab. Sie können rund die Hälfte des Fetts einsparen, wenn Sie die Speckschicht entfernen. Der Geschmack kommt dabei nicht zu kurz. Während des Bratens ziehen die Aromastoffe in das Fleisch ein.
  • Wenn Sie auf die knusprige Pelle nicht verzichten wollen, stechen Sie die Haut mehrmals mit Zahnstocher ein. So kann das flüssige Fett herauslaufen.
  • Wie wär’s mit gebratener Gänsebrust statt dem ganzen Vogel? Brustfleisch enthält nur halb soviel Fett wie die Keule.
  • Löffeln Sie die Fettaugen von der Soße. Oder gießen Sie die heiße Soße durch einen Kaffeefilter. Das Fett bleibt im Filter hängen.
  • Kochen Sie im Bratenfonds Gemüsestückchen mit. Pürieren Sie diese, um den Fleischsaft nach dem Entfetten anzudicken.
  • Planen Sie einen großen Salat als Beilage oder besser als Vorspeise ein. Das füllt den Magen.
  • Servieren Sie als Dessert lieber einen Obstsalat als eine Cremespeise. Oder überraschen Sie Ihre Gäste mit einem alkoholfreien Fruchtcocktail.

Und wenn Sie schon "sündigen", dann mit Genuss. Von der Angst geht Ihr Cholesterinspiegel nicht runter. Höchstens Ihr Adrenalinspiegel rauf.

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