Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Allgemein/Artikel
Garten: Fünf Tipps gegen Hitze und Trockenheit
Bildquelle nicht angegeben
Allgemein

Garten: Fünf Tipps gegen Hitze und Trockenheit

Der aktuelle Sommer demonstriert sehr deutlich, welche Folgen der Klimawandel auch bei uns hier in Deutschland hat: Temperaturen über 30 Grad, fast durchgehend Sonne und kaum Regen prägen das Wetter in diesem Jahr. Wenn dann doch mal Niederschläge fallen, dann sind dies meist starke, aber kurze Schauer. Meist kann…
Veröffentlicht
05. August 2022
Lesezeit
4 Minuten
Rubrik
Allgemein
Gartenschlauch

Ralf Geithe, GettyImages

Der aktuelle Sommer demonstriert sehr deutlich, welche Folgen der Klimawandel auch bei uns hier in Deutschland hat: Temperaturen über 30 Grad, fast durchgehend Sonne und kaum Regen prägen das Wetter in diesem Jahr. Wenn dann doch mal Niederschläge fallen, dann sind dies meist starke, aber kurze Schauer. Meist kann der Boden dann so viel Wasser auf einmal gar nicht aufnahmen und der Großteil des kostbaren Nasses läuft oberflächlich ab.

Die zunehmende Trockenheit und Hitze ist auch für unsere Gärten eine Herausforderung: Viele Pflanzen sind nicht an dieses Klima gewöhnt und leiden. Doch man kann etwas tun, um den Garten klimafest zu machen. Schon einige Anpassungen beim Gießen, der Bodenbearbeitung und der Bepflanzung können einiges bewirken. Hier die fünf wichtigsten Tipps.

Tipp 1: Regenwasser sammeln

Wasser wird zunehmend ein knappes Gut - auch bei uns. In einigen besonders von Dürre betroffenen Teilen Deutschlands ist es inzwischen verboten, Wasser aus Flüssen und Seen zu entnehmen oder seinen Pool mit Trinkwasser zu füllen. Wer die Möglichkeit hat, sollte daher Regenwasser auffangen und damit gießen. Dieses Wasser gibt es kostenlos und es ist auch besser temperiert als Leitungs- oder Brunnenwasser.

Am besten sammelt man das Regenwasser in Regentonnen oder anderen Sammelbehältern. Auch  in einem Gartenteich kann das kostbare Nass gespeichert werden und kann dann noch dem ein oder anderen Tier als Tränke oder Nahrungsquelle dienen. Die Regentonnen sollten nach der Regenphase aber nicht offen stehen gelassen werden: "Die Tonnen müssen unbedingt abgedeckt sein, damit kleine Tiere nicht hineinfallen und ertrinken können. Außerdem verhindert man so, dass Mücken das Wasser als Brutstätte nutzen", erklärt Gartenexpertin Melanie Konrad von der Naturschutzorganisation NABU.

Regentonne

Cornelia Pithart, GettyImages

Tipp 2: Richtig gießen

Beim Gießen des Gartens kommt es auf das richtige Timing an. Ungünstig ist es, die Pflanzen ausgerechnet in der Mittagssonne zu wässern. Zwar verbrauchen sie dann am meisten Wasser, gleichzeitig reagieren die Pflanzen aber sensibel darauf, wenn die kalten Tropfen dann auf ihre Blätter fallen. Man sollte beim Gießen daher immer möglich nah am Boden wässern und nicht von oben gießen. Hinzu kommt: "Bei starker Sonneinstrahlung verdunstet ein Teil der Gießmenge, ohne dass die Pflanzen das Wasser aufgenommen haben", so Konrad. "Daher am besten früh morgens oder abends wässern."

Außerdem sollte man lieber einmal richtig den Boden am Wurzelbereich durchfeuchten als immer wieder nur ein bisschen zu gießen. Sonst werden die tieferen Bodenschichten nicht ausreichend mit Wasser versorgt. Außerdem bilden die Pflanzen in diesem Fall nur kurze Wurzeln aus. Wenn man sie "trainiert", indem man sie weniger häufig, aber dafür intensiver gießt, produzieren sie längere Wurzeln und kommen so auch an tiefere Bodenschichten, die weniger schnell austrocknen.

Bei Obstbäumen ist es besser, das Wasser nicht direkt an den Stamm zu gießen, sondern im Außenbereich der Krone. Denn dort liegen im Boden die feinen Wurzelausläufer, die das Wasser am besten aufnehmen können.

Symbolbild Pflanzenbewässerung

Andrey Tishakov, GettyImages

Tipp 3: Mulchen und Hacken

In Zeiten der Trockenheit ist der richtigen Umgang mit dem Boden doppelt wichtig. Damit das Wasser gut eindringen kann und zu den Pflanzenwurzeln gelangt, ist das Auflockern durch Hacken sinnvoll. "Beim Hacken werden die Kapillaren im Boden unterbrochen. Diese kleinsten Poren leiten Wasser aus tieferen Bodenschichten nach oben, wo es verdunstet. Unterbricht man den Mechanismus, wird Wasser im Boden zurückgehalten", sagt Konrad. "Am besten nach dem Gießen alle Beete einmal oberflächlich durchhacken. Dabei lassen sich auch gleich unerwünschte Wildkräuter entfernen."

Eine weitere Maßnahme ist der Schutz gegen übermäßige Verdunstung, Hitze und Erosion. Wer seinen Pflanzen und dem, Gartenboden helfen möchte, sollte freie Bodenstellen bei Trockenheit bedeckt halten – beispielsweise durch eine Mulchdecke. Eine solche Schicht aus trockenem Rasenschnitt, Laub, Gemüseresten, Schafwolle oder gejäteten Wildpflanzen hält den Boden schön feucht und versorgt die Beete zudem mit Nährstoffen.

Tipp 4:  Mikroklima verbessern

Wenn der Garten direkter Sonne ausgesetzt ist, trocknen Böden und Pflanzen besonders schnell aus. Ähnliches gilt für den raspelkurz gemähten englischen Rasen: Er verwandelt sich bei Dürre schnell in eine unansehnliche braune Mini-Steppe. Um das zu vermeiden, sollte man schon bei der Bepflanzung auf genügend Schattenspender achten: Das kann eine Hecke aus heimischen Gehölzen sein, eine Pergola mit Kletterpflanzen wie Jelängerjelieber oder Waldrebe oder auch einfach eine nach Größen gemischte Beetbepflanzung. Wer zudem seinen Rasen länger wachsen lässt und auch Wildkräuter im Grün duldet, braucht Trockenheit weniger zu fürchten.

Pergola in einem Garten

Finmiki Images, GettyImages

Tipp 5: Heimische Gewächse und tierische Helfer

Wasser sparen und vertrocknete Blätter vermeiden kann man auch, indem man die richtigen Pflanzen auswählt. Viele beliebte Gartengewächse wie Oleander, Hortensien oder Rhododendron benötigen viel und regelmäßig Wasser und leiden daher besonders unter der Trockenheit. Heimische Gehölze und Stauden, die zum eigenen Boden und Klima passen, kommen dagegen meist besser mit den heimischen Klimabedingungen und Trockenperioden zurecht.

Pflanzen wie Sedum, Feldahorn oder andere Pflanzen widerstehen der Hitze gut und spenden den empfindlicheren Pflanzen Schatten. Für sehr trockene Standorte eigenen sich widerstandsfähige Stauden wie Sandnelken, Goldhaaraster, Gaslilien, die Große Brunelle oder auch Dickblattgewächse wie Mauerpfeffer, Hauswurz oder Fetthenne. Robuste heimische Pflanzen wie Feldahorn, Natternkopf, Dost oder Wiesensalbei werden zudem gern von Insekten besucht.

Nicht nur Pflanzen, auch die Tiere im Garten brauchen Wasser bei großer Hitze und Trockenheit. Darum sollte man gerade jetzt Vogel- und Insektentränken mit Ausstiegshilfen für Kleintiere im Garten aufstellen. Für die Insektentränke kann man beispielsweise einfach Steine in einen Blumenuntertopf legen und täglich frisches Wasser einfüllen.

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Allgemein

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Allgemein.

Alle Allgemein-Artikel
Wie Torontos Radwege zur Parkzone wurden – und was die Daten zeigen
Allgemein

Wie Torontos Radwege zur Parkzone wurden – und was die Daten zeigen

15. Oktober 2026

Eine neue Studie aus Toronto untersucht, ob bauliche Schutzstreifen auf Radwegen tatsächlich weniger Parkverstöße bedeuten – und deckt die Kluft zwischen Infrastruktur-Investitionen und Realität auf der Straße auf.

Marblopolis: Wie ein Niederländer mit 300 Metern Murmelbahn Physik erlebbar macht
Allgemein

Marblopolis: Wie ein Niederländer mit 300 Metern Murmelbahn Physik erlebbar macht

14. Oktober 2026

Jelle Bakker baute aus LEGO, K'Nex und klassischen Bahnen eine spektakuläre Murmelstadt mit 30 Routen. Hunderte Kugeln rollten gleichzeitig durch Schleifen und Sprünge – und machten Schwerkraft sichtbar.

CBC Kids zeigt Haudenosaunee-Schöpfungsgeschichte mit Schattenpuppen
Allgemein

CBC Kids zeigt Haudenosaunee-Schöpfungsgeschichte mit Schattenpuppen

14. Oktober 2026

Der kanadische öffentliche Sender CBC Kids präsentiert die Turtle-Island-Erzählung des Haudenosaunee-Volkes. Storyteller Otsistohkwi:yo Elliott nutzt Schattenpuppen, um indigene Schöpfungstraditionen für Kinder…

Wie Japan Katastrophenhelfer ohne radioaktive Quellen schult
Allgemein

Wie Japan Katastrophenhelfer ohne radioaktive Quellen schult

14. Oktober 2026

Japanische Forscher testen simulationsbasiertes Training für Gesundheitsbeamte, das ganz ohne echte Strahlenquellen auskommt. Die Pilotstudie könnte Notfalltraining weltweit verändern – besonders dort, wo…

← Zurück zu AllgemeinZur Startseite