Was sonst noch geschieht:
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in England kommt es im Finale zum Duell England gegen Deutschland. Nach der regulären Spielzeit steht es unentschieden 2:2. In der 101. Minute kommt es dann zur wohl umstrittensten Szene aller Weltmeisterschaften: Geoffrey Hurst schießt auf das Tor und der Ball prallte von der Unterkante des deutschen Tores auf den Rasen. Der Schweizer Schiedsrichter entscheidet nach Befragung seines russischen Assistenten auf Tor. England wird Weltmeister. Erst über 30 Jahre später kann durch moderne Fernsehtechnik eindeutig belegt werden, dass der Ball die Linie nicht überschritten hat.
Um Fehler geht es auch den jungen Regisseuren – Alexander Kluge, Jean-Marie Straub, Ulrich und Peter Schamoni, Volker Schlöndorff – . Die fordern nämlich die Auseinandersetzung mit den Fehlern der unbewältigten Vergangenheit und den daraus resultierenden Missständen.
Misstände gibt es auch in einem anderen Bereich festzustellen:
Schon im Vorjahr wurde vielfach vor der drohenden »Bildungskatastrophe« gewarnt, 1966 wird zusätzlich der »Forschungsnotstand« in der Bundesrepublik ausgerufen: Den Hochschulen fehlen Millionensummen, um die Ausbildung der Studenten, deren Zahl sich seit 1955 auf 260 000 verdoppelt hat, zu gewährleisten.
Mehr als eine Randnotiz:
Am 8. September 1966 wird die erste Episode der Fernsehserie „Star Trek“ (bei uns: Raumschiff Enterprise) ausgestrahlt. Obwohl bereits 1969 wieder abgesetzt, entwickelt sich Star Trek zu einem Phänomen, das mehrere Serien und Kinofilme nach sich zieht.
Hier hören Sie das Audio "Geschichte der Bundesrepublik Deutschland 1967"




