Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Natur & Umwelt/Artikel
Geschlechtsbestimmung im Ei
Bildquelle nicht angegeben
Natur & Umwelt

Geschlechtsbestimmung im Ei

Das Prinzip hinter der Idee klingt einfach: Wenn man schon lange vor dem Schlüpfen das Geschlecht der Küken bestimmen könnte, müssten Eier mit männlichen Embryos gar nicht erst ausgebrütet werden. Stattdessen könnten sie frühzeitig aussortiert und von der Industrie, zum Beispiel in der Futtermittelherstellung,…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Natur & Umwelt
Artikelbild

MonkeyMyshkin / CC-by-sa 2.0

Das Prinzip hinter der Idee klingt einfach: Wenn man schon lange vor dem Schlüpfen das Geschlecht der Küken bestimmen könnte, müssten Eier mit männlichen Embryos gar nicht erst ausgebrütet werden. Stattdessen könnten sie frühzeitig aussortiert und von der Industrie, zum Beispiel in der Futtermittelherstellung, weiter verwertet werden. Millionenfaches Kükenschreddern fiele auf diese Weise weg.

Methode gesucht

Mit welchen Analysemethoden das gelingen kann, testen Wissenschaftler zurzeit in einem vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft geförderten Verbundforschungsprojekt an den Universitäten Dresden und Leipzig. Die Aufgabenstellung für die beteiligten Forscher: Eine Methode entwickeln, mit der nicht nur das Geschlecht des Kükens sicher bestimmt werden kann, sondern die auch zu einem Zeitpunkt einsetzbar ist, an dem der Hühnerembryo noch kein Schmerzempfinden hat.

Um praktikabel zu sein, müsste das Verfahren zudem möglichst schnell, kostengünstig und präzise sein. Das Ministerium hat insgesamt bereits über zwei Millionen Euro in die Entwicklung dieser Forschung gesteckt. Und es sieht so aus, als hätte sich die Investition gelohnt. „Die vielleicht schwierigste Etappe, eine geeignete Methode zu finden, haben wir jetzt erreicht“, ließ Projektkoordinatorin Maria-Elisabeth Krautwald-Junghanns kürzlich anlässlich eines Besuchs von Bundesagrarminister Christian Schmidt verlauten.

Durchleuchtete Eier

Artikelbild

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

Als vielversprechendste Methode hat sich inzwischen ein spektroskopisches Verfahren herauskristallisiert – quasi eine Art Durchleuchtung der Eier. Damit könnten schon drei Tage lang bebrütete Eier getestet werden. Denn bereits nach dieser kurzen Zeit entwickeln sich kleine Blutgefäße, die sich für eine Geschlechtsbestimmung nutzen lassen. Der Schlüssel zur Diagnose ist die unterschiedliche Größe der Geschlechtschromosomen in den Blutzellen von männlichen und weiblichen Hühnern.

Um sie zu erkennen, bestrahlen die Forscher die Eier mit Licht aus dem nahinfraroten Bereich. Durch die Analyse des an den Blutzellen gestreuten Lichts mit einem Spezial-Mikroskop können sie dann erkennen, ob ein kleineres oder ein größeres Geschlechtschromosom vorhanden ist. So können sie das Geschlecht bestimmen. Für diese Analyse muss lediglich mit einem Laser ein winziges Loch in die Eierschale geschnitten werden, das anschließend wieder verschlossen wird.

Vom Laborversuch zur Praxis

Es geht nun noch darum, das Verfahren praxistauglich zu machen. Bis Ende 2016 wollen die Experten einen Geräte-Prototyp entwickeln, der automatisch das Geschlecht der Eier bestimmen und diese entsprechend sortieren kann. Im Idealfall könnte dieser Prozess dann in unter zehn Sekunden ablaufen – momentan dauert er noch etwa 15 bis 20 Sekunden pro Ei.

Parallel führen die Wissenschaftler Langzeit-Brutuntersuchungen durch. Sie wollen sicherstellen, dass die geschlüpften Küken keine Schäden durch den Eingriff in das Ei davontragen. Wenn das Vorhaben wie geplant gelingt, könnte das Töten von Eintagsküken in Deutschland schon bald ein Ende haben.

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Natur & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Natur & Umwelt.

Alle Natur & Umwelt-Artikel
NIH installiert Solar-Parkdach – Projekt zwischen Verwaltungswechsel und Klimapolitik
Natur & Umwelt

NIH installiert Solar-Parkdach – Projekt zwischen Verwaltungswechsel und Klimapolitik

15. Oktober 2026

Die US-Gesundheitsbehörde NIH hat Solarmodule über einem Hauptparkhaus installiert. Das vor der Trump-Amtszeit gestartete Projekt wirft Fragen über die Zukunft grüner Bundesinfrastruktur auf.

Sesame Street zeigt Löwen-Safari in Kenia: Edutainment für Naturschutz
Natur & Umwelt

Sesame Street zeigt Löwen-Safari in Kenia: Edutainment für Naturschutz

15. Oktober 2026

Elmo und Abby Cadabby lernen auf einer Safari-Fahrt durch Kenia, wie Löwinnen ihre Rudel führen. Das Format verbindet Kinderunterhaltung mit Wildlife-Bildung.

Schweizer Gletscher als Maßstab: Antarktis verliert 83-mal mehr Eis pro Jahr
Natur & Umwelt

Schweizer Gletscher als Maßstab: Antarktis verliert 83-mal mehr Eis pro Jahr

2. Oktober 2026

Schweizer Gletscher verlieren jährlich 2 Kubikkilometer Eis. Diese sichtbare Veränderung macht das Ausmaß der polaren Eisverluste greifbar: Die Antarktis verliert seit 2000 durchschnittlich 150 Gigatonnen pro Jahr.

Klimabewegung kämpft mit "Climate Hushing" – Selbstzensur bremst Fortschritt
Natur & Umwelt

Klimabewegung kämpft mit "Climate Hushing" – Selbstzensur bremst Fortschritt

29. September 2026

Klimawissenschaftlerin Katharine Hayhoe und Musiker Adam Met warnen vor interner Kritik innerhalb der Klimabewegung. Das Phänomen "Climate Hushing" führt dazu, dass Akteure ihre Botschaften aus Angst vor Anfeindungen…

← Zurück zu Natur & UmweltZur Startseite