
Sammelbegriff für die Abtragungstätigkeit der → Gletscher (von lateinisch glacies = Eis und erodere = abnagen, zerkleinern). Vom Gletschereis mitgeführte Gesteinstrümmer unterschiedlichster Größe beanspruchen den Felsuntergrund. Sie schleifen ihn ab und glätten ihn. Man bezeichnet diesen Teilprozess der Glazialerosion als Detersion (von lateinisch deterere = zerreiben). Zurück bleiben glattpolierte Felsen und Gletscherschrammen. In heute eisfreien Gebieten weisen polierte und eingeritzte Felsen darauf hin, wo und in welche Richtung die Gletscher einst strömten. An der Gletscherbasis angefrorene Gesteinspartien werden durch Detraktion (von lateinisch detrahere = abreißen) herausgebrochen. An seiner Stirnseite schiebt der Gletscher Lockermaterial zusammen und staucht es auf. Dabei können ganze Gesteinsschollen herausgestemmt werden. Man nennt dies Exaration (von lateinisch exarare = durchfurchen).





