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Halloween – Welche Monster gibt es wirklich?
Bildquelle nicht angegeben
Natur & Umwelt

Halloween – Welche Monster gibt es wirklich?

Beginnen wir mit einem echten Klassiker: dem Vampir. In der Natur tragen diesen Titel kleine Fledermäuse aus Südamerika: die Vampirfledermäuse (Desmodontinae). Sie trinken tatsächlich ausschließlich Blut von großen Säugetieren wie Rindern oder Pferden, manchmal auch von großen Vögeln. Mit ihrem Speichel betäuben die…
Veröffentlicht
31. Oktober 2025
Lesezeit
2 Minuten
Rubrik
Natur & Umwelt
Natterfeldermaus vor Halloween-Nachthimmel

© Nachthimmel: subjug, iStock; Fledermaus: Zdenek Macat, iStock

Beginnen wir mit einem echten Klassiker: dem Vampir. In der Natur tragen diesen Titel kleine Fledermäuse aus Südamerika: die Vampirfledermäuse (Desmodontinae). Sie trinken tatsächlich ausschließlich Blut von großen Säugetieren wie Rindern oder Pferden, manchmal auch von großen Vögeln. Mit ihrem Speichel betäuben die kleinen Vampire ihre Opfer, die meist nichts von der unfreiwilligen Blutspende mitbekommen.

Die Vampirfledermäuse mussten eine Reihe von genetischen Anpassungen entwickeln, damit sie die Blut-Diät überstehen: Sie ermöglichen es ihnen zum Beispiel, überschüssiges Eisen schnell wieder loszuwerden. Angst vor Kruzifixen oder Knoblauch haben sie jedoch sicherlich nicht.

Vampirfledermäuse

© Oasalehm / CC BY-SA 4.0

Der Parasit in deinem Kopf

Manche Schrecken lauern nicht in dunklen Fledermaushöhlen, sondern in Gehirnen. Der Toxoplasmose-Erreger (Toxoplasma gondii) kann sich ausschließlich in Katzen fortpflanzen. Um dorthin zu gelangen, dringt er in das Gehirn von Nagetieren ein und manipuliert diese so, dass sie ihre natürliche Vorsicht verlieren – und damit quasi freiwillig in die Fänge ihres Endwirtes laufen.

Gruseligerweise kann T. gondii sich auch in menschlichen Gehirnen einnisten – und ist dort schon bei jeder zweiten Person vertreten. Bei an Schizophrenie erkrankten Menschen kommt er sogar noch häufiger vor: Laut einer Erhebung von 2016 tragen drei von vier Patienten den Erreger in sich. Inwiefern er an der Entstehung der Krankheit beteiligt ist, ist aber noch unklar.

Ameisen-Zombies

Wer die Serie „The Last of Us“ gesehen hat, dürfte jetzt aufhorchen: Dort sorgt ein parasitärer Pilz namens „

Von Ophiocordyceps unilateralis befallene Ameise

© Erich G. Vallery, USDA Forest Service - SRS-4552, Bugwood.org / CC BY 3.0

“ für eine weltweite Apokalypse, indem er Menschen befällt und in willenlose Zombies verwandelt. Die Inspiration kommt von einem echten Parasiten, „Ophiocordyceps unilateralis“, der jedoch nur Ameisen befallen kann.

Der Pilz übernimmt die Kontrolle über seine Wirte und bringt sie dazu, auf Pflanzen und Bäume zu klettern. Dort beißen sich die infizierten Ameisen fest und sterben. Aus ihrem Körper wächst schließlich der Fruchtkörper des Pilzes, der seine Sporen freisetzt und damit neue Opfer infiziert. Dass er einmal Menschen befallen könnte, ist jedoch höchst unwahrscheinlich, sind sich Insektenforscher sicher. Denn der Pilz verträgt keine Wärme und würde bei unserer Körpertemperatur nicht überleben.

Adulte Form des Kleinen Leberegels (Dicrocoelium dendriticum)

© Adam Cuerden / Public Domain

Natur, die Angst macht

Ameisen haben es echt nicht leicht, denn der Ophiocordyceps unilateralis ist nicht der einzige Parasit, der Interesse an den kleinen Sechsbeinern hat. Der „Kleine Leberegel“ (Dicrocoelium dendriticum) ist ein Neuroparasit, der in die Nervenbahnen und das Gehirn von Ameisen eindringen kann. Er manipuliert die Ameisen so, dass sie von Kühen oder Rehen gefressen werden, damit er in den Körpern der Weidetiere zu voller Größe heranwachsen und dort seine Eier ablegen kann.

Ob Vampirfledermaus, Zombie-Pilz oder Toxoplasmose-Erreger – die Natur steckt voller Kreaturen, die selbst Horrorfilmen Konkurrenz machen. Lasst euch jedoch nicht zu sehr erschrecken! Die Redaktion wünscht euch ein schaurig-schönes Halloween!

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