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Hanf aus kulturhistorischer und biologischer Sicht
Hanf hat als Pflanze eine wahrlich lange Tradition. Als wohlschmeckend und nahrhaft empfanden die Menschen in China bereits vor mehreren tausend Jahren das Naturprodukt. Bereits in frühen Jahren wurde Hanf als Heilmittel gehandelt. Sogar als Schutz vor dem Bösen wurde das Kraut damals verwendet. Die Griechen entdeckten die Hanfkleidung für sich und bekannten sich als Fans von Hanfgebäck. Wer die Geschichten rund um Kaiser Karl den Großen genau studiert, findet sogar ein Hanf-Gesetz, das die Kulturpflanze nicht etwa verbietet, sondern mit dem der Kaiser seine Untertanen zum Anbau von Hanf zwang. Und auch kein Geringer als Gutenberg druckte seine berühmte Bibel auf einem Papier, das nicht nur Hanfpapier genannt wurde, sondern auch aus eben diesem bestand.
Biologen verorten Hanf bei den Cannabiceae, auf Deutsch: bei den Hanfgewächsen. Die Pflanze produziert 65 verschiedene Cannbinoide. Die bekanntesten Cannabinoide sind auch die, die in der größten Konzentration vertreten sind: Cannabidiol (CBD) und Tetrahydrocannabinol (THC). Mit Blick auf den Anbau ist der Hanf ein wahrer Wachstumsgigant: Gut drei Monate braucht die Pflanze, um etwa vier Meter in die Höhe zu ragen und damit auch die richtige Erntegröße erreicht zu haben.
Exkurs: Hanf vs. CBD vs. THC. Was ist eigentlich der Unterschied?
Wer Hanf, THC und CBD im Sprachgebrauch in ein- und denselben Topf wirft, der macht etwas falsch, denn CBD und THC sind lediglich Bestandteile von Hanf. THC macht hungrig und schläfrig, CBD hingegen hat keine psychoaktiven Auswirkungen auf den Menschen, ganz im Gegenteil: Es blockiert die Wirkung von THC sogar.
THC ist der Bestandteil im Hanf, dem psychoaktive Wirkungen nachgesagt werden. In der Praxis sieht das so aus, dass THC an Rezeptoren im Gehirn andockt, die sich im Nerven- und Immunsystem befinden. CB1-Rezeptoren, die im Nervensystem aktiv werden, beeinflussen die Konzentration, das Gedächtnis und den Appetit. CB2-Rezeptoren regulieren diverse Körperfunktionen im Immunsystem, unter anderem das Schmerzempfinden und die Homeostase.

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CBD setzt an einer anderen Stelle an und hat einen Einfluss auf Adenosin und Serotonin, ebenfalls zwei menschliche Rezeptoren. Sie stehen in engem Zusammenhang mit der Körpertemperatur eines Menschen, dessen Schmerzempfinden und etwaigen Entzündungsherden. Die Liste der Produkte, die auf Basis von CBD mittlerweile vertrieben werden, ist länger als manch einer annehmen mag. NordicOil beispielsweise ist eine Marke, die diverse Produkte auf Basis von CBD herstellt: CBD-Öl, Cremes, Kapseln, Zäpfchen, Konzentrat und Drops hat der Anbieter in seinem Portfolio.

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Fern ab von allen Diskussionen rund um Legalität und Illegalität gibt es eine große Anzahl an Verwendungsgebieten, in denen die Pflanze sowie Teile daraus Verwendung finden. Ein Teil davon sei hier genannt, eine umfassende Übersicht hält der Deutsche Hanfverband online vor.




