Hatschepsut - "Tochter der Sonne"
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Hatschepsut - "Tochter der Sonne"

Bild: Foto: Arrcookie2803, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Königin Hatschepsut war wahrscheinlich die erste Pharonin der Welt. Vorausgesetzt, sie war eine Frau. Denn um das Geschlecht der Hatschepsut ranken sich ebenso viele Legenden wie um ihr Leben und ihren Tod.

Königin Hatschepsut war wahrscheinlich die erste Pharonin der Welt. Vorausgesetzt, sie war eine Frau. Denn um das Geschlecht der Hatschepsut ranken sich ebenso viele Legenden wie um ihr Leben und ihren Tod.

Hatschepsut wagte Ungeheuerliches

Gesichert ist, dass die Ägypterin die Tochter des Begründers der 18. Dynastie, Thutmosis I., war. Sie soll zwischen 1479 und 1458 oder zwischen 1473 und 1457 vor Christus gelebt und ihren Halbbruder Thutmosis II. geheiratet haben. Die "Große Königliche Gemahlin" gebar ihrem Halbbruder nur eine Tochter, keinen Thronfolger. Nach dem Tod Thutmosis II hätte sein mit einer Nebenfrau gezeugter Sohn, Thutmosis III., den Pharaonenthron besteigen müssen. Doch Hatschepsut wagte Ungeheuerliches und regierte selbst das Reich, erst als Vormund ihres Stiefsohnes, später ganz offiziell. Doch eine Frau auf dem Pharaonenthron war Gotteslästerung.

Vielleicht war das der Grund, wieso der Name und das Bildnis der Hatschepsut nach ihrem Tod aus sämtlichen Wänden und Säulen ausgelöscht wurde. Ja selbst aus den Wänden des Felsentempels Dêr Al Bahari, den sie erbauen ließ, wurde die Erinnerung an sie so vollständig getilgt, dass die Pharonin Hatschepsut für 3500 Jahre aus den Geschichtsbüchern verschwand.

Vielleicht war der Grund für ihre Tilgung aber auch die Rache, die ihr Nachfolger Thutmosis III an seiner Schwiegermutter nehmen wollte. Denn immerhin hatte sie seine Thronbesteigung über viele Jahre verhindert.

Ebenso ins Reich der Vermutung gehört folgende Überlegung: Dass Hatschepsut in der Geschichtsschreibung häufig als männlicher Pharao auftaucht, kann daran liegen, dass sie sich, um ihren Machtanspruch zu unterstreichen, mit dem traditionellen Königsbart oder als Mann darstellen ließ.

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