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Heimwerker-Projekt Carport: Selbstbau mit Bedacht
Bildquelle nicht angegeben
Allgemein

Heimwerker-Projekt Carport: Selbstbau mit Bedacht

Das Auto ist des Deutschen liebstes Transportmittel. Kein langes Warten auf Bahn oder Bus, keine kräftezehrende Anreise per Fahrrad und das angenehme Gefühl der Mobilität und Privatsphäre sprechen für den eigenen PKW. Entsprechend gut geparkt will das eigene Automobil daher sein. Wer keine Garage hat und…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Allgemein

Vor dem Bau: Planung und Genehmigung

Ein Carport ist kein kleines Projekt. Schließlich sollen Autos vom Kleinstwagen bis hin zu Mega-SUV Platz unter dem schützenden Dach finden. Daher ist es in einigen Bundesländern und Städten nicht möglich, einen Carport ohne entsprechende Genehmigung zu errichten. Ähnlich gestaltet sich dies auch beim Bau von Gartenhäusern. Wer auf die Erlaubnis verzichtet, muss im Ernstfall mit der Aufforderung rechnen, den gerade erst gebauten Carport wieder abzureißen. So ist es nur vernünftig, schon vor dem Start nach den gültigen Regelungen zu fragen und gegebenenfalls bei der örtlichen Behörde vorstellig zu werden. Heimwerker.de hat zur leichteren Orientierung eine Übersicht über die Baugenehmigung in verschiedenen Bundesländern erstellt.

Artikelbild

pixabay.com, Patrice_Audet (CC0-Lizenz)

Ob der eigene Carport wirklich von der Zeichnung bis hin zur Fertigstellung in Eigenregie konstruiert werden soll, ist eine wichtige Frage. Immerhin muss das Bauwerk zahlreichen Kräften wie Wind, Schneelast, Regenwasser standhalten können. Die einfache Kombination von Holzbalken ohne entsprechendes Hintergrundwissen kann daher zum gefährlichen Abenteuer werden. Daher braucht es, um einen statisch sicheren Carport zu planen, eine korrekte und fachmännische Statikberechnung. Diese sollten auch Selbstbauer nur dann selbst vornehmen, wenn sie in diesem Bereich über fundiertes Fachwissen verfügen. Ist dies nicht der Fall, hilft ein geprüfter Statiker bei der Planung der Konstruktion.

Letztlich ist es sinnvoll, den geplanten Bau auch mit eventuellen Nachbarn zu besprechen. Auch sie können berechtigte Einwände gegen das Aufstellen der Überdachung haben und im schlimmsten Falle Beschwerde einreichen. Wer das Verhältnis zu den eigenen Nachbarn durch den Carport-Bau nicht gefährden möchte, sollte daher auch um deren Zustimmung bitten. Möglicherweise entsteht hieraus sogar die Idee eines gemeinsamen Projektes.

Materialauswahl und Werkzeuge

Haben weder Nachbarn, noch Behörde ein Problem mit dem Bauprojekt und ist die statische Planung des Carports fertiggestellt, beginnt die Phase des Materialeinkaufs. Da die meisten Carports heute aus Holz bestehen, stellen sich viele Heimwerker die Frage, welche Hölzer sich für den Bau eignen und welche über eine zu geringe Stabilität verfügen. Geeignetes Holz für ein Carport muss in jedem Fall fest genug sein, um auch größere Lasten tragen zu können. Zeitgleich ist es wichtig, dass die jeweilige Holzart durch Formstabilität, Robustheit und Bruchfestigkeit verfügt, denn nur so kann der fertige Carport auch über mehrere Jahre hinweg seinen Dienst erweisen.

Artikelbild

pixabay.com, NYTimber  (CC0-Lizenz)

zur Hand hat, ist für den Carport-Bau bereits bestens ausgerüstet. Als sinnvoll erweist sich außerdem Richtschnur, um die letztendliche Form des Bauwerks während der Bauphase kontrollieren zu können.

Vom Boden bis zum Dach: Die richtige Konstruktion

Die Bauarbeiten rund um den Carport können schon vor der Anlieferung des bestellten Holzes beginnen. So ist es wichtig, die Holzpfeiler nicht in das lose Erdreich zu stecken, da dies sowohl für  Instabilität als auch für ein mögliches Faulen des Holzes sorgen kann. Empfohlen für einen sicheren Stand des Carports wird das Einbetonieren sogenannter H-Anker. „Es empfiehlt sich, die H-Anker anhand des Fundamentplanes mindestens drei Tage vor der Montage des Carports einzubetonieren, damit die Fundamente aushärten können.“ (Quelle: http://www.selbst.de/moebel-holz-artikel/holzarbeiten-moebel/carport-selbst-bauen-der-aufbau-105673.html)

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pixabay.com, alluregraphicdesign  (CC0-Lizenz)

Bei der Konstruktion des Carport-Dachs haben Heimwerker einige Wahlmöglichkeiten. Vom klassischen Giebel bis hin zum Flachdach bestimmt in der Regel der eigene Geschmack das letztendliche Gesamtbild. Entscheidend ist es aber, dass das Dach nicht völlig eben gestaltet wird, sondern über ein Gefälle von rund zehn Prozent verfügt. So nämlich kann eventuelles Regenwasser abfließen und bleibt nicht auf dem Dach stehen.

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