Hoch- und Tiefdruckgebiete
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Hoch- und Tiefdruckgebiete

Bild: Foto: Dietmar Rabich, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Luft wird über einer Landoberfläche von der Sonne erwärmt. Sie dehnt sich in der umgebenden kühleren Luft nach oben aus und verstärkt den Luftdruck in den höheren Schichten. Über dem erwärmten Land entsteht nun ein Hochdruckgebiet oder ein Höhen-Hoch. Auf Wetterkarten kann man dies gut erkennen. Dort trägt man per Computer alle Luftdruckwerte über einem bestimmten Gebiet ein und verbindet die Punkte mit dem gleichen Luftdruck durch eine Linie. Die Linien dürfen sich aber nicht überkreuzen. Diese Linien gleichen Luftdruckes, die so genannten Isobaren, bilden dann um ein Hoch herum konzentrische Kreise. Das sieht ähnlich aus wie die Höhenlinien (Isohypsen) auf einer Landkarte. Stellt man das Ganze nun dreidimensional als Relief dar, so erscheint der Bereich des Höhen-Hochs, also des Hochs über der erwärmten Bodenoberfläche, als Berg oder als Beule nach außen. Zwar entsteht durch die Ausdehnung der warmen Luft ein Hoch über dem Land, an der Erdoberfläche ist der Druck aber zunächst unverändert. Denn die Luftmenge in einer gedachten Luftsäule über dem Boden hat sich durch die Erwärmung ja nicht geändert. Aus dem Hoch strömt aber die Luft in die umgebenden, nicht erwärmten Gebiete. Das bedeutet nun, dass die gedachte Luftsäule an Menge verliert und somit einen geringeren Druck auf den Boden ausübt. Am Boden entsteht ein Tief. Kühlt die vom Hoch abströmende Luft in einiger Entfernung davon ab, entsteht über dem Land ein Höhen-Tief, darunter ein Boden-Hoch. In der Atmosphäre machen sich Luftdruckunterschiede über große Strecken bemerkbar. Zwischen einem Hoch und einem Tief können über 1000 km liegen. Überall, wo durch unterschiedliche Erwärmung Druckunterschiede auftreten, ist die Luft so lange in Bewegung, bis die Gegensätze ausgeglichen sind.

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