Zum Inhalt springen
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de - Das große Wissensportal
  • Wissenstests
  • Lernen & Familie
  • Gesundheit
  • Reisen
  • Natur & Umwelt
  • Technik & Mobilität
  • Lexika
  • Leben & Lifestyle
  • Digital
wissen.de-Newsletter
Spannende Fakten und Wissenstests direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Shop

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

wissen.deErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

E-Mail: wissenschaft@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 wissen.de
Startseite/Natur & Umwelt/Artikel
Hochzeitsnacht bei Minusgraden
Bildquelle nicht angegeben
Natur & Umwelt

Hochzeitsnacht bei Minusgraden

An milden Januartagen kann man die melodischen, fließenden Gesänge des Rotkehlchens in der Nähe von Gärten und Grünanlagen jetzt deutlich hören. Der kleine Vogel singt uns schon vor Sonnenaufgang sein Lied. Rotkehlchen gehören zu den „daheimgebliebenen“ Vögeln, die nicht zum Überwintern in den Süden geflogen sind.…
Veröffentlicht
26. Februar 2022
Lesezeit
3 Minuten
Rubrik
Natur & Umwelt

Futter für Vögel ist jetzt besonders wichtig

Artikelbild

An milden Januartagen kann man die melodischen, fließenden Gesänge des Rotkehlchens in der Nähe von Gärten und Grünanlagen jetzt deutlich hören. Der kleine Vogel singt uns schon vor Sonnenaufgang sein Lied. Rotkehlchen gehören zu den „daheimgebliebenen“ Vögeln, die nicht zum Überwintern in den Süden geflogen sind. Sie sind jetzt regelmäßig Gast an den Futterhäuschen. Denn die Landschaft ist jetzt karg, die wenigen Samen- und Fruchtstände sind teilweise abgefressen. „Während sich Rotkehlchen im Sommer hauptsächlich von Insekten ernähren, stellen sie sich im Winter auf Weichfutter wie Beeren und Früchte um. Auch Haferflocken und Fettfutter an Futterhäusern werden gerne genommen“, erklärt Peer Cyriacks, der Ornithologe der Deutschen Wildtier Stiftung.

Denn selbst wenn die Rotkehlchen in unserem Garten wohlgenährt wirken – das täuscht. Denn die nur 15 Gramm leichten Singvögel plustern sich gegen die Kälte auf und wirken deshalb so rundlich. Um ihre Körpertemperatur trotz Kälte aufrecht zu erhalten, müssen sie in dieser Jahreszeit besonders viel fressen. Es macht daher durchaus Sinn, den Vögeln auch bei fehlendem Schnee Futter im Garten anzubieten, so der Experte.

Zu den daheimgebliebenen Vögeln kommen im Februar zudem die ersten Heimkehrer unter den Zugvögeln. „Sie haben eine weite Reise hinter sich und sind durch die Anstrengungen und Entbehrungen ausgebrannt“, sagt Cyriacks. „Wenn Singdrossel und Hausrotschwanz wieder in Deutschland landen, hat die Natur für sie noch nicht viel an Nahrung zu bieten.“ Setzt die Kälte dann ein, verlieren kleine Vögel wie das Rotkehlchen in einer einzigen Frostnacht bis zu zehn Prozent ihres Körpergewichtes – der Verlust muss am nächsten Tag ausgeglichen werden, sondern endet die nächste kalte Nacht tödlich.

„Pflanzliche Fette sind perfekte Energiespender für Vögel“, sagt der Vogelexperte der Deutschen Wildtier Stiftung und rät Vogelfreunden zu kalorienreichem Körnerfutter, das gezielt auf die Bedürfnisse der Tiere abgestimmt ist. Das perfekte Vogel-Dinner in Lebensmittelqualität wird dann bis aufs letzte Körnchen aufgepickt. „Wer beim Füttern auch an Vögel denkt, die Weichfutter brauchen, kann am Futterhaus dann auch dem Lied des Rotkehlchens lauschen“, sagt Cyriacks.

Hochzeitsnacht bei Winterkälte

Artikelbild

Bei den Vierbeinern unter den Wildtieren mag zwar auch hier und da Hunger herrschen, das aber hält sie nicht  von ihrem wichtigsten Tagesordnungspunkt um diese Jahreszeit ab: Für Füchse, Iltis, Wiesel, Biber und Fischotter beginnt jetzt die Paarungszeit. So ist im Wald zurzeit das Liebeslied der Füchse häufig zu hören. Der Nachwuchs der heimischen Wildtiere kommt meist erst dann auf die Welt, wenn es wieder wärmer wird. Ende März erwarten beispielsweise die Füchse ihre Jungen. Jetzt im Januar und Februar wird erstmal "geheiratet". Sogar Feldhasen laufen sich jetzt schon für die Haupt-Rammelzeit im April ein bisschen warm. Die ersten Boxkämpfe unter besonders hitzigen Hasen sind auf dem Acker trotz der niedrigen Temperaturen bereits zu beobachten.

Hoch am Himmel herrscht in punkto Partnerfindung noch Ruhepause. Vögel kommen erst dann in Paarungs-Stimmung, wenn es wieder heller wird. Eine der wenigen Ausnahmen bildet der junge Steinadler, der sich schon im Januar zur Balz in die Lüfte schwingt, um eine Partnerin fürs Leben zu finden. Beide gehen eine Dauerehe ein und ab Mitte März kommen dann die Küken zur Welt.

Weitere Artikel auf wissenschaft.de

Footer Menu Main

Footer Menu Legal

Mehr aus Natur & Umwelt

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik Natur & Umwelt.

Alle Natur & Umwelt-Artikel
NIH installiert Solar-Parkdach – Projekt zwischen Verwaltungswechsel und Klimapolitik
Natur & Umwelt

NIH installiert Solar-Parkdach – Projekt zwischen Verwaltungswechsel und Klimapolitik

15. Oktober 2026

Die US-Gesundheitsbehörde NIH hat Solarmodule über einem Hauptparkhaus installiert. Das vor der Trump-Amtszeit gestartete Projekt wirft Fragen über die Zukunft grüner Bundesinfrastruktur auf.

Sesame Street zeigt Löwen-Safari in Kenia: Edutainment für Naturschutz
Natur & Umwelt

Sesame Street zeigt Löwen-Safari in Kenia: Edutainment für Naturschutz

15. Oktober 2026

Elmo und Abby Cadabby lernen auf einer Safari-Fahrt durch Kenia, wie Löwinnen ihre Rudel führen. Das Format verbindet Kinderunterhaltung mit Wildlife-Bildung.

Schweizer Gletscher als Maßstab: Antarktis verliert 83-mal mehr Eis pro Jahr
Natur & Umwelt

Schweizer Gletscher als Maßstab: Antarktis verliert 83-mal mehr Eis pro Jahr

2. Oktober 2026

Schweizer Gletscher verlieren jährlich 2 Kubikkilometer Eis. Diese sichtbare Veränderung macht das Ausmaß der polaren Eisverluste greifbar: Die Antarktis verliert seit 2000 durchschnittlich 150 Gigatonnen pro Jahr.

Klimabewegung kämpft mit "Climate Hushing" – Selbstzensur bremst Fortschritt
Natur & Umwelt

Klimabewegung kämpft mit "Climate Hushing" – Selbstzensur bremst Fortschritt

29. September 2026

Klimawissenschaftlerin Katharine Hayhoe und Musiker Adam Met warnen vor interner Kritik innerhalb der Klimabewegung. Das Phänomen "Climate Hushing" führt dazu, dass Akteure ihre Botschaften aus Angst vor Anfeindungen…

← Zurück zu Natur & UmweltZur Startseite