Hund und Mensch: Ein starkes Team
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Hund und Mensch: Ein starkes Team

Bild: Foto: Kresspahl, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Die gemeinsame Geschichte von Mensch und Hund dauert nun schon mindestens 15.000 Jahre. Als unsere Vorfahren damals begannen, die ersten Wölfe zu zähmen, legten sie den Grundstein für eine ganz besondere Beziehung. Im Laufe ihrer Domestizierung haben die Vierbeiner einzigartige Fähigkeiten entwickelt, die sie im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Wölfen, zu echten Menschenverstehern machen. Es sind ohne Frage vor allem ihre sozialen Talente, die Hunde als die perfekten Begleiter und Helfer des Menschen qualifizieren.

Die gemeinsame Geschichte von Mensch und Hund dauert nun schon mindestens 15.000 Jahre. Als unsere Vorfahren damals begannen, die ersten Wölfe zu zähmen, legten sie den Grundstein für eine ganz besondere Beziehung. Im Laufe ihrer Domestizierung haben die Vierbeiner einzigartige Fähigkeiten entwickelt, die sie im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Wölfen, zu echten Menschenverstehern machen. Es sind ohne Frage vor allem ihre sozialen Talente, die Hunde als die perfekten Begleiter und Helfer des Menschen qualifizieren.

Vierbeiniges Familienmitglied

Bereits in der Steinzeit wussten Herrchen und Frauchen diese Eigenschaften ihrer Vierbeiner zu würdigen – und behandelten ihre Hunde kaum anders als sich selbst. Sie ließen sie Menschenspeisen naschen und bestatteten sie in Gräbern mit Grabbeigaben, oft sogar gemeinsam mit "ihren" Menschen. Schon damals waren die Vierbeiner offenbar vielmehr Familienmitglied als nur Nutz- oder Haustier.

Doch was zeichnet die besondere Bindung zwischen Menschen und ihren besten tierischen Freunden eigentlich aus? Wissenschaftler haben auf diese Frage inzwischen zahlreiche Antworten gefunden. Ihre Erkenntnisse zeigen eindrücklich: Tatsächlich hat sich kein anderes Tier so perfekt auf uns eingestellt wie der Haushund.

Wir verstehen uns!

Der Schlüssel liegt, wie so oft, in der Kommunikation. Nur, wer sich gut versteht, kann sinnvoll miteinander interagieren – und Hunde beherrschen unsere Sprache fast in Perfektion. Dabei haben sie nicht nur gelernt, auf offensichtliche Befehle zu reagieren. Sie können auch subtilere Hinweise deuten und erweisen sich in vielen Situationen als empathisch. So verstehen die Tiere unser Lächeln als Ausdruck guter Stimmung, können unsere Blicke deuten und auch den emotionalen Gehalt unserer Äußerungen erkennen.

Tatsächlich verarbeiten die Vierbeiner Sprache auf ähnliche Weise wie wir: die Bedeutung eines Wortes in der linken Hirnhälfte und den Tonfall in der rechten. Nur, wenn beides zusammenpasst, löst dies eine Reaktion in ihrem Belohnungszentrum aus. Sie merken demnach zum Beispiel sehr genau, ob ein Wort trotz lobendem Tonfall bedeutungslos ist.

Mehr als nur Mittel zum Zweck

Bedeutungsvolles verbales Lob schätzen Hunde übrigens genauso wert wie ein schmackhaftes Leckerli. "Eine Theorie über Hunde ist, dass sie hauptsächlich Pawlowsche Maschinen sind: Sie wollen Futter – und ihre Halter sind lediglich das Mittel, daran zu kommen", sagt der Neurowissenschaftler Gregory Berns von der Emory University in Druid Hills. Er und seine Kollegen haben jüngst jedoch bewiesen, was alle Hundefreunde ohnehin schon wussten: Diese These stimmt nicht.

Die Forscher konnten anhand von Verhaltenstests und Hirnscans zeigen, dass die meisten Vierbeiner auf eine verbale Belohnung ähnlich stark reagieren wie auf Futter – und dass das gesprochene Lob von Herrchen oder Frauchen für einige Tiere sogar noch bedeutsamer zu sein scheint. Das zeigt, dass Hunde wirklich den menschlichen Kontakt an sich wertschätzen.

Folgenreicher Blick

Ein weiterer Beleg: Schauen sich Mensch und Hund gegenseitig an, wird das "Kuschelhormon" Oxytocin freigesetzt – und zwar bei beiden. Je länger der Blickkontakt dauert, desto mehr des Botenstoffs wird dabei ausgeschüttet. Als Folge fühlen sich Tier und Mensch stärker verbunden – und schauen sich noch länger an.

Diese zwischenartliche Bindung per Blickkontakt könnte sogar eine entscheidende Rolle dafür gespielt haben, dass die Beziehung von Menschen und Vierbeinern so eng wurde, glauben Forscher. Schließlich ist das gegenseitige Anschauen beim Menschen die fundamentalste Manifestation sozialer Bindung. Im Laufe seiner Domestizierung hat der Hund das gelernt und seine soziale Verbundenheit schließlich ebenfalls auf diese Weise ausgedrückt.

Helfer in extremen Lebenslagen

Weil Hunde uns so sehr wertschätzen und uns so gut verstehen, können wir uns sogar in extremen Situationen auf sie verlassen – zum Beispiel, wenn wir selbst hilflos sind. So geben die Vierbeiner psychisch kranken Menschen Halt, warnen ihre Besitzer vor Unterzuckerung oder epileptischen Anfällen und begleiten Blinde reibungslos durch den Alltag. Auch nach Lawinenunglücken oder Erdbeben helfen sie uns Menschen oft als vierbeinige Retter. Dabei erweisen sie neben ihrer feinen Nase immer wieder ihr aufmerksames Gespür für das menschliche Gegenüber. Danke dafür, liebe Hunde!

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