Hurrikan
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Hurrikan

Bild: Foto: Kritzolina, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Lokale Bezeichnung für einen → tropischen Wirbelsturm in der Karibik und den Südstaaten der USA. Das Wort “Hurrikan“ soll auf Huracar zurückgehen, den Sturmgott der karibischen Ureinwohner. Hurrikane haben in den letzten Jahrhunderten Schäden angerichtet, die ins Unermessliche gehen. Allein die Hurrikane “Andrew“ im August 1992 und “Fran“ im Jahr 1996 haben Schäden von rund 3 Milliarden US-Dollar verursacht.

Andrew 1992:

Wirbelstürme können recht “launisch“ sein. Für Meteorologen ist es daher schwierig, den Weg eines Hurrikans vorherzubestimmen. Der Hurrikan “Andrew“ wurde im August 1992 vor der afrikanischen Küste als Tiefdruckgebiet geboren. Er driftete mit dem Passat nach Westen, dann nach Nordwesten. Man glaubte, er würde sich über dem Meer totlaufen. Doch er gewann plötzlich an Intensität, änderte seine Richtung und schlug mit Böen von 270 km/h in Florida zu.

Andrew zog am 23. August über die Bahamas in den Süden Floridas, dann weiter über den Golf von Mexiko und tobte sich beim erneuten “Landgang“ am 26. August im US-Staat Louisiana aus. Danach löste er sich über dem Festland auf. Die schrecklichen Folgen: 44 Tote, rund 100 000 zerstörte oder schwer beschädigte Wohnhäuser, ein auf 2000 km zerstörtes Strom- und Telefonnetz, mehrere zerstörte Bohrinseln, eine völlig zerstörte Wohnmobilsiedlung.

Fran 1996:

Der Hurrikan "Fran" hat im Jahr 1996 an der US-Südostküste schwere Schäden angerichtet. Mindestens zwölf Menschen kamen durch den Wirbelsturm ums Leben. Zehntausende waren in den Bundesstaaten North and South Carolina ohne Strom, als der Sturm in der Nacht zum Freitag mit 185 km/h über zahlreiche Strandorte hinwegfegte. 500 000 Menschen hatten sich im Landesinnern in Sicherheit gebracht. Vor allem nahe der Stadt Wilmington wurden Häuser abgedeckt und Bäume entwurzelt. Dort war der Wirbelsturm am Donnerstagabend auf das Festland getroffen. Strommasten knickten wie Streichhölzer um. In manchen tiefgelegenen Straßen stand das Wasser wegen Flutwellen und heftigen Regens fast 3 m hoch.

Mitch 1998:

Der Hurrikan "Mitch" richtete 1998 schwere Schäden in Mittelamerika an. Etwa 9000 Menschen kamen bei diesem Sturm ums Leben. Allein in Honduras waren es 5600 Opfer. Im Nachbarstaat Nicaragua wurde die Zahl der Toten von offizieller Seite mit 1350 angegeben. El Salvador meldete 225 und Guatemala 186 Tote. Zehntausende verloren in El Salvador, Costa Rica, Nicaragua, Honduras ihr Zuhause. Eine UNO-Organisation hatte nach der Katastrophe geschätzt, dass die mittelamerikanische Region in ihrer Entwicklung mindestens um zwei Jahrzehnte zurückgeworfen wurde.

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