Internationale Funkausstellung: Die neuen Trends in der Unterhaltungselektronik
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Internationale Funkausstellung: Die neuen Trends in der Unterhaltungselektronik

Bild: Foto: dronepicr, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

Vom 2. bis zum 7. September 2016 gibt es in den Messehallen rund um den Berliner Funkturm wieder Technik satt: Die Internationale Funkausstellung präsentiert wie in jedem Jahr Trends, Neuheiten und Angebote aus der Welt der Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte. Dabei blickt diese Leistungsschau der Elektronikbranche auf eine lange Geschichte zurück: Schon 1924 stellten Unternehmen auf der "Großen Deutschen Funkausstellung" die damals aktuelle Technik vor: Röhrenradios und Kopfhörer.

Vom 2. bis zum 7. September 2016 gibt es in den Messehallen rund um den Berliner Funkturm wieder Technik satt: Die Internationale Funkausstellung präsentiert wie in jedem Jahr Trends, Neuheiten und Angebote aus der Welt der Unterhaltungselektronik und Haushaltsgeräte. Dabei blickt diese Leistungsschau der Elektronikbranche auf eine lange Geschichte zurück: Schon 1924 stellten Unternehmen auf der "Großen Deutschen Funkausstellung" die damals aktuelle Technik vor: Röhrenradios und Kopfhörer.

Seither hat sich in der Unterhaltungselektronik dann doch einiges getan. Wir stellen die wichtigsten Highlights der IFA vor.

Fernseher: Immer schärfer, immer bunter

Nach Full HD kommt UHD: Fernseher mit einer vierfach so hohen Auflösung wie das klassische HD haben längst den Markt erobert. Die neuesten, auf der IFA vorgestellten Modelle bieten zusätzlich zur höheren Auflösung auch einen besseren Kontrast. Das technische Stichwort hierzu: High Dynamic Range (HDR). Die HDR-Technik ist schon Teil einer neuen Norm – und die ersten Geräte damit sind schon auf dem Markt. Zu erkennen sind sie an einem Logo mit dem Schriftzug „Ultra HD Premium“.

Was bringt diese neuen Technik? Zum einen kann der Fernseher hellere Lichter und tiefere Schwarzwerte darstellen – und das gleichzeitig. Autoscheinwerfer in einer Nachtszene zum Beispiel blenden dann richtig– und erscheinen nicht nur als helle Flecken auf der Bildfläche. LED-Bildschirme punkten in diesem Kontext vor allem mit feiner differenzierten Helligkeitswerten: Selbst finstere Szenen lösen sie noch gut auf. Insgesamt können die neuen Ultra HD Premium auch einen größeren Farbraum wiedergeben.

UHD-Kameras mit kleinen Extras

Ebenfalls auf der IFA vorgestellt werden neue Videokameras. Denn auch die eigenen Urlaubsvideos kann man jetzt in UHD-Qualität drehen. Eine rasch wachsende Anzahl hochwertiger Spiegelreflex- und kompakter Reisekameras beherrscht die UHD-Aufnahme, sogar einige Action Cams filmen inzwischen im superfeinen Raster. UHD-Camcorder in klassischer Bauweise sind in diesem Jahr schon so kompakt, dass sie mühelos ins Handgepäck passen. Besonders interessant: Neue, extrem wirksame optische Bildstabilisatoren helfen, das UHD-Qualitätspotential wirklich auszureizen.

Manche Kameramodelle nutzen ihre UHD-Fähigkeiten auch für reizvolle Zusatzfunktionen: Sie können 50 vollständige Einzelbilder in jeder Sekunde schießen und bieten damit eine große Auswahl an Fotos, Bild für Bild mit jeweils acht Megapixel Auflösung. Sogar nachträgliches Scharfstellen ist möglich, dann nämlich, wenn die Kamera eine schnelle Folge von Einzelbildern mit unterschiedlicher Fokussierung schießt. Soll der Vordergrund schön scharf sein? Oder eher ein Detail im Hintergrund? Das alles kann der Hobby-Fotograf entscheiden, wenn er nach der Aufnahme sein Material sichtet.

Smart-TVs: Bedienung wird einfacher

Schon länger im Trend sind Smart-TVs: Fernseher, die nicht nur konventionelles Fernsehen empfangen, sondern auch auf Inhalte und Dienste aus dem Internet zugreifen können. Zu diesen Angeboten führen meist komfortable Apps – ganz ähnlich wie auf Tablets und Smartphones. Und ebenso wie die Mobilgeräte brauchen smarte Fernseher Betriebssysteme als Mittler zwischen Hard- und Software.

Die neue Funktionsvielfalt der smarten Fernsehgeräte inspiriert auch neue Bedienkonzepte. Weshalb etwa soll man die verschiedenen Informationen in ganz unterschiedlichen Umgebungen der Bedienoberflächen suchen? Zur IFA 2016 gibt es erste Fernsehgeräte, die alle Medieninhalte von einer einzigen Seite aus zugänglich machen – ganz unabhängig davon, über welches Netz oder welches Peripheriegerät sie auf den Bildschirm kommen.

Dazu passt eine weitere Technik-Idee: Erstmals erkennen Fernseher automatisch angeschlossene digitale Programmquellen wie Bluray-Player oder Set-Top-Boxen und übertragen passende Steuercodes an die Fernbedienung. So lassen sich mit einer einzigen Systemfernbedienung ohne umständliche Programmierung alle Geräte steuern, die bewegte Bilder auf den Schirm bringen.

Wearables – Für Spaß, Fitness und Gesundheit

Ebenfalls seit einiger Zeit heiß begehrt sind Smartwatches und andere sogenannte Wearables. Diese mit Sensoren und Displays ausgerüstete Minicomputer dienen als Kommunikationshilfe, als Sensoren für Körperfunktionen oder Bewegungen oder messen Umgebungsvariablen. Vernetzt mit Handy oder Tablet senden sie Daten zur Auswertung weiter oder informieren uns, wenn beispielsweise eine E-Mail eingetroffen ist.

Auf der IFA gibt es eine Fülle neuer Smart Watches und Fitness-Armbänder zu sehen, darüber hinaus viele neue Smartphones, die ebenfalls eigene Fitness-Sensoren an Bord haben. Der Trend zu intelligenten Wearables fördert nicht nur Sport und Spaß, er wird künftig auch telemedizinische Anwendungen stützen und somit auch dazu beitragen können, dass ältere Menschen länger selbständig in ihren gewohnten Umgebungen leben können. Ein spezieller IFA-Bereich präsentiert diese Themen.

Drucken und Scannen in drei Dimensionen

Sie dürfen natürlich auf der IFA nicht fehlen: die 3D-Drucker. Längst sind sie dabei, sich auf dem Massenmarkt zu etablieren. Selbst handliche Tischgeräte zaubern inzwischen aus ihren Düsen Objekte aller Art: Zahnräder zum Beispiel, Architekturmodelle, Spielzeug, originelle Schuhe, künstlerische Skulpturen, zierlichen Schmuck, ja sogar Kleider. Selbst Stühle, Couchtische oder große Bodenvasen lassen sich mit 3D-Druckern produzieren.

Ebenfalls auf der IFA zu sehen sind neue Scanner. Sie präsentieren sich in etlichen Varianten, vom kompakten Tischscanner für kleine Objekte bis hin zu mannshohen Installationen, die einen Menschen in wenigen Sekunden rundum erfassen und die so gewonnen Daten als digitale Vorlage an den Drucker schicken können.

Die spektakulärste Scanner-Installation der IFA: Mehr als 80 lichtstarke Objektive, rundum an den Wänden einer kompakten Kammer angeordnet, fotografieren gleichzeitig das zu erfassende Objekt, etwa einen Menschen. Der gesamte Scan-Prozess ist innerhalb eines winzigen Sekundenbruchteils erledigt – so schnell, dass der Mensch im Scanner sogar in die Luft springen könnte, um seine Konturen rundum bis zu den Schuhsohlen erfassen zu lassen.

Virtual Reality selbstgemacht

Brillen für die virtuelle Realität (VR) haben Hochkonjunktur: Immer mehr Gerätehersteller bieten Modelle für die dreidimensionale Illusion an. Hinzu kommen Smartphones, die sich mit speziellen Adaptern zur virtuellen Brille umfunktionieren lassen. Neben diesen Geräten, Spielen und anderem Zubehör für den VR-Genuss präsentiert die IFA 2016 auch Kameras, die eigene VR-Bilder produzieren können. Dazu gehören 360-Grad-Modelle, die wie eine Kugel alles rundum ins Visier nehmen. Mit passender Software lassen sich so Szenerien erstellen, durch die man mit der VR-Brille in alle Richtungen navigieren kann – nicht nur einmal um die eigene Achse, sondern auch vom Boden bis in den Himmel und zurück.

Starker Sound – Kopfhörer und Co

Der Trend zum mobilen Musikgenuss hat auch die Nachfrage nach Kopfhörern belebt. Egal ob MP3-Player, Smartphone oder Tablet-PC – ein Kopfhörer gehört dazu. Zu den Neuheiten in diesem Bereich gehören innovative Verfahren der Geräusch-Unterdrückung, aber auch des räumlichen Eindrucks. So kann man bei einigen Kopfhörern inzwischen per App einstellen, wie stark die Umgebungsgeräusche herausgefiltert werden soll. Spezielle Einmessfunktionen passen bei aktuellen Kopfhörer-Modellen das Klangbild individuell an oder erzeugen einen bestimmten Raumklang.

Auch anspruchsvolle Bedienkonzepte sind ein aktuelles Kopfhörer-Thema: Es gibt schon erste Modelle, die auf Gesten reagieren, also zum Beispiel auf einen Wink hin zum nächsten Musikstück springen oder die Lautstärke verändern. Zu weiteren Highlights werden Kopfhörer zählen, die den Ton aus neueren iPhones und iPads nicht mehr über die klassische Kopfhörer-Buchse, sondern direkt über den digitalen Lightning-Anschluss beziehen.

Ganz neu ist die der neue globale Standard der Tonkodierung MPEG-H. Sie kann in einem Ton-Datenstrom mehrere Audio-Objekte verpacken, beispielsweise die O-Töne eines Fußballspiels getrennt von der Stimme des Kommentators. Der Fernsehzuschauer kann dann bequem per Fernbedienung regeln, welche Tonspur er wie laut hören möchte. Auch Spielfilm-Dialoge lassen sich nach diesem Prinzip in ihrer Lautstärke regeln. Und schließlich sorgt MPEG-H Audio auf jedem Gerät für einheitliche Lautstärke über Programme, Kanäle und Medien hinweg - etwa damit der Fernseher künftig nicht mehr losbrüllt, sobald die Unterbrecherwerbung beginnt.

Vom Streaming bis zur Klimakontrolle

Die Vernetzung von Unterhaltungselektronik untereinander und ihre Verbindung mit Haushaltsgeräten, der Heizungsanlage oder der Beleuchtung ist ein weiterer wichtiger IFA-Trend. Eine e-Haus genannte Groß-Installation zeigt exemplarisch, welche Fortschritte die Industrie in der Zusammenarbeit ganz unterschiedlicher vernetzter Geräte erzielt. Das e-Haus demonstriert aber zudem, welche Beiträge Vernetzung und intelligente Steuerung zur Energieeinsparung leisten können – ein wichtiger Mosaikstein zur Energiewende. Dazu passen Ideen zur Elektro-Mobilität und zur intelligenten, datengestützten Umgestaltung des Individualverkehrs.

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