Innovation aus Frust
Wie kamen Sie auf die Idee eines Staubsauger mit Zyklontechnik?
Das war 1978. Wir produzierten zu der Zeit gerade den Ballbarrow, die Schubkarre, die auf einer Art Gummiball läuft. Im Lackierraum musste die Luft regelmäßig von feinen Farbpartikeln gereinigt werden. Dazu gab es eine Absauganlage, mit einem Gebläse und einem großen Stoffsack als Filter, der jede Stunde verstopfte, weil er voll war. Er verlor seine Saugkraft und musste deshalb ausgetauscht werden. Das unterbrach regelmäßig unsere Arbeit.
Frust als Antrieb für eine Verbesserung?
Ja, das wurmte mich. Abhilfe konnte nur ein großer industrieller Zyklon-Absaugturm bringen, der auf dem Prinzip der Zentrifugal-Kraft basiert. Der kostete aber 75.000 Pfund. Die Sägemühle in der Nähe meiner Firma hatte einen und so schnüffelte ich dort ein bisschen rum, machte ein paar Skizzen und entschloss mich, selber einen zu bauen. Am Ende hatte ich meine eigene Absauganlage. Dann fiel mir ein, dass ich damit auch das Problem bei meinem ständig verstopften Staubsauger lösen könnte. So begann ich mir Gedanken über einen Staubsauger mit Zyklontechnik zu machen.
Sie brauchten genau 5127 Prototypen bis zur endgültigen Version. Haben Sie die wirklich alle gezählt?
Das hat mit meiner Methode zu tun. Ich gehe nach einem empirischen Ansatz an ein Problem heran. Das bedeutet, das ich bei jedem Schritt immer nur eine Veränderung vornehme, die auch genau protokolliert wird. Daher kenne ich die genaue Zahl. In unserer Firma arbeiten wir immer so. Zunächst musst du verstehen, was das eigentliche Problem ist, was dahinter steckt. Dann versuchst du es mit einer neuen und besseren Technologie zu lösen. Erst wenn du das Problem beseitigt hast, widmest Du dich dem nächsten.




